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Der chinesische Konzern Dreame Technology erwägt, eine weitere Elektroautofabrik in Brandenburg zu errichten. Noch sind die Pläne vage, doch die Dimensionen könnten Tesla übertreffen. Ein 430 Hektar großes Areal bei Fürstenwalde steht dabei im Fokus.

Brandenburg könnte neben Tesla einen weiteren E-Autohersteller bekommen. Dreame Technology prüft eine Ansiedlung und sorgt für Diskussionen über Chancen und Risiken. / © Foto: Depositphotos.com

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Vor wenigen Wochen berichteten mehrere Medien übereinstimmend, dass der US-Autobauer Tesla seine Präsenz in der Hauptstadtregion weiter ausbauen will und ein europäisches Entwicklungszentrum im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick plant.

Auf einem bislang ungenutzten Industriegelände soll ein Standort entstehen, der Forschung und Entwicklung in den Bereichen Fahrzeugtechnik, Antriebssysteme und Materialinnovationen bündelt. Fraglich ist noch, um welches Areal es sich dabei handelt. Nun gibt es bereits Gerüchte über eine weitere Ansiedlung eines ausländischen Autokonzerns in der Hauptstadtregion.

Chinesischer Autobauer Dreame Technology prüft Ansiedlung in der Hauptstadtregion

Das chinesische Unternehmen Dreame Technology prüft nach übereinstimmenden Medienberichten, nahe Berlin eine Fabrik für Elektroautos zu errichten. Nach Angaben des Unternehmenschefs Yu Hao war ein Team des Konzerns bereits vor Ort, um Flächen und Rahmenbedingungen zu besichtigen.

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Dreame begründet das Interesse mit der ausgereiften Lieferkette für Automobilkomponenten in der Region. Zudem liege der potenzielle Standort in unmittelbarer Nähe zum Tesla-Werk in Grünheide, das seit seiner Eröffnung eine neue Dynamik in die brandenburgische Industrie gebracht hat.

Dreame: Pläne für Werk nahe Fürstenwalde auf einem 430 Hektar großen Gelände

Ins Gespräch gebracht wurde ein 430 Hektar großes Areal zwischen Fürstenwalde und Langewahl. Nach Einschätzung von Beobachtern könnte die Fläche sogar größer ausfallen als diejenige, die Tesla derzeit in Grünheide nutzt.

Berichte deuten darauf hin, dass eine Produktion bereits ab 2027 beginnen könnte. Angesichts der noch sehr frühen Planungsphase und der Tatsache, dass das Unternehmen bisher vor allem Haushaltsgeräte fertigt, wird diese Zielmarke jedoch von Experten als sehr ambitioniert bewertet.

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Staubsaug- und Mähroboter aus China: Von Haushaltsgeräten zu Luxus-Elektroautos

Dreame Technology ist bislang vor allem für Staubsaug- und Mähroboter bekannt. Erst vor kurzem kündigte das Unternehmen an, mit der Marke Dreame Cars künftig auch Luxusfahrzeuge entwickeln und produzieren zu wollen.

Nach Unternehmensangaben sind inzwischen fast 1.000 Beschäftigte im Automotive-Bereich tätig. Das erste Luxusmodell soll bereits 2027 auf den Markt kommen und im Januar auf der Technikmesse CES in den USA vorgestellt werden.

Neuansiedlung in der Hauptstadtregion? Zurückhaltung der Landesregierung in Potsdam

Ministerpräsident Dietmar Woidke bestätigte zwar, dass es Gespräche zwischen der Landesregierung und dem Unternehmen gibt. Er betonte jedoch, dass solche Vorhaben gründlich und in Ruhe vorbereitet werden müssten.

Auch das Brandenburger Wirtschaftsministerium äußerte sich zurückhaltend. Es erklärte, man kommentiere grundsätzlich keine laufenden Ansiedlungsüberlegungen, beobachte die Branchenentwicklung aber sehr genau.

Weitere Autofabrik im Berliner Umland: Skepsis von Experten und Bürgerinitiativen

Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer äußerte sich kritisch zu den Plänen. Er erklärte, man sei von chinesischen Herstellern bereits Ankündigungen in großem Stil gewohnt, die in der Realität häufig nur teilweise umgesetzt würden.

Auch von Umweltinitiativen gibt es erste kritische Stimmen. Wie schon bei der Tesla-Ansiedlung wird ein hoher Bedarf an Wasser, Energie und Arbeitskräften befürchtet. Zudem stehen mögliche Auswirkungen auf das Grundwasser im Raum. Sollte das Projekt tatsächlich umgesetzt werden, könnte Brandenburg einen weiteren globalen Akteur der Elektromobilität gewinnen. Noch sind diese Spekulationen allerdings Zukunftsmusik.

Quellen: Der Tagesspiegel, Berliner Morgenpost, Dreame Technology, Tesla

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One Comment

  1. a.tirpitz 24. September 2025 at 09:56 - Reply

    „Ministerpräsident Dietmar Woidke bestätigte zwar, dass es Gespräche zwischen der Landesregierung und dem Unternehmen gibt. Er betonte jedoch, dass solche Vorhaben gründlich und in Ruhe vorbereitet werden müssten.“…Haha, Chinesen und etwas in Ruhe vorbereiten!…Nice Joke!… Das kann er schlicht vergessen. Ich kenne keinen Chinesen, der was in Ruhe vorbereitet…

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