Zwischen Europacity und Lehrter Straße entsteht mit dem Döberitzer Grünzug eine neue Grünfläche in Berlin Mitte. Während ein erster Abschnitt bereits genutzt werden kann, bleibt ein weiterer Teil des Projekts vorerst Baustelle. Denn die Fläche wird noch für den Bau der neuen Nord-Süd-S-Bahn-Verbindung S21 benötigt.

Noch prägen Brachflächen und Baustelleneinrichtungen das Areal am Hauptbahnhof. Erst nach Fertigstellung der S21 kann Grün Berlin den zweiten Bauabschnitt des Döberitzer Grünzugs umsetzen. Geplant sind zusätzliche Grünflächen, Aufenthaltsbereiche und neue Wegeverbindungen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
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Mit dem Döberitzer Grünzug entwickelt sich nahe des Berliner Hauptbahnhofs ein neuer öffentlicher Freiraum. Auf rund 4,5 Hektar soll eine grüne Verbindung entstehen, die bestehende Quartiere mit den neuen Wohn- und Arbeitsstandorten der Europacity verknüpft. Das Projekt entsteht auf Flächen, die lange Zeit brachlagen und für die Öffentlichkeit nicht zugänglich waren.
Schon seit Dezember 2024 ist der erste Bauabschnitt mit einer Fläche von rund 2,6 Hektar geöffnet. Ein etwa 1,1 Kilometer langer Hauptweg führt entlang der Bahngleise durch das Gebiet. Sitzgelegenheiten, barrierefreie Wege und offene Übergänge sollen den Grünzug sowohl als Alltagsroute als auch als Aufenthaltsort nutzbar machen.
S21 Baustelle am Hauptbahnhof: Bahnausbau verzögert weiteren Ausbau des Grünzugs
Anders sieht es auf den südlichen Flächen des Projekts aus. Dort befinden sich, nach Angaben der Deutschen Bahn, noch der Bauhof sowie das Baubüro der Bahn für den Ausbau der S21. Von hier aus werden unter anderem die Tunnelarbeiten sowie die Arbeiten an der Interimsstation für die künftige Nord-Süd-Verbindung der S21 am Hauptbahnhof koordiniert.
Der weitere Ausbau des Grünzugs hängt deshalb unmittelbar vom Fortschritt des Bahnprojekts ab. Nach Angaben von Grün Berlin kann der zweite Bauabschnitt erst beginnen, wenn die Arbeiten an der S21 abgeschlossen sind. Einen konkreten Termin für den Baustart gibt es bislang nicht. Die Entwicklung des Areals bleibt damit eng mit dem seit Jahren laufenden Infrastrukturprojekt verknüpft.

Die Interimsstation für die Linie S21 unter der Invalidenstraße sollte bereits Betrieb sein. Aufgrund von Problemen bei Zulassungen, sicherheitsrelevanter Technik und der Notstromversorgung verzögerte sich die Eröffnung mehrfach. / © Visualisierung: DB InfraGO AG
Stadtnatur in Berlin-Mitte: Weitere Grünflächen nach Abschluss der Bauarbeiten
Langfristig soll der Döberitzer Grünzug weit mehr sein als eine Wegeverbindung. Geplant sind zusätzliche Aufenthaltsbereiche, Spielangebote und neue Grünflächen. Bereits heute prägen mehr als 140 neu gepflanzte Bäume und Sträucher den ersten Bauabschnitt. Zudem soll die Begrünung das Mikroklima verbessern und die biologische Vielfalt stärken.
Für die Gestaltung ist das Landschaftsarchitekturbüro Atelier Loidl verantwortlich, das unter anderem auch den Park am Gleisdreieck entworfen hat. Gemeinsam mit einem geplanten Quartierspark sowie dem benachbarten Geschichtspark soll rund um den Hauptbahnhof ein zusammenhängendes Parkensemble entstehen. Bis dahin bleibt ein Teil der Fläche jedoch weiterhin von Baucontainern, Baustellenverkehr und den Arbeiten an der S21 geprägt. Erst nach deren Abschluss kann der Döberitzer Grünzug seine endgültige Form erhalten.
Quellen: Grün Berlin, Atelier Loidl, DB InfraGO
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