Charlottenburg-Wilmersdorf treibt den Radverkehr voran. 18 Maßnahmen sind fertig, weitere in Planung und Umsetzung. Unterdessen soll eine mögliche Gesetzesänderung die Pflicht zur Einrichtung von Fahrradstreifen an Hauptstraßen in Berlin aufweichen.

Fahrradfahrer auf dem Radstreifen in Charlottenburg-Wilmersdorf.

Herbst 2025: Fertigstellung der „Opernroute Nord“ in Charlottenburg (2,2 km zwischen Bismarckstraße und Olbersstraße). Der Bezirk baut die Radinfrastruktur weiter aus. / © Foto: GB infraVelo GmbH

© Titelbild: infraVelo

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Der Ausbau des Radverkehrs in Charlottenburg-Wilmersdorf schreitet weiter voran. Mehrere Maßnahmen sind seit 2021 bereits abgeschlossen, andere befinden sich noch in der Umsetzung. Gleichzeitig laufen neue Planungen. Der aktuelle Stand verdeutlicht, wie der Bezirk seine Infrastruktur für den Radverkehr anpasst – und was er sich das kosten lässt.

  • Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf
  • Fertiggestellte Maßnahmen seit 2021: 18
  • In Planung: 12 Maßnahmen
  • In Umsetzung: 2 Maßnahmen

Am Hohenzollerndamm wird der Fortschritt in Sachen Sicherheit für den Radverkehr unmittelbar sichtbar. Zwischen Sächsischer Straße und Fehrbelliner Platz laufen Bauarbeiten zur Neuordnung der Radverkehrsanlagen. Neue Bordsteinkanten entstehen, der Radverkehr wird neu geordnet. Zusätzlich wird an der Kreuzung Württembergische Straße eine neue Ampel installiert, um den Verkehrsfluss zu steuern und die Sicherheit zu erhöhen.

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Charlottenburg-Wilmersdorf: Konkrete Radverkehrs-Maßnahmen geplant

Die Baustelle am Hohenzollerndamm gehört zu den aktuell zwei Radverkehrs-Maßnahmen, die im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf umgesetzt werden. Sie basiert auf einer Empfehlung der Unfallkommission, die den Abschnitt als sicherheitsrelevant eingestuft hat. Ziel ist es, die Verkehrsführung klarer zu strukturieren und Konflikte zwischen verschiedenen Verkehrsteilnehmern zu reduzieren.

Ein Blick auf die Gesamtentwicklung im Bezirk zeigt, dass seit 2021 insgesamt 18 Radverkehrs-Maßnahmen abgeschlossen wurden. Diese Projekte betreffen unterschiedliche Straßentypen und reichen von einfachen Markierungen bis zu baulichen Anpassungen. Insgesamt mehr als 1,8 Millionen Euro sind dafür aufgewendet worden.

Parallel dazu befinden sich zwölf weitere Maßnahmen in Planung. Sie sollen das bestehende Netz ergänzen und Lücken schließen. Für einige davon steht der Baustart unmittelbar bevor, fünf dieser Maßnahmen sollen im Jahr 2026 noch fertiggestellt werden.

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Änderung bei Rahmenbedingungen für Radverkehr in Berlin

Während die aktuellen Projekte noch nach bestehenden Vorgaben umgesetzt werden, zeichnet sich eine mögliche politische Veränderung ab. Die Regierungskoalition aus CDU und SPD plant, die bisherigen Regelungen für Radverkehrsanlagen auf Hauptverkehrsstraßen aufzuweichen. Die Pflicht zur Einrichtung von Fahrradstreifen an Hauptstraßen soll gelockert werden. Vor allem dann, wenn parallel schon Fahrradstraßen verlaufen.

Verkehrsverbände wie der ADFC weisen darauf hin, dass solche Änderungen Einfluss auf zukünftige Maßnahmen haben könnten. Der laufende Ausbau in Charlottenburg-Wilmersdorf zeigt jedoch, dass der Radverkehr aktuell weiterhin entwickelt wird.

 

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Quellen: Schriftliche Anfrage, Abgeordnetenhaus Berlin, Drucksache 19 / 25700, ADFC Berlin

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One Comment

  1. Mitte-Mitte-Anwohnerin 26. April 2026 at 12:05 - Reply

    Der jetzige Senat macht mit der Aufweichung der Regelungen mal wieder Anti-Fahradfahrer-Politik.
    Die Hauptverkehrsachsrn sollten für den gesamten fahrenden/rollenden Verkehr (Auto, Fahrrad, Scooter) die Hauptverkehrsachsen sein. Dazwischen sollte es nur ruhigen und langsamen Zielverkehr und einen Fokus auf Fußgänger geben.
    Ist es wirklich so schwer ein Gesamtkonzept für Berlins Hauptverkehrswege zu machen?

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