Auf der Insel Gartenfeld im Berliner Westen schreitet eines der größten Stadtentwicklungsprojekte der Hauptstadt sichtbar voran. Zwischen neuen Wohnhäusern, Infrastrukturbaustellen und ersten fertiggestellten Abschnitten verdichtet sich das Bild eines künftigen Stadtquartiers.

Visualisierung: So soll das neue Quartier auf der Insel Gartenfeld in Berlin-Spandau einmal aussehen. Bis zu 10.000 Menschen sollen hier künftig leben können. / © Visualisierung: HOWOGE / Gernot Schulz Architektur GmbH
© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT
Auf der Insel Gartenfeld im Bezirk Spandau zeigt sich die Entwicklung des neuen Stadtquartiers „Das Neue Gartenfeld“ inzwischen deutlich im Straßenbild. Wer durch das Areal geht, erkennt mehrere bereits fertiggestellte Hochbauten, während weitere Gebäude in der Ausführung sind. Erste Wohnhäuser sind bereits bezogen, was dem Gebiet zunehmend den Charakter eines entstehenden Stadtteils verleiht.
Parallel dazu wird nun auch die bauliche Infrastruktur weiter ergänzt und schrittweise in Betrieb genommen. Ein zentrales Element ist dabei die Bündelung des ruhenden Verkehrs in sogenannten Mobility Hubs, mit denen das Quartier weitgehend autoarm organisiert werden soll. Der öffentliche Raum ist dabei vorrangig für Fußgängerinnen, Fußgänger und Radfahrende vorgesehen.
Der Autoverkehr wird weiterhin über die bestehenden Brücken im Osten der Insel geführt. Ein neues Parkhaus befindet sich aktuell in der Schlussphase der Bauarbeiten und ergänzt das Verkehrskonzept des Quartiers.

Fortschritt auf der Insel Gartenfeld: Das Bauunternehmen MBN realisiert unter anderem ein 17-stöckiges Hotelhochhaus mit angeschlossenem Wohngebäude sowie ein Parkhaus mit rund 1.100 Stellplätzen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Insel Gartenfeld: Verkehrliche Erschließung als Schlüsselprojekt
Insgesamt wird auf der rund 59 Hektar großen Fläche, die bislang überwiegend als Gewerbe- und Industriebrache genutzt wurde, eine deutlich verdichtete städtebauliche Struktur aufgebaut.
Um die künftige Bewohnerschaft von mehreren tausend Menschen anzubinden, reicht die bestehende Erschließung über die Gartenfelder Straße langfristig nicht aus. Die Erreichbarkeit des Quartiers wird daher derzeit weiter ausgebaut und neu organisiert. Einen ersten konkreten Schritt markiert die neue Busanbindung: Seit dem jüngsten Fahrplanwechsel wird die Insel durch die BVG-Linie 339 erschlossen, die eine direkte Verbindung zum U-Bahnhof Paulsternstraße herstellt.
Darüber hinaus ist ein umfassendes Verkehrskonzept mit neuer Hauptstraße, Radschnellverbindung und einer Tram-Anbindung vorgesehen. Zentrale Rolle spielt dabei die neue Brückenverbindung über den Spandauer Schifffahrtskanal, die künftig den Anschluss an das Umland verbessern soll.

Für das Quartier „Das Neue Gartenfeld“ im Bezirk Spandau sind die Arbeiten an Wohngebäuden und Infrastrukturprojekten derzeit klar erkennbar. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Spandauer Schifffahrtskanal: Rhenaniabrücke seit Ende April im Bau
Mit dem offiziellen Baustart der Rhenaniabrücke Ende April ist ein weiterer Meilenstein erreicht. Das Bauwerk wird 50 Meter lang und 18 Meter breit sein und bleibt Bussen des ÖPNV sowie dem Fuß- und Radverkehr vorbehalten. Damit setzt sich das über Jahre entwickelte Konzept eines weitgehend autoarmen Quartiers fort. Aktuell sind vor Ort vor allem vorbereitende Arbeiten sichtbar; darunter Baustelleneinrichtungen und Absperrungen.
Die Brücke ist Teil eines langfristig angelegten Infrastrukturpakets, das eng mit der Entwicklung des Quartiers „Das Neue Gartenfeld“ verknüpft ist. Während der Hochbau auf der Insel bereits sichtbar voranschreitet, steht die neue Querung des Kanals noch am Anfang der baulichen Umsetzung.

Eine neue Brückenverbindung über den Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal soll das Quartier auf der Insel Gartenfeld künftig besser erreichbar machen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Das Neue Gartenfeld
Quellen: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Tagesspiegel, MBN, KRP Architektur / Büro Happold, UTB Projektmanagement, Bezirksamt Spandau, Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Planungsgemeinschaft „Das-Neue-Gartenfeld“ GmbH & Co. KG / Studio Duplex GmbH, HOWOGE, Gernot Schulz Architektur GmbH
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….. nur dem ÖPNV vorbehalten …..“
….theoretisch ok wegen des anschliessenden Biberschutzgebietes an der Rhenaniastr. . Frage ich mich halt nur , warum die Biber von dort in den Jungfernheidepark umgesiedelt wurden ? Ein Schelm , der böses dabei denkt !