In Pankow soll die frühere Polizeischule in der Elsa-Brändström-Straße 51–53 zur Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete werden. Der Senat nennt Kapazität, Zeitplan, Belegung und offene Fragen zur sozialen Infrastruktur.

frühere Polizeischule

© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT (mit KI)

 

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Die frühere Polizeischule in der Elsa-Brändström-Straße 51–53 soll künftig als Regelunterkunft des Landesamts für Flüchtlingsangelegenheiten (LFU) genutzt werden. Der Senat beschreibt den Planungsstand als fortgeschritten. Derzeit bereiten die zuständigen Stellen die nötigen Vergabeschritte vor.

  • Bezirk: Pankow
  • Adresse: Elsa-Brändström-Straße 51–53
  • Gebäudetyp: ehemalige Polizeischule, früheres Bürogebäude
  • Projektstatus: Planungen fortgeschritten
  • Nutzung: Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete
  • Kapazität: maximal 187 Plätze
  • Fertigstellung: voraussichtlich II. Quartal 2027

Die Berliner Immobilienmanagement GmbH hatte das Objekt zunächst ab dem 1. September 2024 für drei Jahre angemietet. Ursprünglich prüfte das Land dort eine dezentrale Notunterkunft. Diese Linie gab der Senat später auf, weil Berlin die bestehende Ankommens- und Notunterbringung in Tegel weiter nutzt und stattdessen zusätzliche Plätze in der Regelstruktur schaffen will.

Umbau statt Abriss in der Elsa-Brändström-Straße

Für das Gebäude in der Elsa-Brändström-Straße liegt derzeit eine maximale Kapazität von 187 Plätzen vor. Tatsächlich sollen bei der Inbetriebnahme voraussichtlich 183 Plätze nutzbar sein, weil Neben- und Diensträume eingeplant werden müssen. Wohnungen entstehen dort nicht. Das frühere Bürogebäude soll eine Gemeinschaftsunterkunft mit Wohnheimstruktur werden.

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Der überwiegende Teil der Zimmer soll eine oder zwei Personen aufnehmen. Vier Zimmer sind für jeweils bis zu drei Personen geplant. Deshalb eignet sich das Haus vor allem für Einzelpersonen und kleinere Haushaltsgemeinschaften. Zur konkreten späteren Belegung gibt es noch keine abschließende Aussage.

Der Zeitplan hat sich gegenüber früheren Angaben verschoben. Der Hauptausschuss stimmte der Anmietungsvorlage am 4. Juni 2025 zu. Die Mietzeit soll vom 1. September 2027 bis zum 31. August 2034 laufen. Nach dieser Zustimmung begann die BIM mit der Planung der Herrichtungsmaßnahmen und mit der Einholung der notwendigen Baugenehmigung. Die Fertigstellung plant das Land für das zweite Quartal 2027. Die Inbetriebnahme soll im dritten Quartal 2027 folgen.

Pankow: Gemeinschaftsräume für integrative Angebote

Der künftige Betreiber soll sich mit bezirklichen Anlaufstellen, Beratungsangeboten, Familienförderung sowie Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen vernetzen. Außerdem soll eine Person für Ehrenamtskoordination benannt werden.

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Gemeinschaftsräume können nach Anmeldung für integrative Angebote genutzt werden, wenn Betreiber und LFU zustimmen. In jeder Regelunterkunft muss der Betreiber zudem Bestrebungen der Bewohnerinnen und Bewohner unterstützen, einen Bewohner-Rat zu bilden.

Eine alternative Nutzung des Gebäudes hat das Land nach eigenen Angaben nicht geprüft. Eine öffentliche Informationsveranstaltung soll vor der Inbetriebnahme stattfinden. Ein genauer Termin steht noch nicht fest. Das LFU will sich dazu mit dem Bezirk Pankow abstimmen.

 

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Quellen: Schriftliche Anfrage an das Abgeordnetenhaus Berlin, Drucksache 19/26208, Berliner Kurier

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9 Kommentare

  1. Silvia 28. Juni 2026 at 10:36 - Reply

    Es fehlen Sozialwohnungen an allen Ecken und Enden. Wieviel von euren Flüchtlingsbaracken stehen leer und können genauso genutzt werden

  2. Fabian 28. Juni 2026 at 19:24 - Reply

    Dies ist die vierte große Unterkunft für Geflüchtete in der unmittelbaren Umgebung der Elsa-Brändström-Str!

  3. Horg 28. Juni 2026 at 19:57 - Reply

    Als Wohnungsanlage kommt nicht in Frage?
    Warum soll Pankow noch mehr Flüchtlinge aufnehmen? Wir haben bereits mehr als andere Bezirke! Allein die Kriminalität im Neumann Center ist in den letzten Jahren explodiert. Handtaschendiebstahl und Raub ist nun mittlerweile dort Standard. Danke an unsere Grüne Bezirksbürgermeisterin von Pankow. Hier regieren aber nicht wohnen…Großes Kino. Bei der Herbstwahl bitte abwählen, danke.

    • Paul 30. Juni 2026 at 14:59 - Reply

      Cordelia Koch wohnt natürlich in Pankow! Aber mit der Planung von Unterkünften hat der Bezirk auch gar nix zu tun – schon oben steht, dass das LAndesamt dafür zuständig ist. Und die Landesregierung aus CDU und SPD können wir gern alle zusammen abwählen im Herbst.

