Die Berliner Bäderlandschaft in Tempelhof-Schöneberg steht vor umfangreichen Sanierungen. Während für die Sport- und Lehrschwimmhalle am Sachsendamm zunächst eine Bauzustandsanalyse aussteht, hängt der weitere Zeitplan für das Kombibad Mariendorf noch von offenen Finanzierungsfragen ab.

Schwimmhalle am Sachsendamm
Kombibad Mariendorf
Sommerbad Mariendorf

© Titelbild: depositphotos.com

 

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Die Schwimmhallen und Freibäder in Tempelhof-Schöneberg brauchen dringend Erneuerungen. Doch konkrete Zeitpläne für die Sanierungen lassen weiter auf sich warten. Für die Sport- und Lehrschwimmhalle am Sachsendamm steht zunächst eine Bauzustandsanalyse an, während beim Kombibad Mariendorf noch Finanzierungsfragen geklärt werden müssen.

Für Schulen, Vereine und Leistungssportler bleibt damit die Frage offen, wann dauerhaft verlässliche Wasserflächen zur Verfügung stehen. Ein Überblick:

Schwimmhalle am Sachsendamm: Schließzeit ab 2031 möglich

Die Sport- und Lehrschwimmhalle am Sachsendamm soll umfassend untersucht werden. Die Ergebnisse der geplanten Bauzustandsanalyse sollen anschließend in die weitere Planung einfließen. Erst danach kann eine konkrete Meilensteinplanung erstellt werden. Nach aktueller Einschätzung ist eine Schließzeit der Halle ab dem Jahr 2031 vorgesehen.

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Welche Maßnahmen genau umgesetzt werden, hängt ebenfalls von den Untersuchungsergebnissen ab. Vorgesehen ist eine grundhafte energetische Sanierung. Während der späteren Bauphase sollen Ersatzlösungen für Schulen, Vereine und den Schwimmsport organisiert werden. Konkrete Standorte für Ausweichflächen stehen bislang jedoch noch nicht fest.

Die Sport- und Lehrschwimmhalle befindet sich im Sportzentrum am Sachsendamm.

Die Sport- und Lehrschwimmhalle am Sachsendamm gehört zum Sportzentrum Schöneberg und ist ein wichtiger Standort für den Schul-, Vereins- und Leistungssport. / © Foto: Wikimedia Commons, Leonhard Lenz, CC0

Kombibad Mariendorf wartet auf Finanzierung

Auch beim Kombibad Mariendorf gibt es noch keinen endgültigen Starttermin. Nach Angaben des Senats kann der Baubeginn erst festgelegt werden, wenn offene Finanzierungsfragen geklärt und die Prüfungen durch die zuständigen Stellen abgeschlossen sind. Die derzeitige Schätzung für Fertigstellung und Inbetriebnahme liegt bei Anfang 2030.

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Ein Teil der Finanzierung soll über Fördermittel abgesichert werden. Die Bewilligung neuer BENE-2-Fördervorhaben wird derzeit geprüft. Nach Einschätzung des Senats könnten entsprechende Prüfungen bis zum dritten Quartal 2026 abgeschlossen sein.

Das Bild zeigt den Eingangsbereich des Kombibads Mariendorf in Berlin. Das Hallenbad gehört zu den Schwimmbädern, die im Rahmen der Sanierung der Berliner Bäder-Betriebe umfassend modernisiert werden sollen.

Das Kombibad Mariendorf bleibt nach einem Brand im Jahr 2023 geschlossen. Wann man hier wieder schwimmen gehen kann, ist derzeit ungewiss. / © Foto: Wikimedia Commons, Dirk Ingo Franke, CC BY 3.0

Auch das Sommerbad Mariendorf braucht Erneuerung

Neben den Hallenbädern steht auch das Sommerbad Mariendorf vor einer umfassenden Sanierung. Der Senat bewertet die Anlage aktuell als nicht funktionstüchtig. Vorgesehen ist eine Gesamtsanierung des Gebäudes einschließlich Technik sowie der Außenbecken.

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Für die verschiedenen Nutzergruppen bedeutet die Situation weiterhin Unsicherheit. Berliner Bäder-Betriebe, Bezirksamt, Verbände und Vereine stehen nach Angaben des Senats regelmäßig im Austausch. Die entscheidenden Schritte hängen jedoch vor allem von Bauuntersuchungen, Förderentscheidungen und Finanzierungsfragen ab.

Die Projekte sind Teil einer berlinweiten Investitionsoffensive

Die Vorhaben am Sachsendamm sowie in Mariendorf sind Teil eines deutlich größeren Investitionsprogramms der Berliner Bäder-Betriebe. Bis 2030 sollen nach Unternehmensangaben mehr als 600 Millionen Euro in die Grundsanierung, Modernisierung und den Neubau von Hallen- und Sommerbädern fließen.

Hintergrund ist ein über Jahre entstandener Sanierungsstau, der nun schrittweise abgebaut werden soll. Zu den laufenden und geplanten Projekten zählen unter anderem das Stadtbad Schöneberg, das Paracelsus-Bad in Reinickendorf und das Wellenbad am Spreewaldplatz.

Quellen: Berliner Bäder Betriebe, Abgeordnetenhaus Berlin, Drucksache 19 / 26 397, Schriftliche Anfrage

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