Im Kleinen Tiergarten, im Badstraßenkiez und rund um den U-Bahnhof Heinrich-Heine-Straße soll künftig mehr Personal für Ordnung und Ansprechbarkeit sorgen. Der Bezirk Mitte hat dafür eine neue Parkbetreuung eingerichtet.

Auch rund um den U-Bahnhof Heinrich-Heine-Straße soll die neue Parkbetreuung künftig für mehr Präsenz und Sauberkeit im öffentlichen Raum sorgen. / © Foto: Wikimedia Commons, IngolfBLN, CC BY-SA 2.0
© Titelbild: Wikimedia Commons, Fridolin freudenfett, CC BY-SA 4.0
Im Kleinen Tiergarten in Moabit, im Badstraßenkiez in Gesundbrunnen und am U-Bahnhof Heinrich-Heine-Straße gehören Drogenkonsum und -handel, Müll sowie Probleme im Zusammenhang mit Obdach- und Wohnungslosigkeit zum Alltag. Anwohnende und Gewerbetreibende nehmen die Situation zunehmend als Belastung wahr.
Nun setzt das Bezirksamt auf eine neue Parkbetreuung. Sie soll vor allem vor Ort ansprechbar sein, Konflikte früh erkennen und die bestehenden Angebote des Bezirks ergänzen. Auch um die Sauberkeit soll sich das Team kümmern. Kleinere Verschmutzungen können direkt beseitigt werden, bei Regelverstößen sollen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die geltenden Regeln hinweisen.
Drei Parks in Berlin-Mitte: Teams täglich vor Ort unterwegs
In jedem der drei Gebiete sind ein Parkmanager beziehungsweise eine Parkmanagerin und mindestens zwei Parkbetreuer im Einsatz. Die Teams sind an sieben Tagen in der Woche unterwegs. In der aktuellen Jahreszeit sind sie täglich mehr als zehn Stunden vor Ort.
Die Parkmanager übernehmen dabei die Koordination und vermitteln zwischen dem Dienstleister, dem Bezirksamt und zivilgesellschaftlichen Organisationen. Die Parkbetreuer sind dagegen unmittelbar im öffentlichen Raum unterwegs. Sie sollen für Bürgerinnen und Bürger ansprechbar sein und Auffälligkeiten an die zuständigen Stellen weitergeben.
Den Auftrag für die Parkbetreuung erhielt die SafeKeep GmbH nach einem Vergabeverfahren. Finanziert wird das Angebot aus Mitteln für die Umsetzung des Handlungsprogramms der Charta für das Berliner Stadtgrün.
Bezirk Mitte will Aufenthaltsqualität verbessern
Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger verbindet mit der Maßnahme vor allem mehr Präsenz an den betroffenen Orten. Öffentliche Räume müssten für alle da sein, erklärte sie. Wo Vermüllung, Verwahrlosung und soziale Probleme zusammenträfen, dürfe man nicht wegsehen.
Die Parkbetreuung soll dabei allerdings nicht bestehende soziale oder ordnungspolitische Maßnahmen ersetzen. Sie ist vielmehr als zusätzliche Anlaufstelle im öffentlichen Raum gedacht und soll dazu beitragen, Probleme schneller zu erkennen und an die jeweils zuständigen Stellen weiterzugeben. Ob die zusätzliche Präsenz vor Ort tatsächlich dazu beiträgt, die Situation in den drei Gebieten dauerhaft zu verbessern, bleibt vorerst abzuwarten.
Kleiner Tiergarten
Badstraßenkiez
Bereich rund um den U-Bahnhof Heinrich-Heine-Straße
Quellen: Bezirksamt Mitte
Jetzt PLUS-Kunde werden
Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein PLUS-Abonnement.


