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Nach fast zwei Jahren Bau- und Prüfzeit steht die Wiedereröffnung des Erika-Heß-Eisstadions in Berlin-Wedding bevor. Die Sanierung der Dachkonstruktion ist abgeschlossen, die Tragfähigkeit bestätigt. Damit kann die traditionsreiche Sportstätte rechtzeitig zur Wintersaison wieder genutzt werden.

Erika Heß-Stadion von außen mit der Aufschrift "Eishalle".

Das Erika-Heß-Eisstadion in Berlin-Wedding öffnet nach längeren Sanierungsarbeiten wieder zur Wintersaison und bietet mit seiner überdachten Halle und der Freifläche beliebte Möglichkeiten zum Eislaufen für Anwohnende und Besucherinnen und Besucher aus ganz Berlin. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT

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Das Erika-Heß-Eisstadion im Berliner Ortsteil Wedding war in den vergangenen 18 Monaten geschlossen. Grund waren gravierende Schäden an der Dachtragkonstruktion, die umfangreiche Sanierungs- und Prüfmaßnahmen erforderlich machten. Der Bezirk Mitte teilte nun mit, dass die Arbeiten erfolgreich abgeschlossen wurden und die Halle im Oktober wiedereröffnet werden soll.

Die Baukosten blieben dabei knapp unter Plan. Mit rund 1,8 Millionen Euro lagen die Ausgaben etwas unter den veranschlagten 1,9 Millionen Euro. Für Vereine, Freizeitsportlerinnen und Freizeitsportler ist die baldige Rückkehr ein wichtiges Signal.

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Sanierung des Erika-Heß-Eisstadions: Tragwerksprüfung und Kälteanlage verzögerten Wiedereröffnung

Die Statik des Daches hängt wesentlich an den Zugstangen, die jeweils rund 20 Tonnen Last tragen. Da ihre Verankerungen tief im Beton verborgen liegen, mussten sie mit spezieller Röntgentechnik untersucht werden, um ihre Tragfähigkeit zuverlässig zu bestätigen. Zusätzlich sorgte die veraltete Kälteanlage für Verzögerungen, da Ersatzteile schwer zu beschaffen waren. Dennoch gelang es, die Sanierung innerhalb des geplanten Rahmens abzuschließen. Damit ist der Weg für den Neustart frei.

Für den Berliner Eissportverband und die Vereine hat die Wiedereröffnung eine große Bedeutung. Besonders der Eishockeyverein FASS Berlin war von den langen Schließungen betroffen. Auch andere Sportarten wie Eiskunstlauf oder Eisstockschießen profitieren vom Neustart. Die Anlage verfügt über eine Außenfläche für den Publikumsverkehr und eine Halle mit Tribüne, die auch für andere Veranstaltungen nutzbar ist.

Erika-Heß-Eisstadion in Wedding: Geschichte seit 1967 und Bedeutung für den Eissport

Das Stadion wurde 1967 eröffnet und war zunächst eine offene Eissportstätte. In den frühen 1980er-Jahren erfolgte der Umbau zu einer Mehrzweckhalle. 1987 erhielt die Anlage den Namen der früheren Bezirksbürgermeisterin Erika Heß. Seitdem prägt die markante Konstruktion mit fünf Stahlbetonpylonen das Stadtbild im Wedding.

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Über Jahrzehnte diente das Stadion verschiedenen Vereinen als Spiel- und Trainingsstätte. Neben FASS Berlin nutzten zeitweise auch der Berliner Schlittschuhclub oder der ECC Preussen die Eisfläche. Damit war das Stadion ein fester Bestandteil der Berliner Eissportgeschichte.

Eisstadion diente auch als Impfzentrum und Kulturhalle vor der Sanierung

Doch nicht nur Sportveranstaltungen fanden hier statt. Im Laufe der Jahrzehnte wurde das Stadion auch für Tierschauen, Hallenfußball oder Kulturveranstaltungen genutzt. Während der Corona-Pandemie beherbergte die Halle 2021 ein Impfzentrum, das mehrere Monate in Betrieb war. Allerdings war der Betrieb zuletzt unzuverlässig. Immer wieder führten Defekte der Kühlanlage zu kurzfristigen Schließungen. Besonders die Winter 2023 bis 2025 waren von Ausfällen geprägt, was die Bedeutung der nun abgeschlossenen Sanierung noch einmal verdeutlicht.

Mit der geplanten Wiedereröffnung Mitte Oktober kehrt das Erika-Heß-Eisstadion rechtzeitig zur Wintersaison zurück. Für Sportlerinnen und Sportler, Vereine und die Nachbarschaft ist das ein positives Signal nach Jahren der Unsicherheit.

Klar ist jedoch schon jetzt: Das Stadion bleibt ein identitätsstiftender Ort im Wedding. Es verbindet sportliche Tradition mit öffentlicher Nutzung und wird auch künftig eine wichtige Rolle im kulturellen und sportlichen Leben des Bezirks spielen.

Die Außenanlagen vom Erika-Heß-Stadion.

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Quellen: Bezirksamt Mitte, Berlin.de, Weddingweiser

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