Das Großprojekt Elisabeth-Aue geht in die nächste Phase: Ein Siegerentwurf für das neue Stadtquartier in Pankow steht fest. Auf 73 Hektar sollen rund 5.000 Wohnungen entstehen, eingebettet in ein nachhaltiges und gemischt genutztes Umfeld. Der prämierte Entwurf setzt dabei auf grüne Anger-Kieze und einen zentralen Park als verbindendes Element.

Die Planungen für die Elisabeth-Aue gehen in die nächste Phase. Der prämierte Entwurf setzt auf vier Anger-Kieze und einen zentralen Park als Rückgrat des Quartiers. / © Visualisierung: Hosoya Schaefer Architects AG / AgenceTer.de GmbH, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
© Titelbild: Hosoya Schaefer Architects AG / AgenceTer.de GmbH, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
Das kooperative Werkstattverfahren für das geplante Pankower Stadtquartier an der Elisabeth-Aue ist am 26. März 2026 erfolgreich abgeschlossen worden, wie am Freitag die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen mitteilte.
Damit geht eines der größten Stadtentwicklungsprojekte im Nordosten Berlins in die nächste Phase. Aus vier weiterentwickelten Entwürfen hat die Jury den Beitrag von Hosoya Schaefer Architects AG gemeinsam mit AgenceTer.de GmbH Landschaftsarchitekten als Grundlage für die weiteren Planungen ausgewählt.
Elisabeth-Aue: 73 Hektar für ein neues Wohnquartier in Pankow
Auf der rund 73 Hektar großen, landeseigenen Fläche soll ein gemischtes und nachhaltiges Stadtquartier entstehen. Vorgesehen sind etwa 5.000 Wohnungen sowie ergänzende Nutzungen wie Dienstleistungen, Einzelhandel, Büros, Schulen und soziale Infrastruktur.
Ziel ist ein Quartier der kurzen Wege, das Wohnen, Arbeiten und Versorgung eng miteinander verzahnt. Dabei spielen ökologische Aspekte und eine qualitätsvolle Freiraumgestaltung eine zentrale Rolle, wie die Projektinitiatoren immer wieder versichern.
Wohnungsbau in Pankow: Internationaler Wettbewerb mit breiter Beteiligung
Grundlage der Entscheidung ist ein städtebaulich-freiraumplanerischer Wettbewerb, den die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen gemeinsam mit der Entwicklungsgesellschaft Elisabeth-Aue GmbH ausgelobt hatte. Insgesamt zwölf Planungsteams aus Deutschland und Europa nahmen daran teil.
Unter dem Vorsitz von Prof. Kunibert Wachten wurden zunächst vier Entwürfe prämiert, die anschließend im Rahmen eines kooperativen Werkstattverfahrens weiter ausgearbeitet wurden. Dabei flossen neben fachlichen Bewertungen auch Hinweise aus der Öffentlichkeit ein.
Neues Quartier Elisabeth-Aue: Grüne Anger-Kieze als prägendes Strukturprinzip
Der nun ausgewählte Entwurf überzeugt laut Jury durch eine klare städtebauliche Struktur und eine hohe Aufenthaltsqualität. Vorgesehen sind vier sogenannte Anger-Kieze, die durch großzügige Grünräume miteinander verbunden sind.
Ein zentraler Park bildet dabei das Rückgrat des Quartiers und vernetzt die einzelnen Teilbereiche. Dieses Konzept soll nicht nur eine hohe Wohnqualität schaffen, sondern auch auf die klimatischen und ökologischen Anforderungen eines neuen Stadtquartiers reagieren.
Nächste Schritte in der Planung stehen an
Mit der Entscheidung für den Siegerentwurf beginnt nun die Phase der weiteren Konkretisierung. Auf Basis des ausgewählten Konzepts sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen und die nächsten Schritte für die Umsetzung vorbereitet werden.
Das Projekt Elisabeth-Aue bleibt damit eines der zentralen Vorhaben der Berliner Stadtentwicklung. Auf dem landeseigenen Grundstück sollen die Wohnungsunternehmen Gesobau und Howoge sowie Genossenschaften und Baugruppen mindestens 50 Prozent bezahlbaren und gemeinwohlorientierten Wohnraum realisieren, so die Vorgabe des Senats.
