In Berlin-Mitte werden die Grünflächen unter den Bäumen an der Pohlstraße in Tiergarten neu bepflanzt. Das Bezirksamt Mitte verbindet das Vorhaben mit seiner Entsiegelungsstrategie.
Pflanzungen in der Pohlstraße (Tiergarten)
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT / KI
An der Pohlstraße in Tiergarten beginnt das Bezirksamt Mitte mit der neuen Bepflanzung von Grünflächen unter Straßenbäumen. Stauden und Gehölze sollen die Flächen aufwerten, Regenwasser besser im Boden halten und die Bedingungen für Stadtbäume verbessern.
Im Mittelpunkt steht der Abschnitt der Pohlstraße zwischen Potsdamer Straße und Kluckstraße. Dort setzen das Straßen- und Grünflächenamt und das Umwelt- und Naturschutzamt gemeinsam mit der Hochschule Erfurt neue Stauden und Gehölze ein. Studierende der Hochschule haben dafür einen standortabhängigen Pflanzplan erarbeitet.
Neue Pflanzen an der Pohlstraße in Berlin-Mitte ab 11. Mai
Vor der Pflanzung bereiten Fachkräfte die Beete vor. Sie entfernen vorhandene Vegetation, Unkraut, Laub und abgestorbene Pflanzenteile. Danach lockern sie das Erdreich. Ein Fachbetrieb des Garten- und Landschaftsbaus führt die Pflanzarbeiten aus.
Die Abräumarbeiten sollen nach Angaben des Bezirksamts voraussichtlich am 11. Mai 2026 beginnen. Wer selbst Pflanzen in den Grünflächen der Pohlstraße gesetzt hat und diese erhalten möchte, sollte sie vorher entfernen.

Die Pohlstraße sowie die Kluckstraße in Berlin-Mitte sollen weiter begrünt werden. (Symbolbild) / © Bild: ENTWICKLUNGSSTADT / KI
Entsiegelung in Berlin: Regenwasser, Stadtbäume und Hitze
Das Vorhaben gehört zur Entsiegelungsstrategie des Bezirks Mitte. Diese Strategie sieht vor, versiegelte Flächen zurückzubauen und zu begrünen. Unversiegelte Flächen kühlen das Stadtklima und nehmen Niederschlagswasser besser auf. Davon profitieren Straßenbäume, die Grundwasserbildung sowie das Kanalisationsnetz.
Die Maßnahme an der Pohlstraße steht damit in einem größeren Berliner Zusammenhang. In mehreren Bezirken werden Asphalt- und Betonflächen zurückgebaut, damit Regenwasser besser versickern kann und sich Straßenräume weniger stark aufheizen.
Das Bezirksamt finanziert das Vorhaben mit 110.000 Euro aus Mitteln des Umwelt- und Naturschutzamtes. Das Bezirksamt Mitte lädt Anwohnerinnen und Anwohner ein, sich an der Pflanzung oder später beim Wässern zu beteiligen. Interessierte können sich per E-Mail an das Straßen- und Grünflächenamt wenden.
Quelle: Bezirksamt Mitte von Berlin
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Ein Schritt in die richtige Richtung: es muss noch sehr, sehr, sehr viel mehr entsiegelt werden.
Klar fallen in Zusammenhang mit Entsiegelung wieder die Begriffe Versickerung, Schwammstadt, Temperaturregulierung, Luftreinhaltung und auch Lärmreduzierung. Das sind ALLES wesentliche Faktoren für den menschengerechten Umgang miteinander und sind richtig. Ganz zu schweigen davon, dass das so ästhetischer ist.
Leider wurde bei der Anlage von Fläche bislang oft in den Vordergrund gerückt, dass man „schnell mit der Kehrmaschine drüber fahren“ kann.
Gut, dass jetzt verstanden wird, dass das nicht die beste Lösung ist.