Der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf möchte seine Straßenbäume besser schützen. Dabei setzt die Initiative Fritschestraße auf „Beeten“: mit Totholzhecken, Wildstauden und sogenannten Pinkelsteinen sollen kleine Baumbeete zu widerstandsfähigen Grünflächen werden.

Mehrere Stadtbäume säumen eine Straße in Charlottenburg.

Begrünte Baumscheiben sollen Stadtbäume im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf künftig besser vor Hitze, Trockenheit und Belastungen im Straßenraum schützen. / © Foto: depositphotos.com

© Titelbild: Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf

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Ein Baum am Straßenrand hat es in der Stadt nicht leicht: Hitze, Trockenheit und verdichtete Böden setzen den Pflanzen zu; hinzu kommt die Nutzung der kleinen Flächen rund um die Stämme. In Charlottenburg-Wilmersdorf soll ein ungewöhnliches Konzept Abhilfe schaffen: Mit dem Projekt „Berliner Baumbeet mit Pinkelstein“ werden aus kahlen Baumscheiben kleine, geschützte Grünflächen.

Die Idee stammt von der Initiative Fritschestraße und dem Fachbereich Grün des Straßen- und Grünflächenamts. Über drei Jahre wurde das Konzept an mehr als 40 Standorten erprobt und weiterentwickelt. Der Name ist dabei Programm: Eine niedrige Totholzhecke grenzt das Beet ab, größere Steine an den Ecken sollen Hunde davon abhalten, den Baum oder die Pflanzen zu markieren.

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Zum Schutz der Straßenbäume: Totholz, Wildstauden und ein freier Streifen

Die Einfriedung besteht aus Totholz und Stahl-Erdhaken. Sie schützt die Bepflanzung, bleibt flexibel und bietet zugleich zusätzlichen Lebensraum für Insekten. Gepflanzt werden vor allem heimische, robuste und trockenheitsverträgliche Wildstauden. Empfohlen wird eine Mischung aus etwa 90 Prozent einer heimischen Wildstaudenart und zehn Prozent heimischem Gras.

Auch für Hunde ist ein Bereich vorgesehen: Ein schmaler, freibleibender Streifen soll als „Kackstreifen“ dienen und das Aufsammeln für Halter erleichtern. Die sogenannten Pinkelsteine wiederum sollen dafür sorgen, dass die Markierung möglichst an den Steinen statt direkt am Baum oder in der Bepflanzung landet.

Auf diese Weise entstehen auf wenigen Quadratmetern kleine, artenreiche Grünflächen. Sie können den Boden rund um Straßenbäume schützen, Lebensraum für Insekten schaffen und zur Anpassung des Straßenraums an Hitze und Trockenheit beitragen. Das Projekt wurde 2025 für den European Award for Ecological Gardening nominiert; auch andere europäische Städte haben Interesse an dem Ansatz gezeigt.

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Ab 2027 sollen Baumbeete leichter gepflegt werden können

Der Bezirk sieht das Projekt auch mit Blick auf die künftige Baumbeetpflege in Berlin. Nach Angaben des Bezirksamts sieht das Berliner Klimaanpassungsgesetz vor, dass Berlinerinnen und Berliner ab dem 1. Dezember 2027 Baumbeete anlegen und pflegen dürfen. Charlottenburg-Wilmersdorf will dafür bereits jetzt entsprechende Strukturen vorbereiten.

 

Quellen: Einfach Beeten, Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf 

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One Comment

  1. Hans Dampf 3. September 2026 at 12:35 - Reply

    Sehr gutes Projekt!

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