E-Roller und andere Sharing-Fahrzeuge sind für viele Hamburger die praktische Lösung für die letzten Meter, sorgen aber zugleich für ein unruhiges Stadtbild. Mit digitalen Abstellflächen will die Stadt jetzt Ordnung in das wachsende Angebot bringen. 

E-Roller

In Hamburg nutzen viele Menschen E-Roller für die letzten Meter, doch die Fahrzeuge sorgen häufig auch für Unordnung. Geplant sind nun 370 digitale Abstellflächen, um das Parken geordneter und sicherer zu machen. / © Foto: depositphotos.com

© Titelbild: depositphotos.com

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E-Roller und Co. bieten vielen Hamburgern eine praktische Möglichkeit, die letzten Meter bis zur U-Bahn- oder Bushaltestelle zurückzulegen. Gleichzeitig prägen herumliegende Fahrzeuge zunehmend das Stadtbild und stellen teils Hindernisse für Fußgänger dar.

Um dieses Spannungsfeld zu entschärfen, führt Hamburg ab sofort an 100 ausgewählten Haltestellen rund 370 digitale Abstellflächen für E-Scooter ein.

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Digitale Parkflächen per App: Geofencing sorgt für geordnetes Abstellen an Verkehrsknotenpunkten

Die Flächen existieren nicht physisch, sondern virtuell. Nutzerinnen und Nutzer sehen die Standorte direkt in den Apps der Anbieter. Wer außerhalb dieser digitalen Zonen parkt, kann die Miete nicht beenden – ein System, das auf Geofencing basiert. Damit sollen Sicherheit und Barrierefreiheit an stark frequentierten Verkehrsknotenpunkten wie U-Bahn-, S-Bahn- oder Bushaltestellen gewährleistet werden.

Ein Vorteil der digitalen Lösung liegt in ihrer Flexibilität: Ändert sich die Verkehrssituation, können die Abstellflächen ohne baulichen Aufwand verschoben oder gelöscht werden. Bevorzugt eingerichtet werden die virtuellen Zonen dort, wo genügend Platz auf Gehwegen vorhanden ist, etwa an den Stationen Buchenkamp, Emilienstraße, Sengelmannstraße oder den Landungsbrücken.

Vom Pilotprojekt zur dauerhaften Lösung: Digitale Flächen sollen perspektivisch physisch sichtbar werden

Die neuen Flächen ergänzen die bereits vorhandenen 54 festen Parkzonen, sodass Hamburg nun insgesamt 424 definierte Abstellflächen im Stadtgebiet bietet. In Harburg entstehen bis Ende Mai zusätzlich 30 sichtbare Abstellflächen.

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Das Pilotprojekt wird genau beobachtet und analysiert. Perspektivisch sollen die digitalen Standorte durch bauliche Maßnahmen auch physisch sichtbar gemacht werden, um die E-Scooter dauerhaft sicher im Stadtbild zu verankern.

 

Quellen: Behörde für Verkehr und Mobilitätswende Hamburg

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