Die U6 fährt in Reinickendorf weiter nicht bis Alt-Tegel. Die BVG prüft aktuell den Zeitplan nach erneuten Verzögerungen.

Schon seit November 2022 findet eine Grunderneuerung des nördlichen Streckenabschnittes der U6 zwischen den U-Bahnhöfen Alt-Tegel und Kurt-Schumacher-Platz statt. / © Foto: Wikimedia Commons, Phaeton1, CC BY-SA 3.0
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Die U6 bleibt im Norden Berlins weiter unterbrochen. Zwischen Kurt-Schumacher-Platz und Alt-Tegel fahren seit November 2022 Ersatzbusse – und das wird mindestens 2026 auch komplett so bleiben. Nach neuen Angaben der BVG gibt es derzeit keinen belastbaren Termin für die vollständige Wiederinbetriebnahme. Eine Rückkehr der U-Bahn bis Alt-Tegel gilt frühestens 2027 als möglich.
- Bezirk: Reinickendorf
- Sperrung: seit November 2022
- Ersatzverkehr: Busse zwischen Kurt-Schumacher-Platz und Alt-Tegel
Die U6 fährt in Reinickendorf weiterhin nur bis Kurt-Schumacher-Platz. Der nördliche Abschnitt bis Alt-Tegel bleibt wegen umfangreicher Bauarbeiten gesperrt. Ursprünglich sollte die Sanierung im Frühjahr 2025 abgeschlossen sein. Später nannte die BVG das Jahr 2026. Inzwischen verweist sie auf einen überarbeiteten Zeitplan, der noch nicht vorliegt.
U6 in Reinickendorf: BVG überarbeitet Zeitplan für Alt-Tegel
Nach Angaben der BVG führten mehrere Faktoren zu Verzögerungen. Dazu zählen Einsprüche im Vergabeverfahren, neue gesetzliche Vorgaben, längere Materiallieferzeiten und zusätzliche Schäden an alten Betonbauwerken. Im Winter 2025/2026 kamen rund sieben Wochen Baustopp hinzu. Betroffen waren vor allem Erd-, Betonage- und Stahlbauarbeiten an Außenanlagen.
Die BVG erklärte gegenüber dem Senat, dass solche Wetterlagen nur begrenzt planbar seien. In den vergangenen Jahren hätten winterliche Einflüsse meist keine oder nur geringe Auswirkungen gehabt. Der jüngste Winter habe den Bauablauf aber ungewöhnlich stark getroffen. Deshalb stimmen die Beteiligten die Terminpläne mit bis zu 20 Teilgewerken neu ab.

Die Bauarbeiten auf der U6 in Tegel verzögern sich weiter. Die BVG prüft nun aber Möglichkeiten zur Beschleunigung. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT / KI
Alt-Tegel bleibt weiter auf U6-Ersatzverkehr angewiesen
Der Umfang der Arbeiten auf der U-Bahnlinie U6 bleibt groß. Die BVG erneuert auf dem Abschnitt rund 3.000 Meter Dammstrecke, 6.500 Meter Gleis, acht Weichen und acht Brückenbauwerke. Hinzu kommen Anlagen für Stromversorgung, Kommunikation und Zugsicherung. Auch mehrere Bahnhöfe erhalten Grundinstandsetzungen. Borsigwerke und Holzhauser Straße bekommen Aufzüge.
Am Bahnhof Alt-Tegel wurden die Bahnsteigplatte und zwei Innentreppen neu gebaut. Nach Wiederaufnahme des Betriebs sollen weitere Arbeiten an Schalterhallen, Ausgangstreppen und Hintergleiswänden folgen. Der Bahndamm stammt aus den 1950er Jahren und besteht teils aus Kriegsschutt. Die BVG stabilisiert ihn deshalb grundlegend.
U6-Baustelle bedeutet längere Wege für BVG-Fahrgäste
Für Fahrgäste bedeutet die Verzögerung weiterhin längere Wege. Der Ersatzverkehr mit Bussen bleibt zwischen Kurt-Schumacher-Platz und Alt-Tegel bestehen. Als Alternative nennt die BVG die U8 bis Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik und von dort die S25 Richtung Tegel.
Ein genauer Termin für die Rückkehr der U6 bis Alt-Tegel steht derzeit nicht fest. Die BVG prüft nach eigenen Angaben Beschleunigungsmöglichkeiten vor allem bei Erdbau und Brücken. Bis ein belastbarer Zeitplan vorliegt, bleibt offen, wann die U6 in Reinickendorf wieder durchgehend fährt.
U Kurt-Schumacher-Platz
Quellen: BVG, Schriftliche Anfrage Abgeordnetenhaus Berlin, Drucksache 19/25387, B.Z., Berliner Zeitung, Tagesspiegel, rbb24
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6 Kommentare
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Ist das traurig. Andere Länder bauen in der Zeit Flughäfen
Furchtbar diese Ausreden. Es ist denen völlig egal wieviel Zeit, Kraft und Stress eine Arbeitnehmerin zusätzlich aufbringen muss, um zur Arbeit und wieder nach Hause zu gelangen. An der Infrastruktur eines Landes erkennt man seinen verfallenen Zustand. Die BVG ist für mich unzuverlässig. Es gab Zeiten, wo ich drei Stunden Arbeitsweg hatte und schon völlig erschöpft war als ich bei der Arbeit ankam! Abgehoben sind die. Und dann noch gleichzeitig der offene Kampf gegen das Auto. Ich glaube euch gar nix mehr. Zerfall und Unzuverlässigkeit überall in diesem Land.
Ja Schade das es nicht schneller geht. Ich muss aber sagen der Ersatzverkehr klappt super. Durch die schnelle Bustaktung verliert man kaum Zeit
Diese Ausreden von unerwarteten größeren Schäden, schlechten Wetter ist aus meiner Sicht lächerlich. Es wird eigentlich nie ein öffentliches Bauvorhaben pünktlich fertig und kostet immer mehr als geplant. Die Planer im öffentlichen Bereich haben ja nichts zu befürchten. Private Bauherren könnten sich das alles nicht leisten, aber die Steuerzahler kann man ja schröpfen.
Ausreden über Ausreden… Holt endlich Leute ran und nehmt Geld in die Hand, wir bezahlen soooo hohe Steuern wie kaum ein anderes Land !!!
2027….
Wer’s glaubt….2027 das ist ja schon nächstes Jahr. Die Preise werden immer höher der Service immer schlechter, ist das die DB? Weit ist die Bitte Viel Geduld nicht.