Die Deutsche Bahn bekommt im Nachtzugverkehr weitere Konkurrenz. Das Berliner Start-up Nox will ab März 2027 Hamburg und München über Nacht verbinden. Später soll auch Berlin Teil des Netzes werden.

Ein Nachtzug ist auf den Gleisen unterwegs.

Neben der Deutschen Bahn und der ÖBB drängen weitere Anbieter in den Nachtzugverkehr. 2027 startet Nox mit einer Verbindung zwischen Hamburg und München. / © Foto: depositphotos.com

© Titelbild: Nox Mobility

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Die Konkurrenz auf Deutschlands Schienen wächst. Während Flixtrain sein Fernverkehrsangebot deutlich ausweiten will, bringt sich mit Nox nun ein weiterer Anbieter in Stellung. Das Berliner Start-up plant ab März 2027 einen Nachtzug zwischen Hamburg und München, auch Berlin könnte später Teil des Netzes werden.

Nox will die Verbindung zunächst dreimal pro Woche in jede Richtung bedienen. Auf dem Weg zwischen den beiden Metropolen sind Stopps in Bremen und Augsburg vorgesehen. Die Strecke wird bereits heute von der Österreichischen Bundesbahn (ÖBB) in Kooperation mit der Deutschen Bahn als Nachtzugverbindung angeboten.

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Innenausstattung eines Nox-Nachtzuges mit Sitzplatz und Liegefläche

Nox setzt bei seinen Nachtzügen auf eine andere Raumaufteilung als klassische Schlafwagen. Die einzelnen Bereiche sollen sich vom Sitzplatz zum Bett umbauen lassen. / © Visualisierung: NOX Mobility

Die Fahrt von Hamburg nach München soll rund elf Stunden dauern. Zum Start setzt Nox auf einzelne Bereiche, die sich von Sitzplätzen zu rund zwei Meter langen Liegeflächen umbauen lassen. Anders als im klassischen Liege- oder Schlafwagen soll jeder Fahrgast einen eigenen, abgetrennten Bereich erhalten. Ab 2029 sind laut Medienberichten zusätzlich Abteile für bis zu zwei Personen geplant.

DB bekommt Konkurrenz: Auch Flixtrain baut Fernverkehr weiter aus

Der neue Nachtzug reiht sich in eine Entwicklung ein, bei der private Anbieter ihr Angebot auf der Schiene erweitern. Flixtrain hat erst kürzlich neue Zuggenerationen vorgestellt und angekündigt, sein Netz in den kommenden Jahren deutlich auszubauen. Ab 2028 sollen unter anderem neue Hochgeschwindigkeitszüge auf zusätzlichen Strecken eingesetzt werden, darunter eine Verbindung zwischen München und Berlin.

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Auch die Strecke Berlin–Hamburg soll für Flixtrain künftig eine größere Rolle spielen. Das Unternehmen plant dort ab 2027 eine deutlich höhere Zugdichte. Damit entsteht auf einer der wichtigsten Fernverkehrsachsen Deutschlands zusätzliche Konkurrenz zur Deutschen Bahn.

Auch Berlin steht bei Nox auf der Liste

Für den Nachtzuganbieter ist Hamburg–München zunächst der Auftakt. Nox will sein Netz nach eigenen Angaben langfristig auf zahlreiche europäische Städte ausweiten. Auch Berlin wird als künftiges Ziel genannt. Wann eine konkrete Verbindung in die Hauptstadt starten könnte, ist bislang jedoch offen.

Damit zeichnet sich auf der Schiene ein breiteres Angebot verschiedener Anbieter ab: Flixtrain baut den Tagesverkehr aus, während Nox und die ÖBB auf Nachtverbindungen setzen. Für Reisende zwischen den deutschen Metropolen könnten damit zusätzliche Alternativen zur Deutschen Bahn entstehen.

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Quellen: Lok Report, NOX, Der Tagesspiegel, Flixtrain, Deutsche Bahn, NDR

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