Zum 1. September 2025 übernimmt Dr. Elena Wiezorek die Leitung der Bundesstiftung Bauakademie. Sie folgt auf den Gründungsdirektor Prof. Dr. Guido Spars, der nach vier Jahren an die Universität Wuppertal zurückkehrt. Was bedeutet der Führungswechsel für den geplanten Wiederaufbau der Schinkelschen Bauakademie in Berlin-Mitte? Noch in diesem Jahr soll der Architekturwettbewerb für den Wiederaufbau des historischen Gebäudes starten.

Dr. Elena Wiezorek übernimmt ab September 2025 die Leitung der Bundesstiftung Bauakademie und bringt langjährige Erfahrungen aus Architektur und Stadtentwicklung mit. / © Bundesstiftung Bauakademie, Foto: Anke Illing
© Titelbild: IMAGO / imagebroker
Zum 1. September 2025 tritt Dr. Elena Wiezorek ihr Amt als Direktorin der Bundesstiftung Bauakademie an. Sie folgt auf Prof. Dr. Guido Spars, der die Stiftung seit ihrer Gründung im Jahr 2021 geleitet hat und nun an die Bergische Universität Wuppertal zurückkehrt. Die Bundesstiftung ist dafür zuständig, zentrale Fragen des Bauens, der Stadtentwicklung und der gebauten Umwelt zu diskutieren und dabei den interdisziplinären Austausch zu fördern.
Sören Bartol, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesbauministerium und Vorsitzender des Stiftungsrats, betonte, dass Spars die Stiftung mit großem Engagement aufgebaut habe. Er erklärte, dass die von Spars geschaffenen Strukturen eine zukunftsorientierte Basis darstellen. Gleichzeitig sprach Bartol davon, dass mit Wiezorek eine erfahrene Persönlichkeit die Leitung übernehme, die den begonnenen Prozess mit neuen Ideen weiterentwickeln könne.
Aufbau der Bundesstiftung Bauakademie: Rückblick auf die Amtszeit von Guido Spars
Während seiner vierjährigen Amtszeit als Gründungsdirektor formte Guido Spars die Strukturen der Stiftung maßgeblich. Er etablierte organisatorische Abläufe, setzte thematische Akzente im Bereich Planen und Bauen und bereitete damit den Boden für die weitere Arbeit. Bereits zuvor hatte er an der Universität Wuppertal gelehrt und seine Erfahrungen in den Aufbau eingebracht.
Zusammen mit Wiezorek, die seit Anfang 2023 Vize-Direktorin war, erarbeitete Spars ein strategisches Konzept für die kommenden Jahre. In enger Abstimmung mit Stiftungsrat und Beirat wurden dabei wichtige Impulse gesetzt, die das Fundament für die weitere Entwicklung bilden. Spars zog am Ende seiner Amtszeit eine positive Bilanz und betonte, dass die enge Zusammenarbeit mit den Gremien entscheidend gewesen sei.
Erfahrung und Motivation der neuen Direktorin: Elena Wiezorek übernimmt die Verantwortung
Elena Wiezorek bringt umfangreiche Erfahrungen aus Architektur, Stadtentwicklung und institutioneller Leitung mit. Vor ihrer Tätigkeit bei der Stiftung war sie Hauptgeschäftsführerin der Architektenkammer Rheinland-Pfalz und Vorsitzende der Landesgruppe Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung. Diese Stationen haben ihr Fachwissen geprägt und ihre Fähigkeit zur Führung gestärkt.
Mit Blick auf ihre neue Rolle erklärte Wiezorek, dass die Bauakademie ein Ort sei, an dem Fachwissen, gesellschaftliche Verantwortung und Innovationskraft zusammengeführt würden. Sie hob hervor, dass sie gemeinsam mit dem Team, den Gremien und Partnerinstitutionen den eingeschlagenen Weg fortsetzen und zugleich neue Impulse setzen wolle. Damit verdeutlichte sie ihren Anspruch, Kontinuität mit Weiterentwicklung zu verbinden.
Zukunftsfrage für das Bauakademiegebäude: Die Rolle der Bauakademie im Berliner Streit um die Rekonstruktion
Die Amtsübernahme fällt in eine Zeit, in der die Zukunft des Bauakademiegebäudes am Schinkelplatz heftig diskutiert wird. Seit Jahren steht der Wiederaufbau im Zentrum politischer und fachlicher Debatten. Während die Bundesregierung und der ehemalige Direktor Guido Spars eine moderne Neuinterpretation favorisierte, fordern der Berliner Senat und Teile des Abgeordnetenhauses eine Rekonstruktion der historischen Fassade.
Für 2025 ist ein Architekturwettbewerb angekündigt, der Klarheit bringen soll. Kritiker sehen darin jedoch auch neuen Zündstoff, da das Abgeordnetenhaus jüngst beschlossen hat, Entwürfe ohne Rekonstruktion abzulehnen. Damit steht die Bauakademie an einem entscheidenden Punkt. Welche Position Wiezorek in dieser Frage vertreten wird, ist bisher nicht bekannt, sodass ihre Rolle im weiteren Verlauf besondere Aufmerksamkeit erfahren dürfte.
Quellen: Bundesstiftung Bauakademie, Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, Errichtungsstiftung Bauakademie
Jetzt PLUS-Kunde werden
Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein PLUS-Abonnement.
Tags (Schlagwörter) zu diesem Beitrag
3 Kommentare
Hinterlasse einen Kommentar Antwort abbrechen
Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.



Wie hoch war und ist dieses Amt dotiert, also: wie viel wird der/dem Amtsinhaber-in dafür bezahlt? Und worin bestand der Stiftungsaufbau in den letzten vier Jahren? Mein Eindruck ist nämlich, dass mit der Bauakademie nichts passiert außer dass Architekten ihren Widrrstand gegen die historische Gestalt feiern. Oder?
Diese ganzen hochbezahlten Experten sind so unproduktiv und unnütz wie „ein Arschloch am Ellenbogen“ ( Zitat aus einem Q. Tarantino Film – sorry, aber es passt hier einfach zu gut). Sie überfrachten das Projekt des Wiederaufbaus der Bauakademie und hintertreiben damit seine Verwirklichung schon seit Jahren…Dabei könnte alles so einfach sein: schickt diese hochbezahlten Fachidioten in die Wüste und baut die Bauakademie schlicht und einfach historisch korrekt wieder auf…. und alle sind glücklich und zufrieden (bis auf irgendwelche intellektuellen Korinthenkacker, die mit der Bauakademie alles Mögliche verbinden und verwirklicht sehen wollen- nur nicht die Bauakademie von Schinkel..)!
Peinlich, das sich M. Hillen mit solchen Sprachbildern öffentlich wie ein typischer Wutbürger ergießen muss. Vielleicht auch armselig.