Nach jahrelanger Planung beginnen nun die Bauarbeiten am Platz der Luftbrücke in Tempelhof. Der westliche Teilbereich wird neu gestaltet, um Aufenthaltsqualität, Rad- und Fußwege sowie klimaresiliente Elemente zu verbessern. Bürgerinnen, Anwohnende und Gewerbetreibende sollen gleichermaßen profitieren.

Das Warten hat ein Ende: die Umgestaltung des Platzes der Luftbrücke beginnt. Geplant sind unter anderem klimaresiliente Elemente und barrierefreie Zugänge zu Gastronomie und Geschäften. / © Visualisierung: Bruun & Möllers
© Titelbild: Bruun & Möllers
Nach mehreren Verzögerungen ist es nun endlich soweit: Am Freitag, den 20. März 2026, fällt der erste Spatenstich für die Neugestaltung des westlichen Teilbereichs am Platz der Luftbrücke in Tempelhof.
Mit dem rund 15.000 Quadratmeter großen westlichen Abschnitt entlang der Manfred-von-Richthofen-Straße beginnt die schrittweise Umsetzung eines Vorzeigeprojekts für klimaresiliente Stadtentwicklung. Ziel ist, den Platz als urbanen Aufenthaltsraum aufzuwerten und die Zugänge zu Geschäften und Gastronomie barrierearm zu gestalten.
Start für Umgestaltung in Tempelhof: Neue Flächen für Begegnung und Verkehr
Die westliche Bauphase umfasst die Anlage einer Piazza sowie eines Quartiersplatzes. Breitere Geh- und Radwege sollen den Verkehrsfluss verbessern, während die Fahrbahn für Bus- und Lastverkehr so gestaltet wird, dass die Fahrradstreifen nicht überfahren werden. Eine Mittelinsel erleichtert das Queren zwischen den neu geschaffenen Flächen und den angrenzenden Bebauungen.
Parallel werden Bäume nachgepflanzt und innovative Schwammstadt-Lösungen umgesetzt, um Regenwasser aufzufangen und die Entwässerung zu unterstützen. Ziel ist es, den Platz klimaresilient zu gestalten und auf die Folgen des Klimawandels vorbereitet zu sein.
Platz der Luftbrücke: Weitere Bauabschnitte geplant
Nach Abschluss des westlichen Bereichs folgen zwei weitere Abschnitte: das Gartendenkmal mit dem Luftbrückendenkmal und der Ehrenhof. Der Denkmalschutz stellt hier besondere Anforderungen. Geplant ist unter anderem ein „Balkon“, der den Höhenunterschied zwischen Straßen- und Grünraum nutzt und einen Blick auf das Luftbrückendenkmal ermöglicht.
Die Manfred-von-Richthofen-Straße wird zugunsten breiterer Nebenflächen und Fahrradschutzstreifen verschmälert. Tiefbeete sollen Regenwasser aufnehmen, speichern und gefiltert an den Kanal abgeben. Diese Maßnahmen dienen sowohl der Verkehrsberuhigung als auch der nachhaltigen Stadtgestaltung.
Ein neues Kapitel für Tempelhof? Beteiligung der Anwohnenden und Koordination mit weiteren Projekten
Die Planungen basieren auf einem freiraumplanerischen Wettbewerb von 2018. Seitdem wurden Bürgerinnen und Bürger in Beteiligungsverfahren einbezogen, was zur Integration zusätzlicher Bäume, Bänke und Fahrradständer führte. Mit der Neugestaltung möchte die Stadt den Platz der Luftbrücke als lebendigen, urbanen Raum etablieren. Aufenthaltsqualität, Verkehrsflächen und klimatische Aspekte stehen dabei im Vordergrund.
Langfristig soll die Umgestaltung sowohl den Anwohnenden als auch dem lokalen Handel zugutekommen und Tempelhof um einen grünen, multifunktionalen Platz bereichern.
Quellen: Gruen Berlin GmbH
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4 Kommentare
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Klingt ja spannend. Dieser geschichtsträchtige Ort ist zur Zeit echt zu einem Schandfleck verkommen. Laut, dreckig, voller Autos. Ich bin gespannt.
Wohne ganz in der Nähe. Der PLATZ zur 6spurigen Straße bietet bisher keine Aufenthaltsqualität und wird es auch hinterher nicht tun. Warum sollte sich das jemand aufhalten wollen? Da haben die Planer sich toll Gedanken gemacht und der Mehrwert ist minimal. Eine neue Fahrradspur auf der MvR ist auch völlig überflüssig. Ist jetzt nicht soo die Hauptverkehrsachse. Und diese getragene Verknappung von Parkplätzen ist halt auch super.. baut Fahrradbügel und entfernt die leichen. Kosten-nutzen-faktor!!
Die die schätzungsweise 7Mio die da ausgegeben werden hat man noch neue Wartungskosten an der Backe. (Wasserspiele).
Haltet doch lieber mal das instand, was schon da ist.
Mehr grün ist notwendig und sinnvoll (Hitze, Luftqualität, etc.).
Wasser ist toll, aber bei Betrieb und Instandhaltung aufwändiger.
Menschen kommen erst, wenn es auf dem Platz „schön“ ist.
Kinder kommen mit Spielplätzen- und ja besonders gerne zu Wasserspielplätzen.
Erwachsene genießen bei gutem Wetter die Mittagspause auf schönen Plätzen.
Touris sind nur an Sehenswürdigkeiten.
Für wen wird der Platz umgestaltet? Welche Menschen sind im Umfeld? Brauchen wir eher Mittagsessen-Schattenplätze oder Kinderschaukeln?
Kommentar folgt bald