Am Alten Flugplatz, der zwischen den Stadtteilen Bonames und Kalbach-Riedberg liegt, beginnt derzeit ein weiteres Kapitel der ökologischen Weiterentwicklung Frankfurts. Die Stadt nutzt dort die Chance, versiegelte Flächen zu öffnen um bestehende Naturräume zu stärken.

Mit den nun gestarteten Arbeiten wurden erste konkrete Schritte unternommen, um den Bäumen am Alten Flugplatz wieder mehr Raum zum Wachsen zu geben und die ökologische Qualität des Areals nachhaltig zu stärken. / © Foto: Stadt Frankfurt am Main, Foto Julia Hurtzig
© Titelbild: Wikimedia Commons, Nicolas17, CC BY-SA 2.0 DE
Auf dem Alten Flugplatz in Kalbach-Riedberg hat ein neues Entsiegelungsprojekt begonnen, das die naturnahe Gestaltung des beliebten Grüngürtel-Areals weiter vorantreibt. Rund um fünf Bäume vor dem „TowerCafé“ wird der Asphalt geöffnet, um den Wurzelraum langfristig zu verbessern und die Fläche ökologisch aufzuwerten.
Der ehemalige Hubschrauberlandeplatz dient seit den frühen 1990er Jahren als Natur- und Erholungsgebiet. Die aktuellen Arbeiten sind Teil eines im Jahr 2023 gestarteten Entwicklungskonzeptes und sollen die Bedeutung des Areals als Lernort und Rückzugsraum stärken.
Saugbagger im Einsatz: Stadt öffnet versiegelten Boden rund um fünf Bäume am alten Flugplatz
Die Arbeiten, die in der letzten Novemberwoche starteten, konzentrieren sich auf die Entfernung des alten Asphalts und des verdichteten Schotters rund um die fünf Baumstandorte. Mit einem Saugbagger werden die Schichten schonend abgetragen, damit die Wurzeln der Bäume nicht beschädigt werden und der Boden wieder stärker durchlässig wird.
In Bereichen, in denen der Schotter zu stark verdichtet ist, lassen sich die Schichten nicht flächig entfernen. Stattdessen werden punktuelle Öffnungen gebohrt, durch die die Wurzeln sich künftig in tiefere Bodenschichten ausbreiten können. Anschließend wird der Boden gelockert, mit Nährstoffen angereichert und mit geeignetem Substrat neu aufgebaut.
100.000 Euro bereitgestellt: Entsiegelungsprojekt könnte auf besondere Herausforderungen stoßen
Vertreterinnen und Vertreter der Stadt betonen den Nutzen der Maßnahmen für Klima, Natur und Stadtentwicklung. Die Entsiegelung soll die Wasseraufnahme der Böden verbessern und die Widerstandsfähigkeit des Baumbestands stärken. Zudem stehen Sondermittel in Höhe von 100.000 Euro bereit, um das Projekt zu ermöglichen.
Die Projektgruppe GrünGürtel verweist auf besondere Herausforderungen, die mit alten Militärflächen verbunden sind. In Asphalt und Schotter wurden Rückstände früherer Nutzungen entdeckt, die sachgerecht entfernt werden müssen. Diese Arbeiten können einen erheblichen Teil der Gesamtkosten ausmachen und erfordern eine besonders sorgfältige Vorgehensweise.
Ein Ort für Umweltbildung: Der Alte Flugplatz wird seit 2023 Umgestaltet
Der Alte Flugplatz wurde 1991 in den Grüngürtel integriert und zwei Jahre später als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Mit der Übernahme durch die Stadt im Jahr 2003 begann die schrittweise Umgestaltung zu einem Ort für Umweltbildung, Naturschutz und Erholung, der heute weit über das Quartier hinaus Bedeutung hat.
Aktuell befindet sich das Areal in einer neuen Phase der Weiterentwicklung. Grundlage ist das Entwicklungskonzept Alter Flugplatz, dessen Umsetzung 2023 begonnen hat. Dazu gehören neben Entsiegelungsmaßnahmen ein naturnahes Regenwassermanagement, die Sanierung von Außenanlagen und die Verbesserung der Infrastruktur für die Umweltbildung im Freien. Ob die geplanten Entwicklungen Früchte tragen, wird sich in den kommenden Jahren zeigen.
Quellen: Stadt Frankfurt, GrünGürtel
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