Der BER bekommt eine weitere internationale Langstreckenverbindung. Die Bundesregierung hat Emirates zusätzliche Verkehrsrechte eingeräumt. Künftig sind bis zu sieben Flüge pro Woche zwischen Berlin und Dubai möglich.

Skyline von Dubai mit Wolkenkratzern.

Dubai ist künftig direkt vom Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) aus mit Emirates erreichbar. / © Foto: depositphotos.com

© Titelbild: depositphotos.com

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Am Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) soll künftig eine weitere internationale Langstreckenverbindung angeboten werden. Die Bundesregierung hat der Fluggesellschaft Emirates zusätzliche Verkehrsrechte eingeräumt. Damit darf die Airline neben Frankfurt, München, Düsseldorf und Hamburg künftig auch den Berliner Hauptstadtflughafen ansteuern.

Vorgesehen sind bis zu sieben Flüge pro Woche zwischen Berlin und Dubai. Damit könnte Emirates die Strecke täglich bedienen. Das neue Luftverkehrsabkommen zwischen Deutschland und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) wurde im Rahmen des Staatsbesuchs von VAE-Präsident Scheich Mohammed bin Zayed Al Nahyan in Berlin bekanntgegeben.

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Neue Langstrecke vom Hauptstadtflughafen: Ute Bonde begrüßt Entscheidung

Berlins Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) begrüßte die Entscheidung. Die direkte Verbindung zum Drehkreuz Dubai verbessere die internationale Erreichbarkeit der Hauptstadtregion. Über Dubai bestehen zahlreiche Anschlussmöglichkeiten nach Asien, Afrika und Ozeanien.

Auch der Berliner Senat hatte sich nach eigenen Angaben seit Jahren für eine entsprechende Verbindung eingesetzt. Bonde sieht darin vor allem Vorteile für Geschäftsreisende, den Tourismus sowie den Messe- und Kongressverkehr. Auch für internationale Unternehmen könne eine bessere Anbindung des Flughafens an wichtige Märkte von Bedeutung sein.

Kai Wegner empfängt den Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate im Roten Rathaus in Berlin

Kai Wegner empfängt den Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate im Roten Rathaus. Im Mittelpunkt des Treffens stand auch das neue Luftverkehrsabkommen. / © Foto: Senatskanzlei Berlin

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Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) bezeichnete die Vereinbarung als wichtigen Schritt für die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Berlin und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Mit täglichen Emirates-Flügen rückten zwei wachsende Wirtschaftsregionen enger zusammen, erklärte Wegner. Auch Brandenburg sieht in der neuen Verbindung eine Stärkung des Wirtschaftsstandorts und der internationalen Erreichbarkeit Ostdeutschlands.

Neue Verbindungen vom BER: Kritik von Verdi und Lufthansa

Die zusätzliche Verbindung stößt allerdings auch auf Kritik. Die Gewerkschaft Verdi bezeichnete die erweiterten Verkehrsrechte als problematisch und warnte vor möglichen Nachteilen für deutsche Arbeitsplätze. Europäische Fluggesellschaften müssten hohe Anforderungen bei Arbeitnehmerrechten, Mitbestimmung, Tarifbindung sowie Klima- und Umweltstandards erfüllen. Eine Ausweitung der Verkehrsrechte dürfe daher nicht zu Wettbewerbsnachteilen für diese Unternehmen führen.

Auch die Lufthansa kritisierte die Entscheidung. Nach Ansicht des Konzerns könnten dadurch Wertschöpfung und Arbeitsplätze stärker an den Golf verlagert und bestehende Wettbewerbsverzerrungen verschärft werden.

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Emirates wäre zudem nicht die einzige Airline mit einer Direktverbindung vom BER nach Dubai. Condor will die Strecke ab dem 25. Oktober bedienen, Eurowings ab dem 1. November. Mit Emirates kommt damit ein weiteres Angebot für die Verbindung zwischen Berlin und dem internationalen Luftverkehrsdrehkreuz am Persischen Golf hinzu.

 

Quellen: Presse- und Informationsamt des Landes Berlin, Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, ver.di

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2 Kommentare

  1. Norbert 11. September 2026 at 13:06 - Reply

    Emirates nach Dubai wäre nicht zwingend notwedig gewesen. Da fliegen Condor und Eurowings ja schon hin und mit gut 6 Stunden Flugzeit ist das ja auch keine wirkliche Langstrecke. Und man muss ja in Dubai dann ohnehin nochmal umsteigen, wenn man z.B. nach Asien will. Eigentlich kann das nur der Anfang sein, dass man viel mehr nicht-EU Airlines erlaubt, Berlin anzufliegen.
    Thai Airways hat garantiert großes Interesse Bangkok-Berlin zu fliegen. Die Strecke ist unter airberlin damals immer gut gelaufen. Vietnam Airlines nach Hanoi und/oder Ho-Chi-Minh-Stadt ist 2-3x pro Woche sicher auch profitabel. Berlin könnte schon seit Jahren viel mehr Langstrecken haben, wenn die Bundesregierung endlich mal dem Lobbyismus der Lufthansa trotzen würde. Gab ja erst letztens eine Studie. 7 Langstrecken mehr ab Berlin können zu einem zusätzlichen Wirtschaftswachstum von über 2 Mrd. Euro in Berlin führen. Das Berliner Wirtschaftswachstum wird durch viel zu wenige Langstrecken strukturell und gewollt ausgebremst. Das sollte ein Ende haben. Es geht doch nur um Langstreckenflüge und die Lufthansa wird auch überleben, wenn weniger Passagiere ab Berlin über Frankfurt und München fliegen, um dann auf die Langstrecke zu gehen.

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