Frankfurt erweitert seine emissionsfreie Busflotte: Neun neue Wasserstoff-Gelenkbusse sollen ab August auf der Metrobuslinie M32 verkehren. Mit optimierter Technik und verbessertem Innenraumdesign will die Stadt ein weiteres Zeichen in Richtung klimafreundlicher Mobilität setzen.
Innenansicht der Wasserstoffbusse in Frankfurt

18 Meter lang sind die neuen Wasserstoffbusse, die bald in Frankfurt eingesetzt werden sollen. Das neue Innendesign soll für besseren Komfort sorgen. / © Foto: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Andreas Mann

© Titelbild: depositphotos.com / kittyfly

 

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Frankfurt am Main treibt den Umbau seiner Busflotte weiter voran. Mit der Einführung von neun neuen Wasserstoff-Gelenkbussen erweitert die In-der-City-Bus GmbH (ICB) ihre emissionsfreie Fahrzeugflotte und elektrifiziert eine weitere wichtige Buslinie. Die 18 Meter langen Fahrzeuge des Typs „Solaris Urbino 18 hydrogen“ sollen auf der Metrobuslinie M32 zwischen West- und Ostbahnhof eingesetzt werden.

Der Hersteller Solaris hat die Fahrzeuge bereits an die ICB ausgeliefert. Bevor sie in den regulären Betrieb übergehen, werden die Busse derzeit technisch geprüft. Dazu gehören Sicherheitskontrollen sowie die Integration der komplexen Softwarearchitektur. Im Anschluss folgen Praxistests im Stadtverkehr. Die vollständige Inbetriebnahme ist für Ende August geplant.

Neuer Antrieb, bewährte Technologie: Frankfurts setzt auf Wasserstoffbusse

Bereits seit 2022 setzt Frankfurt auf Wasserstoffbusse, bislang jedoch nur als Solobusse. Die neuen Gelenkfahrzeuge sind nun mit einem zentralen Elektromotor und klassischem Antriebsstrang ausgestattet. Die ICB begründet diese technische Weiterentwicklung mit den bisherigen Betriebserfahrungen. Man verspreche sich eine höhere Wartungsfreundlichkeit und mehr Zuverlässigkeit im Alltag.

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Die Busse nutzen eine 100-kW-Brennstoffzelle, die mit Wasserstoff betrieben wird. Dieser stammt aus dem benachbarten Industriepark Höchst, wo er als Nebenprodukt industrieller Prozesse anfällt. Die Reichweite liegt bei rund 350 Kilometern. Betankt werden die Fahrzeuge an der eigenen Wasserstofftankstelle – ein Vorgang, der laut ICB etwa 20 Minuten dauert.

Orientierung und Komfort im Innenraum: Das erwartet Frankfurter Fahrgäste in den neuen Bussen

Auch im Innenraum der Busse wurde auf Weiterentwicklung gesetzt. Ziel sei es laut ICB gewesen, die Orientierung für Fahrgäste zu verbessern und Barrieren abzubauen. Auffällig sind etwa breitere Gänge sowie die dezent gestalteten Glasscheiben mit einem Muster, das an das traditionelle Frankfurter Apfelweinglas erinnern soll.

Ein weiteres Detail sind farbcodierte LED-Streifen über den Türen: Grün bei Türöffnung, Rot beim Schließen. Trotz der Raumoptimierung verfügen die Busse über 48 Sitzplätze, zwei mehr als in den bisherigen Gelenkbusmodellen.

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Ausbau der Flotte und weitere Planungen: Vollständiger Umstieg auf alternative Antriebe in Frankfurt bis 2030

Mit den neuen Fahrzeugen steigt die Zahl der lokal emissionsfreien Busse im ICB-Fuhrpark auf insgesamt 48, darunter 32 Wasserstoff- und 16 Batteriebusse. Das entspricht über 20 Prozent der Gesamtflotte, die rund 220 Fahrzeuge umfasst. Langfristig plant die ICB, bis Anfang der 2030er Jahre vollständig auf alternative Antriebe umzusteigen.

Für die Übergangszeit werden 52 Dieselbusse im Leasingbetrieb beschafft. Diese sollen ab Mitte 2026 für maximal fünf Jahre im Einsatz bleiben. Die neuen Wasserstoffbusse werden vom Land Hessen mit rund 2,3 Millionen Euro gefördert. Die Mittel stammen aus dem Landesprogramm zur Beschaffung von Elektrobussen im öffentlichen Nahverkehr.

Quellen: STADT FRANKFURT AM MAIN, In-der-City-Bus GmbH (ICB), Rhein-Main Verkehrsverbund

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