Der Bezirk Mitte setzt seine Radverkehrsoffensive fort und baut im September gleich mehrere Straßen im Wedding zu Fahrradstraßen um. Mit Nordufer, Togostraße und Uferstraße wächst das Radnetz sichtbar weiter. Neue Kreuzungsgestaltungen und grüne Elemente sollen mehr Sicherheit und Aufenthaltsqualität bringen.
Die Togstraße wird zur Fahrradstraße und grenzt an die Transvaalstraße.

Die Togostraße zieht sich über zwei Kilometer schnurgerade durch den Wedding und wird von einer Mittelpromenade mit alten Bäumen gesäumt. Geplant ist, die Straße im Rahmen des landesweiten Radvorrangnetzes zur Fahrradstraße umzuwandeln, die Umsetzung soll in der zweiten Jahreshälfte 2025 erfolgen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT

 

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Ab September werden gleich drei Straßen im Wedding zu Fahrradstraßen umgebaut. Das Bezirksamt Mitte kündigte an, dass die Arbeiten am Nordufer Anfang September starten, in der Togostraße in der zweiten Woche folgen und an der Uferstraße voraussichtlich Ende des Monats beginnen. Damit wächst das Radnetz im Ortsteil weiter.

Die neuen Fahrradstraßen erhalten Markierungen, Schilder und hervorgehobene Kreuzungen. Diese sollen für mehr Sicherheit sorgen und die Sichtbarkeit von Radfahrenden und Fußgängerinnen und Fußgängern verbessern. Ergänzend entstehen Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, Lastenräder und E-Scooter. Lieferzonen für den Wirtschaftsverkehr sollen Konflikte mit anderen Verkehrsteilnehmenden reduzieren.

Grüne sichere Kreuzungen und neuer Gehweg mit Pollern am Nordufer in Wedding

Eine Besonderheit sind die sogenannten „grünen sicheren Kreuzungen“, die erstmals im Wedding umgesetzt werden. Neben Markierungen und Pollern werden dort Grüne Gullys integriert. So soll Regenwasser versickern, versiegelte Flächen werden reduziert und das Mikroklima verbessert. Das Projekt kombiniert Verkehrssicherheit mit mehr Aufenthaltsqualität, wie das Bezirksamt Mitte mitteilt.

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Am Nordufer werden die Bauarbeiten mit Maßnahmen am Fernwärmenetz abgestimmt. Das Bezirksamt kooperiert dabei mit der Berliner Energie und Wärme GmbH. Dadurch sollen Sperrzeiten verkürzt und doppelte Arbeiten vermieden werden. Parallel entsteht ein verbreiterter Gehweg auf der Uferseite zwischen Föhrer Brücke und Torfstraßensteg, Teil der Grünen Hauptwege Berlin.

Togostraße im Afrikanischen Viertel wird zur neuen Fahrradstraße im Ortsteil Wedding

Die rund zwei Kilometer lange Togostraße im Afrikanischen Viertel wird ebenfalls zur Fahrradstraße. Bereits im Juni stellte Bezirksstadtrat Christopher Schriner die Pläne bei einer Informationsveranstaltung vor. Radfahrende erhalten dort Vorrang, Anwohnerinnen und Anwohner dürfen die Straße aber weiterhin mit Autos nutzen.

Entlang der Straße wurden in den vergangenen Jahren Grünflächen und Spielplätze angelegt. Nun folgt die verkehrliche Aufwertung. Neue Abstellplätze und Lieferzonen sollen die Nutzungskonflikte verringern. Finanziert wird das Projekt mit rund 250.000 Euro aus dem Berliner Radverkehrsprogramm.

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Wedding stärkt Radverkehr: Neue Fahrradstraßen und grüne Kreuzungen bis Ende 2025

Bezirksstadtrat Christopher Schriner betonte, dass jeder entsiegelte Quadratmeter ein Gewinn für Klima, Sicherheit und Lebensqualität sei. Das neue Konzept soll Radfahrenden Vorrang geben, ohne Anwohnende vom motorisierten Zugang auszuschließen. Schriner sprach von einem wichtigen Beitrag für nachhaltige Mobilität im Wedding.

Nach Angaben des Bezirks sollen die Bauarbeiten bis Ende 2025 abgeschlossen sein. Neben den neuen Fahrradstraßen in Wedding wurden bereits andere Projekte in Mitte umgesetzt, etwa in der Lynarstraße im Sprengelkiez. Auch dort gilt Vorrang für Radfahrende, während Kfz-Verkehr nur noch für Anlieger erlaubt ist.

Mit den Projekten im Nordufer, der Togostraße und der Uferstraße wird das Radnetz in Mitte weiter verdichtet. Der Umbau geht über reine Beschilderung hinaus: Mit grünen Kreuzungen, neuen Gehwegen und Entsiegelungen setzt der Bezirk auf eine Kombination aus Verkehrssicherheit und Klimaschutz. Damit gewinnt der Wedding an Radfreundlichkeit und schafft mehr Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum.

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Quellen: Bezirksamt Mitte, infraVelo GrünBerlin, Brunnenmagazin, Weddingweiser

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