In Königs Wusterhausen konkretisiert sich der Bau eines neuen Einsatztrainingszentrums für die Generalzolldirektion. Nach Angaben der Bundesimmobilien beginnen die Arbeiten im Mai 2026 mit dem Tiefbau, die Fertigstellung ist weiterhin für 2028 vorgesehen. Bundesweit befinden sich mehrere weitere Standorte bereits im Bau.

Zu sehen ist eine Luftaufnahme des weitläufigen Entwicklungsareals in Königs Wusterhausen.

Das Areal „Königspark“ in Königs Wusterhausen umfasst rund 56 Hektar und soll sich zu einem gemischt genutzten Quartier entwickeln. Ein Teil des Geländes wurde an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben veräußert, die dort ein Einsatztrainingszentrum für den Zoll errichten wird. / © Foto: Periskop Partners

© Visualisierung Titelbild: Periskop Partners

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Im brandenburgischen Königs Wusterhausen beginnt der Bau eines Einsatztrainingszentrums (ETZ) für die Generalzolldirektion. Wie die Bundesimmobilien auf Nachfrage von ENTWICKLUNGSSTADT mitteilten, starten die Arbeiten Anfang Mai 2026 offiziell mit dem Tiefbau. Die Hochbauarbeiten sollen Ende Juli 2026 folgen. Eine feierliche Grundsteinlegung ist für den 6. Mai vorgesehen.

Derzeit laufen auf dem Grundstück vorbereitende Maßnahmen. Artenschutzrechtliche Vorgaben, darunter die Umsiedlung vorgefundener Fauna, sind abgeschlossen. Bereits im November 2025 begannen Rodungsarbeiten, die Baufeldherrichtung soll im Mai 2026 beendet sein. Nach aktuellem Kenntnisstand werde der Zeitplan eingehalten und die Fertigstellung sei weiterhin für 2028 vorgesehen. Zu den Gesamtkosten äußerte sich die Bundesimmobilien nicht und bat um Verständnis, dass Einzelkosten nicht veröffentlicht würden.

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ETZ Berlin-Brandenburg: Neuer Standort im Königspark Dahme-Spreewald

Das ETZ in der Bedarfsregion Berlin-Brandenburg war ursprünglich an einem anderen Standort geplant. Dieser sei jedoch aufgrund erhöhter Realisierungsrisiken als unwirtschaftlich bewertet worden. Die Umsetzung in Königs Wusterhausen könne nun ohne wesentlichen Zeitverzug und ohne Mehrkosten erfolgen, so die Bundesimmobilien. Anpassungen betreffen vor allem die Positionierung der Gebäude auf dem Grundstück, die an den Zuschnitt der Liegenschaft angepasst wurde.

Das Grundstück im Quartier „Königspark“ wurde von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) erworben. Als Totalunternehmer ist das Unternehmen GOLDBECK mit der schlüsselfertigen Realisierung beauftragt. Der Standort liegt rund 27 Kilometer südöstlich von Berlin im Landkreis Dahme-Spreewald. Die Stadt gilt als wachsender Wohn- und Wirtschaftsstandort im Berliner Umland.

Elf Zoll-Einsatztrainingszentren: Serielles Bauprogramm der Bundesimmobilien

Das Projekt in Königs Wusterhausen ist Teil eines bundesweiten Bauprogramms. Insgesamt entstehen elf Einsatztrainingszentren für die rund 13.000 bewaffneten Einsatzkräfte des Zolls. Die Gebäude sollen Sporthalle, Einsatztrainingshalle und Raumschießanlage umfassen. Ziel ist es, Trainingsbedingungen zu vereinheitlichen und dauerhaft zu sichern.

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Die Umsetzung erfolgt in serieller Bauweise. Geplant sind weitgehend identische Gebäude, die an unterschiedliche Grundstückszuschnitte angepasst werden. Nach Angaben der Bundesimmobilien befinden sich derzeit sechs der elf Teilprojekte im Bau, teilweise läuft bereits der Innenausbau. An fünf weiteren Standorten finden bauvorbereitende Maßnahmen wie Artenschutz, Dekontamination oder Medienerschließung statt. Die Planungsphasen seien abgeschlossen.

ETZ-Fertigstellungen ab 2027: Zeitplan für Beckum, Kümmersbruck, Eppingen und Königs Wusterhausen

Die Fertigstellungen der Standorte sind zeitlich gestaffelt. Als erste Projekte sollen Beckum (Nordrhein-Westfalen), Kümmersbruck (Bayern) und Eppingen (Baden-Württemberg) im dritten Quartal 2027 abgeschlossen werden. Für Königs Wusterhausen bleibt das Zieljahr 2028 bestehen.

Die Einsatztrainingszentren sollen technisch-funktionale, ökologische und wirtschaftliche Standards erfüllen. Vorgesehen sind energieeffiziente Bauweisen sowie nachhaltige Konzepte für Bau und Betrieb. Durch die serielle Planung sollen Skaleneffekte genutzt und Termine optimiert werden. Mit dem nun anstehenden Baustart in Königs Wusterhausen erreicht das Programm in der Region Berlin-Brandenburg eine konkrete Umsetzungsphase.

Quellen: Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, Bastmann + Zavracky GmbH Architekten und Generalplaner, Periskop Partners AG

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