Quellen: Hosoya Schaefer Architects AG / AgenceTer.de GmbH, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Entwicklungsgesellschaft Elisabeth-Aue GmbH
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8 Kommentare
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Achtung !!! Alle Teilnehmer der Entwickler,
auch der Senat von Berlin sind darüber informiert, dass der Boden der Felder an der Elisabeth Aue hochgradig verseucht ist !! Man riskiert hier, bewusst, die Gesundheit der Anwohner, der Bauarbeiter und letztlich der neuen Mieter. Dieses Feld war bis August 1985 ein Rieselfeld. Auf dem aber nicht nur normales Hauswasser verrieselt wurde , sondern auch belastetes Industriewasser , aus dem damaligen Westberlin. ZB. von Siemens, Schering, Borsig. Somit wurden und sind im Boden sämtliche Schadstoffe / Schwermetalle nachweisbar. Wurde bereits von Anwohner gemacht und mehrfach weitergeleitet.
Auch nachweisbar sind die Schadstoffe bereits bei Anwohner , die durch den Bau der Flüchtlingsunterkunft belastet wurden.
Wird man halt bissel was abtragen müssen. Ein paar Schadstoffe innerhalb der Grenzwerte sind überall in einer Großstadt normal.
Und wenn es so schlimm wäre, warum wurde es dann weiterhin als Feld genutzt und ist nicht abgesperrt? Ich werde das Gefühl nicht los, dass es hier nur um das überliche „nicht in meiner Nachbarschaft“ geht. Leute in Eigenheimen in Großstädten, die sich gegen die Wohnbebauung auf Flächen in ihrer nähe wehren, sind priviligierte Egoisten.
Privilegierte Egoisten verbitte ich mir. Wir sind nicht ohne Grund raus aus der Stadt gezogen! Und mit diesem Projekt wird unser naturschutzgebiet noch mehr belastet werden!
Blankenfelde ist immernoch vollständig in der Stadt Berlin. Wer „raus aus der Stodt“ zeiehen möchte, muss mindestes nach Brandenburg :)
Das sieht doch ganz nett aus. Zumindest nicht nach Platte Marzahn, dafür mit viel Grün und Raum. Hoffentlich bleibt das Wohnen bezahlbar auch für sozial schwächere Menschen und wird bunt und divers. Problem bleibt die fehlende Infrastruktur und Verkehrsanbindung.
Wer meint, in Marzahn gäbe es kein „Grün und Raum“, der kennt Marzahn nicht und wiederholt lediglich Klischees – wie langweilig.
Wenn heute weniger Grün und Raum existieren, dann, weil nach der Wende etliche Bäume gerodet wurden und weiterhin gerodet werden und die Innenhöfe zunehmend mit neuem Wohnungsbau zugepflastert werden, ungeachtet der Bebauungspläne, die seinerzeit viel Grün und Raum vorsahen. Viele Marzahner wehren sich, die Senatsbauverwaltung ignoriert das und behauptet, es gäbe keine Bebauungspläne, die man beachten müsse.
Wie sollten auch in den 80er Jahren in der DDR B-Pläne nach westdeutschem Muster existieren?
Wie schön, dass es den Gummi-Paragrafen §34 BauGB gibt …
Achtung !!! Alle Projektbefürworter und Gegner,
um den Bau der Elisabeth-Aue zu verhindern werden immer wieder Aktionen wie die von Olaf Wegner gestartet, die Angst und Wut erzeugen sollen mit dem Ziel, die dringend benötigte Wohnraumentwicklung zu verhindern. Es werden bei allen Stadtentwicklungsprojekten grundsätzlich immer Untersuchungen zu Bodenbelastungen und bei Erfordernis Maßnahmen zur Bodenssanierung durchgeführt. Also keine Panik, wenn hier jemand NIMBY-getrieben verunsichern will.
Die Fläche gehört der Stadt Berlin. Ich als Uraltbuchholzer verstehe die jahrelange Verschleppung auch durch die Politik nicht, da die Gegend auch verkehrsgünstig gelegen ist. Wichtig ist erstmal ein Schulbau, und dann bezahlbaren Wohnraum. Bitte zügig beginnen.