Am Rand des Bucher Forsts nimmt ein neues Wohnquartier Gestalt an. In Berlin-Buch hat der Projektentwickler Bonava nun den Vertrieb der ersten Eigentumswohnungen im Quartier „Waldpanorama“ gestartet, das bis 2030 rund 450 Wohnungen umfassen soll.

Auf dem historischen Klinikareal in Berlin-Buch ist in den vergangenen Jahren das Wohnviertel “Ludwig-Hoffmann-Quartier” entstanden. Doch das Areal wird noch immer sukzessive weiterentwickelt. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Titelbild: Bonava
Am nördlichen Rand Berlins, wo die Stadt langsam in die Waldlandschaft des Bucher Forsts übergeht, liegt ein Areal, das in den vergangenen Jahren bereits einen tiefgreifenden Wandel erlebt hat. Nun beginnt dort ein weiteres Kapitel: Im Ludwig-Hoffmann-Quartier in Berlin-Buch startet der Projektentwickler Bonava die Vermarktung eines neuen Bauabschnitts, bei dem bis 2030 insgesamt rund 450 Wohnungen entstehen.
Das rund 39.000 Quadratmeter große Grundstück gilt als letzte freie Entwicklungsfläche innerhalb des Ludwig-Hoffmann-Quartiers. Auf dem früheren Krankenhausareal wurden in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Wohnungen sowie soziale und schulische Einrichtungen realisiert. Mit dem neuen Bauvorhaben soll die Entwicklung des Quartiers abgeschlossen werden.
Ludwig-Hoffmann-Quartier: Erste Eigentumswohnungen nun im Verkauf
Zum Auftakt der Vermarktung bietet Bonava 18 Eigentumswohnungen an. Sie sind Teil von insgesamt 182 Eigentumswohnungen, die im Quartier entstehen sollen. Die Wohnungsgrößen reichen von 47 bis 112 Quadratmetern. Alle Einheiten verfügen über einen Balkon oder eine Terrasse. Die Übergabe der ersten Wohnungen ist nach Angaben des Unternehmens für März 2028 vorgesehen.
Geplant ist ein Nutzungsmix aus Eigentumswohnungen, möblierten Apartments sowie Wohnangeboten für Senioren. Damit richtet sich das Projekt an unterschiedliche Zielgruppen, von Singles und Paaren bis hin zu Familien und älteren Menschen. Die Wohngebäude bilden den nördlichen Bereich des Ludwig-Hoffmann-Quartiers und grenzen unmittelbar an ein Waldgrundstück an.
„Waldpanorama“: Weitgehend autofreies Quartier mit neuer Energieversorgung
Neben den Wohngebäuden sind zwei Tiefgaragen vorgesehen. Gleichzeitig soll das Quartier weitgehend autofrei gestaltet werden. Zufahrten werden durch Schranken geregelt, wodurch der Durchgangsverkehr reduziert werden soll. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität innerhalb des Wohngebiets zu erhöhen.
Für die Energieversorgung setzt Bonava auf ein sogenanntes Kaltes Nahwärmenetz mit Geothermiesonden. Die Wärmeversorgung soll damit ohne fossile Brennstoffe auskommen. Das Unternehmen verweist auf eine langfristig unabhängige und lokal erzeugte Energieversorgung der Gebäude.
Auch die bestehende Infrastruktur zählt zu den Standortvorteilen des Quartiers. In unmittelbarer Umgebung befinden sich mehrere Kitas, Schulen und soziale Einrichtungen. Hinzu kommen Sportangebote, Spielplätze sowie Einkaufsmöglichkeiten. Über den nahegelegenen S-Bahnhof Buch besteht zudem eine direkte Anbindung an die Berliner Innenstadt.
Archäologische Funde auf dem Baugelände in Berlin-Buch
Bereits vor Beginn der Bauarbeiten rückte das Areal aus einem anderen Grund in den Fokus. Bei vorbereitenden Untersuchungen wurden auf Teilen des Grundstücks Spuren einer bronzezeitlichen Siedlung entdeckt. Archäologen fanden unter anderem eine Feuerstelle, eine Kochstelle sowie Tonscherben.
Die Funde wurden in Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt dokumentiert, bevor die Arbeiten fortgesetzt werden konnten. Damit verbindet das neue Wohnquartier nicht nur die Entwicklung eines ehemaligen Krankenhausstandorts mit neuen Wohnangeboten, sondern auch ein Stück deutlich ältere Siedlungsgeschichte des Berliner Nordostens.
Quellen: Bonava via Instagram, Konii
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