Digitale Technologien verändern die Welt mit rasanter Geschwindigkeit. Um den steigenden Bedarf an Rechenleistung zu decken, entstehen neue Datencenter in und um Frankfurt.

© Titelbild: depositphotos.com

 

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Die Nachfrage nach Rechenkapazitäten steigt kontinuierlich, vor allem durch die zunehmende Nutzung von Künstlicher Intelligenz. Immer mehr Rechenzentren mit tausenden von Servern entstehen, um diesen Bedarf zu decken. Besonders an Knotenpunkten wie im Frankfurter Raum wächst der Druck, neue Kapazitäten bereitzustellen.

In Birstein im Main-Kinzig-Kreis plant die Frankfurter Investorengruppe Argaman deshalb ein neues Rechenzentrum. Für das Projekt mit dem Namen „Frank Cube“ sind rund elf Hektar in einem Wohn- und Gewerbegebiet vorgesehen, das unweit der Bundesstraße in Richtung Fischborn entstehen soll.

Rechenzentrum „Frank Cube“: Fertigstellung bis zum Jahr 2028 vorgesehen

Das Rechenzentrum soll eine IT-Leistung von rund 200 Megawatt bereitstellen. Die Stromversorgung ist über die aktuell in Birstein entstehenden 21 Windräder vorgesehen. In der Übergangszeit wird ein Gaskraftwerk zum Einsatz kommen, bis die vollständige Versorgung über erneuerbare Energien sichergestellt ist.

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Erste Visualisierungen der zukünftigen Anlage zeigen mehrere Baukörper für Server sowie einen Bürobereich für IT-Fachkräfte. Die Fertigstellung des Zentrums ist nach derzeitigem Planungsstand für das Jahr 2028 vorgesehen.

Data Center Birstein: „Frank Cube“ könnte künftig Unternehmen aus Frankfurt mit IT-Dienstleistungen unterstützen

Die Gemeinde Birstein liegt am Rande des Vogelsbergs in Osthessen, zwischen Fulda und Frankfurt. Global gesehen gehört der Ort noch zur Frankfurter Zone, die zu den wichtigsten Datenaustauschpunkten Europas zählt. Vor allem der starke Bankensektor sorgt dafür, dass in Frankfurt ein hoher Bedarf an Rechenleistung besteht. Die dortigen Flächen sind jedoch knapp, weshalb Anbieter zunehmend auf das Umland ausweichen.

Um die zusätzlichen Kapazitäten aufzubauen, entstehen daher neue Rechenzentren in Städten und Gemeinden außerhalb Frankfurts. Niedrigere Grundstückspreise und verfügbare Flächen machen die Standorte für Investoren attraktiv. So gilt es zunehmend als sinnvoll, sich in Städte wie Mainz, Wiesbaden, Offenbach oder Hanau zu verlagern, sofern eine verlässliche Stromversorgung und leistungsfähige Netzknoten vorhanden sind.

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Kluge Ansiedelung für Birstein: Was das neue Datencenter im Ort bewirken könnte

So auch hier in Birstein: Die Gemeinde beabsichtigt, ein Gewerbe- und Industriegebiet mit einer Gesamtfläche von rund zwölf Hektar auszuweisen. Elf Hektar davon sollen nun an die Argaman Group gehen, die dort dann das Rechenzentrum „Frank Cube“ realisiert. Das neue Gebiet mit dem Namen „Im obersten Grünnel“ wird damit zu einem zentralen Standort für die geplante Entwicklung.

Das Projekt könnte für die Gemeinde Birstein zahlreiche positive Effekte haben. Das Rechenzentrum dient als fester Abnehmer der lokalen Windenergie und schafft sichere Arbeitsplätze sowie Ausbildungsplätze. Zudem könnte die Ansiedlung zu einem Zuzug von Fachkräften führen, was wiederum Kindergärten, Schulen und Vereine stärkt. Auch die Gemeindefinanzen würden durch Gewerbesteuereinnahmen stabilisiert.

Ein zusätzlicher Vorteil liegt nach Auskunft der Projektverantwortlichen in der Nutzung der Abwärme, die in ähnlichen Projekten bereits erfolgreich in Nahwärmenetze eingespeist wird. Mit „Frank Cube“ stellt Birstein wichtige Weichen für eine langfristig gesicherte Zukunft, sowohl wirtschaftlich als auch infrastrukturell.

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Quellen: Gemeinde Birstein, Immobilien Zeitung, Gelnhäuser Neue Zeitung, Mein Blättchen, Argaman Group

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