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In Pankow entsteht der „Circular Community Hub“, der die Prinzipien einer kreislauforientierten Stadtentwicklung in der Praxis sichtbar macht. Der Hub verknüpft Baupraxis, Wissensaustausch und Vernetzung und dient als Pilotprojekt für die nachhaltige Gestaltung urbaner Räume. Vorgestellt wurde das Konzept auf der „Neustart Berlin“-Konferenz 2025.

Neustart Berlin 2025, Konferenz Berlin

Der „Circular Community Hub“ wurde erstmals auf der Konferenz „Neustart Berlin 2025“ vorgestellt und präsentiert Ansätze für zirkuläres Bauen in Pankow. / © Foto: Christian Kruppa, EUREF AG

© Titelbild: depositphotos.com / Ansonde
© Foto: Christian Kruppa, EUREF AG

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In Pankow entsteht auf Basis eines bestehenden Plattenbaus der „Circular Community Hub“. Er soll demonstrieren, wie ressourcenschonendes und kreislauffähiges Bauen im Berliner Stadtgefüge funktionieren kann. Besucherinnen und Besucher erleben vor Ort, wie Räume transformiert, Materialien langfristig im Umlauf gehalten und ökologische, soziale sowie wirtschaftliche Faktoren miteinander verbunden werden.

Der Hub wurde auf der „Neustart Berlin“-Konferenz 2025 erstmals vorgestellt. Die Veranstaltung dient der Zukunftsgestaltung Berlins und bot damit einen geeigneten Rahmen, um das Projekt als praktisches Beispiel zirkulärer Stadtentwicklung zu präsentieren.

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Zirkuläre Stadtentwicklung: Konferenz „Neustart Berlin“ präsentiert „Circular Community Hub“

Der Hub erweitert das bestehende Cradle to Cradle LAB. Das Konzept zielt darauf ab, Materialien nach ihrer Nutzung wieder dem Kreislauf zuführen zu können und gleichzeitig langlebige, gesunde Innenräume zu schaffen. Dabei geht es nicht nur um bauliche Lösungen, sondern um ganze Wertschöpfungsketten sowie das Zusammenspiel von Bau, Nutzung und Rückbau.

Beispiele aus anderen Städten wie Venlo oder Düsseldorf zeigen, dass C2C-Gebäude Energie erzeugen, das Mikroklima verbessern und neue soziale Räume schaffen können. In Venlo wurde beispielsweise das neue Rathaus nach Cradle-to-Cradle-Prinzipien fertiggestellt. Für Berlin bedeutet dies, dass zukünftige Bauprojekte über reine Flächenschaffung hinaus zur städtischen Lebensqualität beitragen könnten.

Landsberger Allee 99c: Lernen am Pilotprojekt für Kreislaufbau

Beim Umbau des Gebäudes in der Landsberger Allee 99c kommen zahlreiche zertifizierte C2C-Materialien zum Einsatz. Schaumglas aus Recyclingmaterial wird etwa für den Bodenaufbau verwendet, Mineralfarbe und Lehmputz zirkulieren im Kreislauf und ersetzen klassische, oft umweltschädlichere Baustoffe. Insgesamt beteiligen sich rund 25 Unternehmen aus Deutschland an der Umsetzung und liefern hierfür ihre Produkte.

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Das Gebäude in Pankow dient zugleich als Lernort für Handwerksbetriebe. Berliner Unternehmen können hier ihre Mitarbeitenden im Umgang mit kreislauffähigen Baustoffen und Prozessen weiterbilden. Die im Hub gelernten Erfahrungen sollen dokumentiert und künftig übertragen werden, damit andere Projekte folgen können.

„Circular Community Hub“: Plattform für zirkuläre Stadtentwicklung

Mit dem „Circular Community Hub“ entsteht ein Ort, an dem Umsetzung, Austausch und Skalierung von Kreislaufideen zusammengeführt werden. Im Hub sollen Unternehmen, Verwaltung, Zivilgesellschaft und Wissenschaft gemeinsam an Lösungen arbeiten und ihr Wissen teilen.

Für Unternehmen bietet der Hub damit Zugang zu Pilotprojekten, während Verwaltungen Unterstützung bei nachhaltiger Beschaffung und Transformationsprozessen erhalten. Zivilgesellschaftliche Gruppen finden außerdem Räume für Beteiligung und Projektarbeit.

Cradle to Cradle in Berlin: Pankow zeigt Vorreiterrolle im zirkulären Bauen

Der Bezirk Pankow gehört zu den fortschrittlichsten Akteuren im Bereich C2C. Bereits 2021 trat der Bezirk dem Netzwerk C2C Regionen bei und organisiert seitdem interne Fortbildungen. In einer mehrteiligen Veranstaltungsreihe 2025 erarbeiteten Beschäftigte verschiedener Fachbereiche, Strategien für zirkuläres Bauen und nachhaltige Beschaffung.

Die Ergebnisse lieferten ein Handlungspapier, das nun als Grundlage für den Hub dient. Die dort gemachten Erfahrungen sollen als Orientierung für andere Berliner Bezirke genutzt werden.

„Circular Community Hub“: Perspektive für zirkuläres Bauen in Berlin

Mit dem „Circular Community Hub“, einem breiten Netzwerk engagierter Akteurinnen und Akteure sowie ersten politischen Signalen auf Landes- und Bezirksebene sieht die NGO Berlin gut aufgestellt, eine bundesweite Vorreiterrolle im zirkulären Bauen einzunehmen.

Mit Blick auf zukünftige Großereignisse wie die EXPO 2035 besteht das Ziel, Berlin als sichtbares Beispiel für zirkuläres Wirtschaften und Bauen zu positionieren. Der Hub in Pankow bildet dafür den ersten Baustein.

Neustart Berlin 2025, Cradle to Cradle NGO

Auf der Konferenz „Neustart 2025“ wurden über 70 Konzepte aus den Bereichen Stadtentwicklung, Mobilität, Umwelt und Klima sowie Kultur und Gemeinschaft eingereicht. Darunter war auch das der Cradle to Cradle NGO. / © Foto: Christian Kruppa, EUREF AG

Quellen: EUREF AG, Cradle to Cradle NGO, Neustart Berlin

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