Anzeige
Mit dem Neubau in der Pankstraße erhält die Polizei Berlin ein weiteres Ausweichquartier zur Unterstützung ihrer Sanierungsoffensive. Die sogenannte „Drehscheibe“ dient als temporärer Standort für Dienststellen und ermöglicht Sanierungen im Bestand – ohne den Betrieb zu unterbrechen.

Auf dem Polizeigelände an der Pankstraße in Berlin-Gesundbrunnen ist nach 26 Monaten Bauzeit ein neues Ausweichquartier mit rund 3.300 Quadratmetern Nutzfläche entstanden. Die Baukosten beliefen sich auf 13,6 Millionen Euro. / © Foto: BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM)

© Foto: BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM)
© Foto Titelbild: Polizei Berlin

 

ANZEIGE

In der Pankstraße 28 wurde im April 2025 ein neuer Standort der Berliner Polizei in Betrieb genommen. Der sechsgeschossige Neubau ergänzt zwei bereits bestehende Ausweichquartiere in Spandau und Reinickendorf und dient vor allem als temporärer Arbeitsplatz während laufender Sanierungen auf Bestandsliegenschaften.

Mit einer Fläche von rund 3.300 Quadratmetern bietet die sogenannte „Drehscheibe“ bis zu 159 flexibel nutzbare Arbeitsplätze. Sie wurde zwischen Februar 2023 und April 2025 errichtet und ist Teil eines langfristigen Konzepts zur Modernisierung der Berliner Polizeiliegenschaften.

Holz-Hybridbau erfüllt Umweltstandards und erleichtert laufende Sanierungsprozesse der Polizei Berlin

Der Bau entstand in Holz-Hybridbauweise und erfüllt die Anforderungen der BNB-Zertifizierungsstufe Silber. Neben einer begrünten Fassade wurden auch eine Photovoltaikanlage, eine Regenwasserversickerung und eine Wärmerückgewinnung durch eine integrierte Wärmepumpe umgesetzt.

ANZEIGE

Innen- und Sportsenatorin Iris Spranger betonte, dass Übergangslösungen wie diese notwendig seien, um den Sanierungsstau in der Polizeiinfrastruktur abzubauen. Gerade in finanziell angespannten Zeiten sei es entscheidend, weiterhin in die Arbeitsbedingungen der Polizei zu investieren.

Polizei und BIM betonen Bedeutung für Infrastruktur, bauliche Erneuerungen und Arbeitsumfeld

Auch Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel wies auf die Bedeutung der neuen Drehscheibe hin. Sie verstehe den Neubau als Startpunkt weiterer Sanierungen auf Polizeigeländen und als Voraussetzung für moderne Arbeitsumgebungen. Zudem sei ein attraktives Arbeitsumfeld wichtig, um Nachwuchs für die Polizei Berlin zu gewinnen.

Die landeseigene BIM, zuständig für Planung und Bau, sieht im Projekt ein Beispiel für funktionalen und ressourcenschonenden öffentlichen Hochbau. Geschäftsführer Matthias Hardinghaus verwies auf die Kombination aus moderner Architektur und nachhaltiger Technik.

ANZEIGE

„Haus 11“ in Spandau dient als weiterer Standort für Sanierung und Logistik

Bereits vor kurzem hatte die Polizei mit dem Gebäude „Haus 11“ in der Charlottenburger Chaussee ein vergleichbares Ausweichquartier bezogen. Der Standort in Spandau bietet rund 8.500 Quadratmeter Fläche und wird ebenfalls während laufender Sanierungsmaßnahmen genutzt.

„Haus 11“ ist modular aufgebaut und erfüllt energetische Standards, die deutlich unter den gesetzlichen Mindestanforderungen liegen. Es enthält neben Büroräumen auch Schulungs-, Lager- und Technikflächen sowie ein zentrales Logistikzentrum für Materialausgabe und Ausrüstung.

Übergangsquartiere als Teil eines langfristigen Modernisierungskonzepts der Polizei Berlin

Beide Drehscheiben – in Mitte und Spandau – sind Teil eines Konzepts, mit dem die Polizei Berlin ihre Liegenschaften schrittweise modernisieren will. Durch die zeitweise Verlagerung einzelner Dienststellen sollen umfassende Sanierungen ermöglicht werden, ohne den täglichen Betrieb zu stören.

Langfristig sollen die Übergangsquartiere helfen, die bestehende Infrastruktur zu entlasten und den Sanierungsstau im polizeilichen Liegenschaftsbestand schrittweise abzubauen.

Quellen: Polizei Berlin, BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM)

Jetzt PLUS-Kunde werden

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein PLUS-Abonnement.