Das Bauprojekt „EDGE Friedrichspark“ in Berlin-Friedrichshain hat einen weiteren Meilenstein erreicht. Die markanten grünen Fassadenelemente werden derzeit installiert, während der Rohbau inzwischen seine volle Gebäudehöhe erreicht hat. Das Vorhaben auf dem Gelände des ehemaligen Wriezener Bahnhofs zeigt deutlich, wie sich das Areal Schritt für Schritt zu einem neuen Büro- und Gewerbestandort entwickelt.

Aktuell sind die Arbeiten am Rohbau weit fortgeschritten und die grünen Fassadenelemente zu großen Teilen schon angebracht. Der Innenausbau läuft parallel und das Gebäude soll bis Frühjahr 2026 bezugsfertig sein. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
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© Visualisierung Titelbild: EDGE Technologies
Am Berliner Ostbahnhof wächst eines der derzeit größten Büroprojekte der Hauptstadt sichtbar in die Höhe. Der Rohbau des „EDGE Friedrichspark“ ist in weiten Teilen abgeschlossen und zeigt erstmals seine endgültigen Dimensionen. Aktuell werden die markanten grünen Fassadenelemente montiert, die dem Neubau künftig sein charakteristisches Erscheinungsbild verleihen sollen.
Mit dem Fortschritt am Bau wird deutlich, welches Volumen der neue Gebäudekomplex einnimmt. Auf dem 14.000 Quadratmeter großen Grundstück des ehemaligen Wriezener Bahnhofs entsteht ein Ensemble aus mehreren Gebäudeteilen mit insgesamt rund 36.500 Quadratmetern Nutzfläche. Der Entwickler EDGE Technologies realisiert das Projekt gemeinsam mit dem Architekturbüro GRAFT.
„EDGE Friedrichspark“ erreicht volle Höhe: Grüne Fassade prägt das neue Stadtquartier
Der Rohbau des Bürokomplexes hat mittlerweile seine volle Höhe erreicht. Schalungen, Stützen und Betondecken prägen das Bild der Baustelle, während parallel bereits die ersten Fassadenelemente angebracht werden. Diese bestehen aus grün schimmernden Paneelen, die das Gebäude optisch strukturieren und an die umgebende Parklandschaft anlehnen.
Zugleich wird auf dem Gelände weiter intensiv gearbeitet. Im Inneren des Gebäudes laufen die technischen Installationen, während im Außenbereich die Gestaltung der Wege und Freiflächen vorbereitet wird. Ziel ist es, das gesamte Projekt bis Anfang 2026 bezugsbereit zu machen.
Architektur mit Konzept: Passage und Stadtplätze vernetzen den Friedrichspark
Die Architektur des „EDGE Friedrichspark“ setzt auf eine klare, funktionale Gliederung. Im Erdgeschoss sind öffentliche Nutzungen wie Einzelhandel, Gastronomie oder Sportangebote vorgesehen. Die oberen Etagen werden für moderne, flexibel gestaltbare Büroflächen genutzt, die sowohl klassische Arbeitsumgebungen als auch offene und hybride Konzepte ermöglichen.
Zwischen den Gebäuden entsteht eine diagonal verlaufende Passage, die zwei neue Stadtplätze miteinander verbindet. Sie soll die benachbarte Parkfläche des Wriezener Parks einbinden und das Areal für die Öffentlichkeit zugänglich machen. Darüber hinaus ist eine begrünte Brückenkonstruktion geplant, die Tageslicht in die tieferliegenden Ebenen lenkt.
CO₂-neutraler Betrieb: „EDGE Friedrichspark“ setzt auf Eisspeicher, Wärmepumpen und Solarenergie
Das Projekt soll vollständig CO₂-neutral betrieben werden. Zum Einsatz kommen unter anderem ein Eisspeichersystem, Wärmepumpentechnik und Photovoltaikanlagen auf über 2.000 Quadratmetern Dachfläche. Ergänzend entstehen begrünte Dächer und Innenhöfe, die zur Kühlung des Stadtklimas beitragen und Regenwasser lokal speichern.
Eine rund 3.000 Quadratmeter große Innenhoffläche soll künftig als Aufenthaltsbereich dienen und das Mikroklima des Quartiers verbessern. Damit will das Projekt zeigen, wie energieeffiziente Neubauten und urbane Verdichtung miteinander kombiniert werden können.
Vom Wriezener Bahnhof zum „EDGE Friedrichspark“: Standort mit Industriegeschichte
Das Gelände des heutigen Projekts blickt auf eine lange Geschichte zurück. Der Wriezener Bahnhof wurde 1903 eröffnet und diente zunächst dem Güterverkehr, bevor der Betrieb nach dem Mauerfall eingestellt wurde. Zu DDR-Zeiten entstanden auf dem Areal Lager- und Gewerbebauten, die bis in die 2000er-Jahre genutzt wurden.
Mit dem „EDGE Friedrichspark“ wird das Gebiet nun völlig neu definiert. In unmittelbarer Nähe zur Straße der Pariser Kommune und zum Ostbahnhof entsteht ein modernes, gewerblich geprägtes Stadtquartier. Die ersten Gebäude markieren den Auftakt für eine schrittweise Entwicklung des gesamten Wriezener Karrees, mit einer ausgeprägten Industriegeschichte.
Quellen: EDGE Technologies, ZÜBLIN Teamconcept, Graft Architects, Architektur Urbanistik Berlin, Deutsches Architektur Forum, Immobilien Zeitung
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