Die DRK-Kliniken Berlin bauen ihr Krankenhaus in Westend aus. Der Standort am Spandauer Damm soll durch neue Fachbereiche zum Maximalversorger wachsen.

Das Foto zeigt den DRK-Standort Westend aus der Luft forografiert.

Aktuell laufen diverse bauvorbereitende Maßnahmen am DRK-Standort Westend, um möglichst bald mit den Umbauten für die Patientenaufnahme und die Erweiterung der Endoskopie beginnen zu können. / © Foto: DRK-Schwesternschaft Berlin

© Titelbild: DRK-Schwesternschaft Berlin

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Die DRK-Kliniken Berlin erweitern ihr Krankenhaus in Westend. Am Spandauer Damm im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf  sollen Angebote aus Mitte sowie Abteilungen der insolventen Schlosspark-Klinik zusammenkommen. Ziel ist ein Standort der Maximalversorgung.

  • Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf
  • Adresse: Spandauer Damm 130, 14050 Berlin
  • Träger: DRK Kliniken Berlin
  • Geplantes Ziel: Krankenhaus der Maximalversorgung
  • Geplanter Beginn der Umbauten: 2026

Der DRK-Standort am Spandauer Damm soll künftig eine deutlich größere Rolle in der Berliner Krankenhausversorgung übernehmen. Nach Angaben des Trägers sollen dort medizinische Angebote gebündelt werden, die bisher auch am Standort Mitte lagen. Dazu zählen unter anderem Lungenheilkunde, Thoraxchirurgie, Gefäßmedizin, Palliativmedizin und auch eine Stroke Unit für Schlaganfallpatienten.

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DRK bündelt Angebote im Krankenhaus Westend

Nach Angaben des DRK laufen am Standort Westend bereits bauvorbereitende Maßnahmen. Der Träger zeigte sich optimistisch, noch im laufenden Jahr mit den eigentlichen Umbauten beginnen zu können. Zunächst sollen die Patientenaufnahme sowie die Endoskopie erweitert werden. Die Arbeiten gelten als Voraussetzung für die geplante Zusammenführung der Standorte Mitte und Westend. Gleichzeitig betonten die DRK Kliniken, dass die stationäre Versorgung am Standort Mitte bis mindestens 2028 vollständig erhalten bleiben soll.

Zusätzlich haben die DRK-Kliniken Westend medizinische Bereiche der insolventen Schlosspark-Klinik übernommen. Nach übereinstimmenden Berichten wechselten die Stroke Unit, die Neurologie, die Neurochirurgie und die Augenheilkunde in das Krankenhaus am Spandauer Damm. Auch rund 80 Beschäftigte gingen demnach an den DRK-Standort. Die Schlosspark-Klinik lag nur etwa einen Kilometer entfernt.

Das Bild zeigt die DRK-Klinik Westend von der Straßenseite.

Die DRK-Klinik in Westend wird in den kommenden Jahren ausgebaut. / © Foto: Wikimedia Commons, Gunnar Klack, CC BY-SA 4.0

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Westend soll Krankenhaus der Maximalversorgung werden

Mit dem Ausbau will das DRK den Standort Westend zu einem Krankenhaus der Maximalversorgung entwickeln. In der Krankenhausplanung bedeutet das eine besonders breite medizinische Versorgung mit spezialisierten Fachbereichen. Der Bundes-Klinik-Atlas führt die DRK Kliniken Berlin Westend derzeit mit 380 Betten und der Adresse Spandauer Damm 130. Der Standort gehört zu den großen Berliner Krankenhausstandorten.

Die Entwicklung steht im Zusammenhang mit der bundesweiten Krankenhausreform. Diese setzt stärker auf Bündelung, Spezialisierung und leistungsfähige Standorte. DRK-Geschäftsführer Christian Friese erklärt in der Berliner Morgenpost, die Kliniken wollten diesen Wandel aktiv gestalten und dadurch Versorgung sowie Arbeitsplätze langfristig sichern.

Nach Angaben des Trägers sollen Arbeitsplätze in Pflege und Funktionsdienst erhalten bleiben. Bei Ärztinnen und Ärzten könnten einzelne Stellen nicht nachbesetzt werden. Man habe für den Umbau Geld aus dem Strukturfonds des Bundes beantragt, mit dem Reformen finanziert werden können.

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Krankenhaus-Ausbau in Westend verändert die Berliner Versorgung

Für Patientinnen und Patienten soll sich kurzfristig zunächst nichts ändern. Vor dem Umzug weiterer Bereiche muss das DRK den Standort Westend baulich anpassen. Drei bis fünf Jahre soll das dauern, rund 91 Millionen Euro soll es kosten. Gespräche mit der Berliner Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege sowie mit umliegenden Krankenhäusern sind Teil des Verfahrens.

Auch für das Gelände der DRK Kliniken Berlin Mitte gibt es erste Überlegungen zur künftigen Nutzung. Nach Angaben der DRK-Schwesternschaft stehen dabei soziale Angebote im Fokus. Gespräche mit dem Bezirk Mitte und dem Berliner Senat laufen demnach bereits. Konkrete Entscheidungen zur Nachnutzung des Standorts an der Drontheimer Straße gibt es bislang jedoch nicht.

Der geplante Ausbau zeigt zugleich den Strukturwandel in der Berliner Krankenhauslandschaft. Mehrere Kliniken standen zuletzt wirtschaftlich unter Druck oder meldeten Insolvenz an. Für Westend bedeutet das mehr medizinische Angebote am Spandauer Damm. Für den Standort Mitte bedeutet es den schrittweisen Rückzug aus der stationären Versorgung. Das Krankenhaus Westend soll damit zu einem zentralen DRK-Standort der Maximalversorgung in Berlin werden.

DRK-Klinik Westend

Quellen: Berliner Morgenpost, Tagesspiegel, Berliner Zeitung, DRK Kliniken Berlin, Bundes-Klinik-Atlas

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