Mit dem Stadtteilcampus am Schlaatz steht eines der größten Bildungsbauprojekte der kommenden Jahre in Potsdam vor einer wichtigen Wegmarke. Jetzt wurden die Entwürfe aus dem städtebaulichen und hochbaulichen Wettbewerb öffentlich vorgestellt und geben einen konkreten Eindruck davon, wie sich der Stadtteil verändern könnte.

Das Bild zeigt eine Luftaufnahme des Stadtteils Schlaatz mit Blick auf Wohnblöcke, Kleingärten und die angrenzende Potsdamer Innenstadt im Hintergrund.

Der Stadtteilcampus wird im Schlaatz auf einer zentral gelegenen Fläche zwischen bestehenden Wohnquartieren, Grünräumen und Sportanlagen verortet und soll als verbindendes Element zwischen Nachbarschaft, Bildung und öffentlichem Freiraum wirken. / © Foto: Landeshauptstadt Potsdam / Barbara Plate

© Foto Titelbild: Landeshauptstadt Potsdam / Friederike Herold

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Ein geplanter Stadtteilcampus im Potsdamer Wohngebiet Schlaatz soll Bildung, Freizeit und Nachbarschaft enger miteinander verbinden. Ziel ist es, mehrere Schulen, Sportflächen und soziale Einrichtungen auf einem zusammenhängenden Areal zu bündeln und gleichzeitig neue Freiräume für den Stadtteil zu schaffen. Grundlage dafür ist ein Wettbewerb, dessen Ergebnisse nun vorgestellt wurden.

Wettbewerb mit klaren Leitlinien: Worauf die Jury besonderen Wert lag

Insgesamt 14 Teams aus Architektur und Landschaftsplanung hatten Entwürfe für den neuen Campus eingereicht. Die Aufgabenstellung war anspruchsvoll und umfasste neben der Sanierung und Erweiterung der Weidenhof-Grundschule für den Ganztagsbetrieb auch die bauliche Qualifizierung des Bürgerhauses als multifunktionales Stadtteilzentrum sowie die räumliche Anpassung für den Jugendclub Alpha. Zudem sollen ergänzende Neubauten für zusätzliche Bedarfe und klimaangepasste und attraktive Freianlagen entstehen.

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Neben funktionalen Schulbauten sollten auch städtebauliche Antworten auf die besondere Lage des Areals gefunden werden. Der Campus liegt eingebettet zwischen bestehenden Wohnquartieren und Grünräumen und soll künftig besser in den Stadtteil eingebunden sein.

Bildung als Motor der Quartiersentwicklung: Schulen und Sporthallen sollen in Alltagsleben integriert werden

Die Jury legte bei ihrer Bewertung Wert auf eine klare räumliche Ordnung, gute Wegebeziehungen und flexible Nutzungen. Besonders positiv wurden Konzepte gesehen, die nicht nur Schulhöfe, sondern auch öffentlich zugängliche Freiflächen vorsehen. Damit soll der Campus auch außerhalb der Unterrichtszeiten ein Ort für Begegnung bleiben.

Die prämierten Entwürfe zeigen unterschiedliche architektonische Handschriften, folgen aber einem gemeinsamen Ansatz. Gebäude sollen überschaubar bleiben und sich in ihrer Maßstäblichkeit an der Umgebung orientieren. Offene Erdgeschosszonen, Sichtachsen und grüne Höfe sollen Schwellen abbauen und den Campus stärker in das Alltagsleben des Viertels integrieren.

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Schrittweise Umsetzung geplant: Baubeginn im für Stadtteilcampus Schlaatz ab 2028

Mit dem Stadtteilcampus entsteht die Chance, dem Schlaatz ein neues räumliches und soziales Zentrum zu geben. Die vorgestellten Entwürfe machen deutlich, dass Bildung hier nicht isoliert gedacht wird, sondern als Teil eines lebendigen Quartiers. Ob und wie sich diese Ansprüche im weiteren Planungsprozess bewähren, wird sich in den kommenden Jahren zeigen. Fest steht jedoch, dass der Campus ein prägendes Element für die Zukunft des Stadtteils werden soll.

Nach der Vorstellung der Entwürfe beginnt nun eine Phase der Verhandlung. Baubeginn für den Stadtteilcampus Schlaatz ist nach derzeitiger Planung ab 2028 vorgesehen. Wenn alles gut läuft, könnte er bis 2030 fertig sein.

Quellen: Landeshauptstadt Potsdam, Competitionline, Wir machen Schlaatz, Der Tagesspiegel

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