Die Belgienhalle in Spandau erreicht mit der Finanzierung durch die Berliner Volksbank den nächsten Schritt der Revitalisierung und soll langfristig ein Zentrum im Quartier „Das Neue Gartenfeld“ werden.

Die Belgienhalle in Berlin-Spandau ist ein 1917/1918 wieder aufgebautes historisches Industriedenkmal, das einst als Teil des Kabelwerks Europas größter Hallenfabrikbau war und heute als zentraler Baustein des Quartiers „Das Neue Gartenfeld“ revitalisiert wird. / © Foto Wikimedia Commons, Ubahnverleih, CC0
© Titelbild / Visualisierung: COBE Berlin GmbH
Die Belgienhalle auf der Insel Gartenfeld in Berlin-Spandau rückt weiter in den Fokus der Quartiersentwicklung „Das Neue Gartenfeld“. Nach Angaben der UTB Projektmanagement GmbH liegt nun die Finanzierungszusage der Berliner Volksbank vor. Der Kreditvertrag wurde unterzeichnet. Der Weg für die Revitalisierung ist frei.
- Bezirk: Spandau
- Adresse: Gartenfelder Straße 14–28, 13599 Berlin
- Projekt: „Das Neue Gartenfeld“
- Gebäudetyp: historisches Industriedenkmal
- Baujahr: 1917/1918
- Geplante Nutzungen: Gewerbe, Sport, Gastronomie, Einzelhandel, Kultur und Begegnung
Die Revitalisierung der historischen Industriehalle auf der Insel Gartenfeld in Spandau geht in die nächste Phase. Nach Angaben der UTB Projektmanagement GmbH hat die Berliner Volksbank die Finanzierung zugesagt. Anschließend wurde der Kreditvertrag unterzeichnet. Die Halle soll langfristig eine zentrale Funktion im neuen Quartier „Das Neue Gartenfeld“ übernehmen.

Große Pläne für ein großes, neues Stadtquartier im Westen Berlins: „Das Neue Gartenfeld“ soll in Berlin-Spandau entstehen. / © Grafik: UTB Projektmanagement GmbH
Belgienhalle in Spandau als Zentrum von „Das Neue Gartenfeld“
Die Belgienhalle liegt an der Gartenfelder Straße 14–28 und bildet mit dem zentralen Platz ein wichtiges Zentrum des neuen Stadtteils. Geplant sind Flächen für Gewerbe, kreative Nutzungen, Gastronomie, Sport, Freizeit und Kultur. Auch Padel-Tennis, Einkaufsangebote und gastronomische Nutzungen sollen künftig zum Nutzungsmix gehören. Erste Mieterinnen und Mieter sind bereits eingezogen.
Das Gebäude besitzt eine besondere industriegeschichtliche Bedeutung. Die mehrschiffige Hallenbasilika stammt ursprünglich aus dem französischen Valenciennes und wurde 1917/1918 in Gartenfeld wieder aufgebaut. Später kamen weitere Seitenschiffe und der 34 Meter hohe Druckwasser-Akkumulatorturm hinzu. Bei seiner Inbetriebnahme galt der Hallenkomplex des Kabelwerks als größter Hallenfabrikbau Europas.
Belgienhalle: Revitalisierung, Finanzierung und neue Nutzungen
Die Belgienhalle umfasst rund 16.500 Quadratmeter. Die Teilflächen können zusammen, unterteilt oder separat genutzt werden. Laut UTB eignen sie sich unter anderem für Ausstellungen, Messen, Konzerte, Film- und Fotoaufnahmen sowie Produktions- und Präsentationsflächen für Kunst- und Kulturschaffende. Die Halle verfügt über hohe Bodenbelastbarkeit, Industriestromanschlüsse, Industrielampen und Deckenhöhen von bis zu rund 11,50 Metern.
Die Revitalisierung steht im Zusammenhang mit der Entwicklung von „Das Neue Gartenfeld“. Auf der Insel Gartenfeld entstehet ein moderner Lebensort für ca. 10.000 Menschen. Das Quartier soll Wohnraum, Arbeit, Versorgung, Mobilität und soziale Infrastruktur verbinden. Die Belgienhalle übernimmt dabei eine öffentliche Rolle, weil sie verschiedene Nutzungen bündelt und Menschen aus Gartenfeld, den umliegenden Stadtteilen und Berlin anziehen soll.
Belgienhalle („Das Neue Gartenfeld“)
Quelle: UTB Projektmanagement GmbH, GEWOBAG
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