In Berlin-Lankwitz eröffnet REWE einen Markt, der Supermarkt, Holzbau und urbane Landwirtschaft miteinander verbindet. Über der Verkaufsfläche entsteht Deutschlands größte Dachfarm, auf der künftig Salat für die Hauptstadtregion angebaut wird.

Die Visualisierung zeigt, wie der neue REWE mit Dachfarm in Lankwitz aussehen sollte.

Inzwischen wurde die Visualisierung zur Realität. Mitten in Lankwitz ist an der Malteserstraße ein neuer REWE-Markt entstanden, dessen markante Holzkonstruktion von einer großflächigen Dachfarm ergänzt wird. / © Visualisierung: ACME

© Titelbild: Christoph Große

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Mitten im Berliner Süden entsteht ein Projekt, das Lebensmittelproduktion und Einzelhandel räumlich zusammenführt: In der Malteserstraße in Lankwitz eröffnet REWE am 21. Mai seinen neuen „Green Farming“-Markt. Während Kundinnen und Kunden künftig im Erdgeschoss einkaufen, wächst nur wenige Meter darüber Salat auf einer gläsernen Dachfarm. Erst im September 2025 fand das Richtfest statt, nun geht der Standort offiziell in Betrieb.

  • Projekt: REWE-Supermarkt
  • Standort: Malteserstraße 136, 12249 Berlin-Lankwitz
  • Bezirk: Steglitz-Zehlendorf
  • Besonderheit: Holzbauweise, Deutschlands größte Dachfarm (ca. 2.760 m² Fläche, bis zu 900.000 Salatmischungen pro Jahr)
  • Eröffnung: 21. Mai 2026 in Berlin-Lankwitz

Der Neubau versteht sich als Weiterentwicklung der bisherigen „Green Building“-Märkte des Unternehmens. Statt klassischer Stahl- und Betonbauweise prägt vor allem Holz die Konstruktion. Sichtbare Träger und insgesamt 72 Holzsäulen bestimmen den Innenraum der Markthalle. Nach Angaben des Unternehmens wurden rund 1.800 Kubikmeter heimisches Nadelholz verbaut, die langfristig CO₂ speichern sollen.

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Im September 2025 wurde Richtfest für den REWE-Markt mit Dachfarm in Lankwitz gefeiert.

Beim Richtfest im September 2025 wurde in Berlin-Lankwitz ein wichtiger Baufortschritt für den neuen REWE-Markt gefeiert. / © Foto: Christoph Große

Dachfarm soll bis zu 900.000 Salatmischungen produzieren

Das zentrale Element des Projekts befindet sich auf dem Dach: Dort betreibt das Berliner Unternehmen ECF Farmsystems künftig eine hydroponische Farm mit einer Fläche von 2.760 Quadratmetern. Angebaut werden verschiedene Salatsorten, darunter Römersalat, Lollo Rosso und grüner Blattsalat. Die Pflanzen wachsen nahezu ohne Erde in automatisierten Systemen, die regelmäßig mit Nährlösung versorgt werden.

Nach Unternehmensangaben dauert es lediglich 23 Tage vom Anbau bis zur Auslieferung in die Märkte. Perspektivisch sollen jährlich bis zu 900.000 Salatmischungen produziert und an rund 500 REWE-Filialen in der Hauptstadtregion geliefert werden. Unterstützt wird der Betrieb der Dachfarm unter anderem durch Abwärme aus dem Supermarkt, Regenwassernutzung sowie eine Wärmepumpe.

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Visualisierung REWE mit Dachfarm. In der gläsernen Dachfarm werden später Salatmischungen heranwachsen.

Das Projekt in Berlin-Lankwitz soll als Pilotstandort für eine neue Generation kreislauffähiger Supermärkte dienen und damit als Vorbild für künftige REWE-Märkte in Deutschland fungieren. / © Visualisierung: ACME

Modulares Konzept für weitere REWE-Standorte geplant

Architektonisch stammt das Projekt vom Büro ACME, das bereits seit mehreren Jahren gemeinsam mit REWE an modularen Markt-Konzepten arbeitet. Ziel ist ein Gebäudetyp, der sich an unterschiedliche Standorte anpassen lässt und verschiedene Formen der Dachnutzung integriert. Der Markt in Lankwitz gilt dabei als erster Berliner Standort dieser neuen Generation.

Auch im Inneren setzt der Markt auf ein offenes Konzept mit viel Tageslicht und einer markthallenartigen Gestaltung. Auf rund 2.150 Quadratmetern Verkaufsfläche werden mehr als 20.000 Artikel angeboten, darunter zahlreiche regionale Produkte. Ergänzt wird das Angebot durch Frischetheken, Gastronomieelemente und digitale Einkaufslösungen wie Selbstscan-Kassen oder Scan&Go-Systeme.

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Mit dem Standort in Lankwitz will REWE damit mehrere Entwicklungen verbinden, die den Lebensmittelhandel zunehmend prägen: nachhaltigere Bauweisen, regionale Versorgung und die Frage, wie urbane Landwirtschaft künftig Teil der Stadt werden kann.

Quellen: REWE

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One Comment

  1. Lordan, Regina 21. Mai 2026 at 20:07 - Reply

    Endlich wieder ein realisiertes Zukunftsprojekt -weiter so! Bereits 1982 beim Baustudium in Cottbus haben wir mit schwedischen Studenten Zukunftsprojekte geplant und in Prototypen umgesetzt-die Betonköpfe haben mehr verhindert…gutes Gelingen bei weiteren Projekten. Regina Lordan

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