  4. Anne 29. Juni 2026 at 07:31 - Reply

    Warum soll es keine werden? Was gebraucht wird, wird gebraucht. Also keine Ahnung warum Diebstahl direkt den Geflüchteten zugeordnet wird. Es gibt auch europaweit aktive Banden, die leben nicht in so einer Unterkunft. Und auch einheimische Bevölkerung wird kriminell.

  5. Katharina 29. Juni 2026 at 10:59 - Reply

    Ich finde ehrlicherweise auch, dass das zuviel ist. Warum? Weil hier überhaupt gar keine Integration möglich ist. Allein unser kleines Kiez ist inzwischen voll mit mindestens 3 grossen Unterkünften (Mühlenstrasse, Berliner Strasse neu neben Penny und Treskowstrasse). Wir reden hier also wirklich von hunderten Menschen, die integriert werden sollen. Pläne dazu gleich null! Was sollen die Menschen denn hier machen? Keine Jobs, keine Aussicht auf Wohnung, keinerlei soziales Umfeld wie Jugendclubs oder ähnliches vorhanden (oder schon voll), Sprachkurse werden nicht mehr gefördert und das sollen dann die ganzen kleinen sozialen Träger hier auffangen? „Der künftige Betreiber soll sich mit bezirklichen Anlaufstellen, Beratungsangeboten, Familienförderung sowie Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen vernetzen. Außerdem soll eine Person für Ehrenamtskoordination benannt werden.“ Zitat aus dem Artikel. Wer soll das denn machen? Stellt das Bezirksamt oder Labo dann auch dafür extra ein paar 100k zur Verfügung?

    Stattdessen werden die Menschen hier einfach ins Kiez gesetzt und sich selbst überlassen. Ein Gebäude schafft keinerlei Integration. Es ist wirklich ein Unding sowas zu planen ohne jegliche soziale Rückkopplung hier im Kiez!

  6. Lara 29. Juni 2026 at 16:25 - Reply

    Pankow wird rasant zum Ghetto. Der Spielplatz und Penny in der Berlinerstraße werden jetzt schon belagert mit “gelangweilten” Flüchtlingen. Das geht einfach nicht und wieder eine Unterkunft vorrangig für Einzelpersonen – “junge Männer”! Danach werden sie dann wieder in den gesobau Wohnungen verteilt. Und beim Bezirk muss man betteln, dass der Upsalaclub erhalten bleib, wenn sie denn mal zu machen, weiß man ja wer einzieht… “ach schau ein ungenutztes Gebäude!” und das im Familienreichsten Bezirk

  7. Chrissy 30. Juni 2026 at 18:18 - Reply

    Ich kann mich nur allem anschließen. Lange WAR Pankow einer der schönsten Bezirke aber nachdem hier immer mehr Unterkünfte für geflüchtete Menschen eingerichtet werden verkommt der Bezirk immer mehr. Überfälle der Geschäfte, Diebstahl, Müll an jeder Ecke, Sperrmüll in großen Mengen. Es ist zum Heulen. Einer der familienreichsten Bezirke und nichts wird mehr in Bildung oder bezahlbare ( und nicht sozialgeförderte ) Wohnungen investiert. Immer mehr schwinden in den Speckgürtel oder noch weiter weg.
    Berlin hat viel gewonnen, wenn hier nur noch Menschen sind die nichts der Gesellschaft beitragen wollen oder auch können. Denn wer nicht arbeiten darf, muss ja kriminell werden. Aber das verstehen ja Leute in den oberen Rängen mit den Kindermädchen und großen Wohnungen eh nicht. Hauptsache beide „Normalverdiener“ zahlen eine horende Miete, leben zu viert in 3 Zimmern um sich noch Essen leisten zu können und evtl den 3 Tages Sommerurlaub.
    Es ist kein Wunder das alle nur noch Frust schieben. Aber auch dieses Kommentar werden die entscheidenden Personen nicht lesen. Hey

  8. Sabrina H 1. Juli 2026 at 02:02 - Reply

    Man muss nicht mal rechts der Mitte stehen, um diese Entscheidung zu kritisieren. Das Viertel rund um die Neumannstraße ist bereits sozial und finanziell eher ein Schwieriges. Dort nun eine Unterkunft zu errichten, die qua Zimmeraufteilung nicht die ukrainische Familie aufnehmen wird, sondern wie so oft vermutlich allein reisende junge Männer (junge Männer haben unabhängig von Herkunft nun mal statistisch die größte Kriminalitäsaffinität, ob aus Marzahn oder Kabul), kann nicht gut durchdacht sein. Gerade in einer Ecke, die bereits mehrere Großunterkünfte hat. Und das in einer politisch aufgeheizten Lage, in der Rechtsextreme selbst in Berlin in den Prozentzahlen vorne mitspielen – in einer liberalen Großstadt. So gibt man den Menschen doch wieder Futter: Undurchdacht und ohne das Gesamtbild im Auge zu behalten, das Geld für Integration wird gerade fröhlich gestrichen, leben müssen mit dem Ergebnis dann Nachbarn und die Schulen / Geschäfte vor Ort. Vielleicht überlegt man ja nochmal, das Gebäude umzustruktieren, Wohneinheiten draus zu machen, in denen man gezielt Familien unterbringen kann. Und dann auch nicht nur Familien aus den ärmsten Regionen der Welt, sondern dass man das mischt. Die Kitas haben genug Plätze, lediglich Spielplätze bräuchte es dann mehr.

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