Der Berliner Campus „DSTRCT.Berlin“ ist mit dem internationalen Leesman+-Zertifikat ausgezeichnet worden und zählt damit laut Nutzerbefragung zu den leistungsstärksten Arbeitsorten weltweit. Die Ergebnisse geben Einblick in veränderte Anforderungen an Arbeitsumgebungen – und in die Rolle von Bestandsentwicklung und Betriebskonzepten in Berlin. Die Auszeichnung ordnet sich in eine längere Entwicklung des Standorts ein.

Auf dem traditionsreichen Schlachthof-Areal an der Landsberger Allee ist ein Ort für moderne Arbeitswelten, urbane Mobilität und kulturellen Austausch entstanden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Foto Titelbild: HB Reavis
Der gemischt genutzte Campus „DSTRCT.Berlin“ ist mit dem Leesman+-Zertifikat ausgezeichnet worden. Damit zählt der Standort nach Angaben der Bewertungsplattform Leesman zu den leistungsstärksten Arbeitsorten weltweit. Grundlage der Auszeichnung ist eine Nutzerbefragung, die im Herbst 2025 unter den Beschäftigten und Nutzerinnen und Nutzern des Areals durchgeführt wurde.
Leesman gilt als international tätige, unabhängige Plattform zur Bewertung von Arbeitsumgebungen. Das Zertifikat Leesman+ stellt dabei die höchste Auszeichnung innerhalb des Systems dar und wird nur an Standorte vergeben, die im Vergleich besonders hohe Werte bei der Arbeitsplatzqualität erreichen.
Nutzerbefragung 2025: DSTRCT.Berlin erzielt 79,9 Punkte im Workplace Experience Index
Im Rahmen der Befragung erreichte „DSTRCT.Berlin“ einen sogenannten Workplace Experience Index von 79,9 Punkten. Damit liegt der Campus sowohl über dem globalen Durchschnitt als auch über dem Mittelwert vergleichbarer internationaler Hochleistungsstandorte. Ein Großteil der Befragten gab an, dass das Arbeitsumfeld die eigene Produktivität unterstützt und sich positiv auf das persönliche Wohlbefinden auswirkt.
Auch Aspekte wie Zusammenarbeit, Unternehmenskultur und Wissensaustausch wurden überwiegend positiv bewertet. Besonders häufig nannten die Nutzerinnen und Nutzer die technische Ausstattung, die ergonomische Gestaltung der Arbeitsplätze sowie den Zustand und die Sauberkeit der Gebäude.
Leesman ordnet Ergebnisse als Beispiel für nutzerorientierte Arbeitsumgebungen ein
Vertreterinnen und Vertreter von Leesman ordnen die Ergebnisse als Hinweis darauf ein, dass Gebäude nicht nur funktionale Anforderungen erfüllen, sondern auch soziale und organisatorische Prozesse beeinflussen. Arbeitsumgebungen könnten demnach Zusammenarbeit fördern und zur Identifikation mit dem Arbeitsplatz beitragen. „DSTRCT.Berlin“ werde in diesem Zusammenhang als Beispiel für einen ganzheitlichen Ansatz genannt.
Auch HB Reavis verweist darauf, dass die Bewertung auf direktem Nutzerfeedback basiert. Der Campus sei von Beginn an als Ort konzipiert worden, der Austausch, Gemeinschaft und unterschiedliche Arbeitsformen ermöglichen soll. Neben „DSTRCT.Berlin“ erhielten weitere europäische Objekte des Unternehmens das Leesman+-Zertifikat.
Arbeitscampus an der Landsberger Allee mit über 50.000 Quadratmetern Fläche

Ein ursprünglich als Tiefgarage geplanter Bereich wurde noch während der Bauphase umgewidmet und wird nun von einem der auf dem Gelände ansässigen Ankermieter als Fläche für Austausch und Veranstaltungen genutzt. Die geplante Pkw-Tiefgarage wurde dafür in ihrem Volumen reduziert. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
„DSTRCT.Berlin“ umfasst mehr als 50.000 Quadratmeter Bürofläche und verbindet denkmalgeschützte Industriehallen mit ergänzenden Neubauten. Der Standort an der Landsberger Allee ist Teil eines ehemaligen Schlachthofareals und wurde in den vergangenen Jahren schrittweise zu einem Gewerbe- und Arbeitsquartier umgebaut.
Der Campus wird nicht nur entwickelt, sondern auch betrieben von HB Reavis. Neben Büroflächen gehören gemeinschaftlich nutzbare Bereiche, Gastronomieangebote und Mobilitätsinfrastruktur zum Konzept. Die Mischung aus historischer Substanz und zeitgemäßer Architektur prägt dabei den Charakter des Areals.
DSTRCT.Berlin im Kontext der Debatte um zukunftsfähige Arbeitswelten in Berlin
Neben der Leesman+-Auszeichnung verfügt „DSTRCT.Berlin“ über weitere Zertifizierungen, darunter WELL Gold, DGNB Gold und WiredScore Platin. Diese bewerten unter anderem Aspekte wie Gesundheit, Nachhaltigkeit und digitale Infrastruktur. Der Standort wird damit als Beispiel für die Weiterentwicklung von Arbeitswelten im urbanen Kontext gelesen.
Die aktuelle Auszeichnung liefert vor allem eine Momentaufnahme aus Sicht der Nutzerinnen und Nutzer. Zugleich verdeutlicht sie, welche Bedeutung Betriebskonzepte, Gestaltung und Standortqualität für die Akzeptanz moderner Arbeitsorte haben. Für Berlin ist „DSTRCT.Berlin“ damit weniger ein Ausnahmefall als Teil einer breiteren Debatte über die Zukunft von Büro- und Gewerbestandorten.

Auf dem traditionsreichen Schlachthof-Areal an der Landsberger Allee ist ein Ort für moderne Arbeitswelten, urbane Mobilität und kulturellen Austausch entstanden. / © Foto: HB Reavis
Quellen: HB Reavis, Good Mobility Council, Wikipedia, Bezirksamt Pankow, Architektur Urbanistik Berlin, Deutsches Architektur Forum, Handelsblatt
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