Das neue Wohnquartier am Eisenhutweg in Berlin-Johannisthal ist größtenteils fertiggestellt. 583 Mietwohnungen und eine Kita wurden realisiert. Die ersten Mieterinnen und Mieter sind bereits eingezogen, ein Teil der Wohnungen wird noch zur Vermietung angeboten. Trotz der unmittelbaren Nähe zur Autobahn herrscht dank der Schallschutzbebauung eine ruhige Wohnatmosphäre.

Das neue Wohnquartier am Eisenhutweg in Berlin-Johannisthal präsentiert sich als großzügig angelegter Neubaukomplex mit klarer, moderner Fassadengestaltung. Die Gebäude sind in hellen Farbtönen gehalten. Große Fensterflächen und Balkone sorgen für helle, gut belichtete Wohnungen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
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In Berlin-Johannisthal ist eines der umfangreichsten Neubauprojekte im Bezirk Treptow-Köpenick abgeschlossen. Auf einem rund 32.000 Quadratmeter großen Areal an der Schnittstelle zwischen Landschaftspark Adlershof und Autobahn 113 sind insgesamt 583 Mietwohnungen entstanden. Auch eine neue Kindertagesstätte wurde in das Quartier integriert.
Umgesetzt wurde das Vorhaben im Rahmen eines schlüsselfertigen Ankaufs. Nach Fertigstellung hat die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft DEGEWO die gesamte Anlage übernommen. Einige Mieterinnen und Mieter sind inzwischen eingezogen, andere Wohnungen werden noch auf der DEGEWO Website zur Vermietung angeboten.
Barrierefreier Wohnraum für alle Generationen in Johannisthal: 440 von 583 Wohnungen stufenlos erreichbar
Das neue Quartier richtet sich an unterschiedliche Haushaltsformen: Singles, Familien, Paare sowie Seniorinnen und Senioren finden hier barrierefreie Wohnungen mit 1,5 bis 5 Zimmern. Insgesamt sind 440 der 583 Einheiten barrierefrei gestaltet. Zudem erschließt ein Aufzug alle Gebäude.
Des Weiteren wurde der energetische Standard KfW 55 umgesetzt. Alle Wohnhäuser verfügen über extensiv begrünte Dächer. Die Wohnungen sind mit modernen Grundrissen und zeitgemäßer Ausstattung versehen, wie die Projektverantwortlichen mitteilen.
Schallschutz durch Baukörper: Siebengeschossige Gebäude schirmen das Quartier effektiv von der Autobahn ab
Eine Besonderheit des Quartiers ist die direkte Nähe zur Autobahn. Um dennoch eine hohe Wohnqualität zu gewährleisten, wurden entlang der vielbefahrenen Strecke Gebäude mit bis zu sieben Geschossen errichtet. Diese dienen nicht nur als Wohnraum, sondern gleichzeitig als baulicher Schallschutz.
Erste Erfahrungen und Eindrücke von ENTWICKLUNGSSTADT vor Ort zeigen, dass die Schallschutzlösung wirksam ist. In den grünen Innenhöfen sei der Verkehr kaum zu hören und die Aufenthaltsqualität entsprechend hoch.
Familienfreundlich und verkehrsberuhigt: Kita und Tiefgarage entlasten das Wohnumfeld am Eisenhutweg
Ergänzt wird das neue Quartier durch eine Kita mit Platz für bis zu 106 Kinder. Sie wurde zeitgleich mit den ersten Wohnungsbezügen eröffnet. Das Gesamtareal ist weitgehend autofrei geplant. Auch der motorisierte Verkehr wird über eine Tiefgarage mit 276 Stellplätzen abgewickelt.
Fuß- und Radwege wurden als zentrale Erschließungselemente gestaltet. Dies soll das Wohnumfeld aufwerten und die Mobilität im Alltag erleichtern.
Geförderter Wohnraum und gestaffelte Mieten: Soziale Durchmischung im neuen Quartier
Das Bauvorhaben wurde mit Unterstützung des Landes Berlin realisiert. Etwa 59 Prozent der Wohnungen sind gefördert und werden für 6,80 Euro pro Quadratmeter nettokalt vermietet. Die restlichen Einheiten liegen bei rund 11 Euro pro Quadratmeter.
Durch diese Staffelung soll laut DEGEWO eine soziale Durchmischung gefördert werden. Die Wohnflächen reichen von Ein-Zimmer-Apartments bis zu fünf-Zimmer-Wohnungen.
Attraktive Lage zwischen Teltowkanal, Landschaftspark und Technologiecampus Adlershof
Das neue Quartier liegt in unmittelbarer Nähe zum Technologie- und Wissenschaftsstandort Adlershof. Auch die naturwissenschaftlichen Fakultäten der Humboldt-Universität sind nicht weit entfernt. Zudem befinden sich mit dem Landschaftspark Johannisthal und dem Teltowkanal mehrere Erholungsräume in direkter Nachbarschaft.
Quellen: Nokera Planning GmbH, DEGEWO, Lindner-Spindler, Berliner Woche
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