Die WBM sieht Potenzial für bis zu 680 Wohnungen auf dem SEZ-Gelände in Friedrichshain. Gleichzeitig stehen das Vorhaben und der Abriss des SEZ in der Kritik. Auch unsere Leserinnen und Leser haben zum geplanten Wohnungsbau klare Meinungen. 

Visualisierung: Wohngebäude und Grünfläche auf dem SEZ Areal

Auf dem SEZ-Gelände sollen Wohnungen gebaut werden. Die WBM will dabei Teile des alten SEZ integrieren. / © Visualisierung: Stefan Forster GmbH

© Foto Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT / envato

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Auf dem Gelände des ehemaligen Sport- und Erholungszentrums (SEZ) in Friedrichshain könnten deutlich mehr Wohnungen entstehen als bisher angenommen. Eine Machbarkeitsstudie der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft WBM sieht Potenzial für bis zu 680 Wohnungen in serieller und modularer Bauweise.

Gleichzeitig ist das Vorhaben in Berlin umstritten. Mehr als 150 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sprachen sich für den Erhalt des SEZ aus und verwiesen auf dessen architektonische und stadtgeschichtliche Bedeutung. Auch Berlinerinnen und Berliner kritisierten die Abrisspläne.

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Der Abriss des SEZ und der Bau von Wohnungen auf dem Areal hat unserer Leserinnen und Leser sehr bewegt. Das waren ihre Meinungen.

„Ich bin entsetzt darüber, dass das SEZ abgerissen wird“

Ich bin nach wie vor entsetzt darüber, dass das SEZ abgerissen werden soll. Meiner Meinung nach gab es nie vom Senat den Willen, es zu erhalten. EINZELNE BAUELEMENTE zu erhalten empfinde ich als Hohn. Es war auch nie nur ein Spaßbad, wie gerne gesagt wird. Hier konnte man viele sportliche Aktivitäten durchführen und/oder sich mit Freunden und Verwandten in einem Café treffen. […]

Christiane

„Ein ganzer Komplex in diesem Stil?“

Was war eigentlich die architektonische Vorgabe bei der Entwicklung des Gebiets? So hässlich, trist und eintönig wie die Umgebung drumherum? Einzelne Gebäude in dem Stil wären ja okay, aber ein ganzer Komplex?

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Arne

„Nur im seriellen Bauen liegen derzeit Kostenvorteile“

[…] Zur Wahrheit dürfte aber gehören, dass nur im seriellen Bauen derzeit Kostenvorteile liegen. Dementsprechend kommt es in diesem Rahmen darauf an, eine akzeptable Stadtgestaltung hinzukriegen.

Franz als Antwort auf Arne

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„Endlich passiert etwas mit dieser Stadtbrache!“

Endlich passiert etwas mit dieser Stadtbrache! Es entstehen Wohnungen für uns alle […] in einer großen Zahl. Das vorliegende Konzept wirkt für mich auf den ersten Blick: lebendig, vernetzt und voller Chancen. Dieses Quartier in zentraler Lage bietet die Chance auf kurze Wege, weniger Verkehr und eine nachhaltige Lebensweise. Das spart Zeit, schafft Miteinander und verbessert das Umfeld. Das verdichtete Bauen schützt (uns alle ) vor weiterer Zersiedelung und nutzt die hier bestehende Infrastruktur und ermöglicht den Einsatz energieeffizienter Technologien. […] Auf mich wirkt die hier dargestellte Architektur eher positiv städtisch und schafft durch das geschickte Schließen der Ränder einen tollen grünen Innenraum. Endlich ein Projekt für den dringend benötigten Wohnraum in unserer Stadt. […]

– SteinX8

„Warum Grünfläche statt mehr Wohnungen?“

Warum eigentlich noch eine Grünfläche auf dem Areal anstatt mehr Wohnungen, wo das Areal doch direkt am Park liegt?

Fred

„Die Wohnungen werden sich normale Bürger nicht leisten können“

Die Wohnungen werden Preise haben, die sich der normale Bürger nicht leisten kann. Die WBM bekommt ihre Neubauwohnungen an der Landsberger Allee und in Spandau auch nicht vermietet, weil die Preise exorbitant sind. Ohne WBS-Förderung ist das nicht machbar. Dafür verdienen allerdings die meisten zu viel, für die Miete der Wohnungen aber zu wenig. All diese Pläne gehen an der Realität vorbei. Meiner Meinung nach hätte das SEZ erhalten bleiben müssen und kulturelle und sportliche Aktivitäten gestellt werden müssen. […]

Sabrina

 

Quellen: WBM, Landesdenkmalamt Berlin, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Stefan Forster GmbH, Berliner Zeitung, Der Tagesspiegel, Wikipedia, Berliner Morgenpost, Taz, Architektenkammer Berlin

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2 Kommentare

  1. Reinhardt Kirchner 20. Dezember 2025 at 10:07 - Reply

    Die ganze SEZ-Geschichte ist eine Farce einer Rot-Roten von Verwaltung geprägten Regierung. Wenn es wirklich um „dringend benötigten Wohnraum“ gehen würde, dann wäre es sinnvoller die preiswerten vorhandenen innerstädtischen Flächen zu bebauen wie zum Beispiel rund um den Ostbahnhof wo Bauland für 5000 Menschen einfach nur brachliegt oder noch zentralere Lagen wie Karl-Liebknecht- oder Mollstraße die so breit sind wie woanders Autobahnen. Es geht um viel Geld und das ist wohl offensichtlich. Diese europaweit einmalige Sportanlage könnte alles sein: eine sehr gute Sport-und Freizeitanlage für die Anwohner und auch ein Vorzeigeobjekt wie der Fernsehturm. Aber das soll und darf nicht sein….

  2. Rhino 7. Februar 2026 at 12:35 - Reply

    Sabrina hat wohl nicht mitbekommen, dass es 50% geförderter Wohnraum werden soll. Aber es ist ja immer der Reflex, zu behaupten es seien nur unbezahlbare Luxuswohnungen.

    @Reinhardt Kirchner kommt wieder mit dem anderen üblichen Reflex „woanders ist viel mehr Platz“. Alle sagen „bitte woanders“. Das Ergebnis ist, es gibt kein woanders.
    Diese „europaweit einmalige Sportanlage“ ist so einmalig wie meine Fingerabdrücke.

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