Im Obersee in Alt-Hohenschönhausen haben die Arbeiten zur Entschlammung begonnen. Ziel der Maßnahme ist es, die Wasserqualität langfristig zu sichern und die ökologischen Bedingungen im See zu verbessern.
Das Bild zeigt den Obersee mit eingesetzter Technik, die notwendig ist, um das Schlamm-Wasser-Gemisch abzusaugen.

Der Obersee ist ein künstlich angelegtes Gewässer, das ausschließlich durch Regenwasser gespeist wird. Um die Wasserqualität langfristig zu erhalten, muss das über Jahre abgelagerte Sediment regelmäßig entfernt werden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT

 

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Seit rund zehn Jahren betreibt das Bezirksamt Lichtenberg am Obersee, einem künstlich angelegten Gewässer, eine Seewasserfilteranlage. Diese sorgt dafür, dass die Wasserqualität auf einem stabilen Niveau bleibt. Allerdings lagern sich in der östlichen Bucht jedes Jahr mehrere Zentimeter Sediment ab. Das verringert die Leistung der Filterpumpe, die seit 2019 einen Großteil des Phosphors zuverlässig entfernt.

Mit der nun gestarteten Entschlammung will der Bezirk diese Entwicklung aufhalten. Indem das Sediment entfernt wird, soll die Filterpumpe wieder effizient arbeiten können. Gleichzeitig entzieht die Maßnahme dem Gewässer große Mengen an gebundenen Nähr- und Schadstoffen. Damit verbessert sich nicht nur das ökologische Gleichgewicht des Sees, sondern auch für die Besucherinnen und Besucher des Parks bedeutet die Maßnahme langfristig auch eine höhere Aufenthaltsqualität.

Umsetzung der Arbeiten am Obersee: Bauablauf und technische Maßnahmen

Bereits im Juli wurde die Baustelle eingerichtet und diesen Monat begann die eigentliche Entschlammung. Zunächst sperrt eine Schwimmbarriere die östliche Bucht vom restlichen See ab. Fachleute setzen die Fische behutsam in die anderen Bereiche um, bevor das Saugboot seine Arbeit aufnehmen kann. Das Boot saugt das Schlamm-Wasser-Gemisch auf und leitet es in eine mobile Siebbandpresse.

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Dort wird das Wasser von Sediment getrennt. Das gereinigte Wasser fließt zurück in den See, während der entwässerte Schlamm abtransportiert wird. Zusätzlich sichern Wasserbausteine die zwei ausgespülten Uferabschnitte, und neue Bepflanzungen fördern die Entwicklung des Biotops. Während der gesamten Arbeiten begleitet eine ökologische Fachaufsicht das Projekt, um Tiere und Pflanzen bestmöglich zu schützen.

Welche Einschränkungen während der Bauzeit entstehen: Nutzung des Parks bleibt eingeschränkt möglich

Um die Bauarbeiten durchführen zu können, nutzt das Bezirksamt Teilflächen des Oberseeparks. Über den Kätheplatz führt eine eigens eingerichtete Baustraße, die den Zugang für die Öffentlichkeit nur eingeschränkt zulässt. Auf der großen Wiese entsteht außerdem ein eingezäunter Technikbereich, in dem Maschinen und Geräte untergebracht sind.

Trotz dieser Einschränkungen können Besucherinnen und Besucher den Park weiterhin nutzen, da die meisten Wege offenbleiben. Kurzfristige Sperrungen einzelner Abschnitte sind zwar vorgesehen, doch sollten so kurz wie möglich ausfallen. Nach Abschluss der Arbeiten will der Bezirk alle betroffenen Flächen wieder vollständig herstellen, sodass die Parkanlage in gewohnter Form zur Verfügung steht.

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Öffentlichkeitsarbeit durch das Bezirksamt: Führung über die Baustelle im September

Um die Hintergründe der Maßnahme transparent zu machen, lädt das Bezirksamt am Montag, 8. September 2025, um 17 Uhr zu einer öffentlichen Baustellenführung ein. Treffpunkt ist die östliche Uferbucht des Obersees. Dort erklären Fachleute die eingesetzte Technik, erläutern den Ablauf der Arbeiten und beantworten Fragen. Besucherinnen und Besucher erfahren dabei auch, wie das Saugboot funktioniert und welche Vorkehrungen zum Schutz der Tier- und Pflanzenwelt getroffen wurden.

Bezirksstadträtin Filiz Keküllüoğlu (Die Grünen) hob hervor, dass die Führung ein wichtiger Teil der Öffentlichkeitsarbeit sei. Sie erklärte, dass die Maßnahme langfristig nicht nur die ökologische Stabilität des Sees sichere, sondern auch den Erholungswert des Parks steigere. Auf diese Weise verbindet das Projekt ökologische Ziele mit dem Anspruch, die Lebensqualität der Anwohnerinnen und Anwohner zu verbessern.

Finanzierung der Entschlammung des Obersees: Förderung und Kostenaufstellung

Die Umsetzung des Projekts finanziert die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt über das Kleingewässerprogramm. Das Umwelt- und Naturschutzamt Lichtenberg ist Auftraggeber und wird dabei vom Ingenieurbüro AquaConstruct fachlich unterstützt. Mit der baulichen Ausführung wurde die Eggers Umwelttechnik GmbH beauftragt.

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Die Kosten der Maßnahme belaufen sich auf knapp 967.000 Euro. Nach dem derzeitigen Plan soll die Entschlammung im Dezember 2025 abgeschlossen sein. Damit verfolgt der Bezirk das Ziel, den Obersee langfristig zu sichern und zugleich einen Beitrag zum Naturschutz im urbanen Raum zu leisten.

Auf dem Foto ist die eingerichtete Baustelle am Ufer des Obersees zu sehen, wo die Entschlammungsarbeiten laufen.

In der östlichen Bucht sammeln sich jedes Jahr mehrere Zentimeter Sediment. Dieses beeinträchtigt nicht nur die Filteranlage, sondern verändert auch das ökologische Gleichgewicht des Sees. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Zu sehen ist das Materiallager im Uferbereich.

Neben der Sedimententfernung sichern Bauleute auch die Uferbereiche. Durch Steine und neue Röhrichtpflanzungen sollen naturnahe Strukturen entstehen, die Lebensräume für Tiere bieten. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Quellen: Bezirksamt Lichtenberg von Berlin, Förderverein Obersee & Orankesee e.V.

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