Der Neubau der Westendbrücke in Charlottenburg verzögert sich durch den langen Winter. Aktuell wird der Zeitplan auf der Baustelle angepasst. Der Fertigstellungstermin im Sommer 2027 soll gehalten werden.
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
Der Neubau der Westendbrücke in Charlottenburg-Wilmersdorf liegt aktuell hinter dem Zeitplan, wie die Berliner Morgenpost berichtet. Ursache ist der lange Frost im vergangenen Winter, der wichtige Bauarbeiten zeitweise verhindert hat. Besonders betroffen waren notwendige Kabelumverlegungen im Baufeld. Ohne diese Vorarbeiten konnten zentrale Bauabschnitte nicht starten.
- Projekt: Neubau der Westendbrücke (Charlottenburg)
- Grund der Verzögerung: langer Winter und verschobene Kabelumverlegungen
- Stand: Bauarbeiten laufen, Zeitplan wird angepasst
- Geplante Fertigstellung: Sommer 2027
Die zuständige Projektgesellschaft Deges arbeitet daran, die entstandene Verzögerung zu begrenzen. Ziel bleibt die Fertigstellung der Westendbrücke im Sommer 2027. Täglich nutzen rund 90.000 Autofahrer den Abschnitt der A100. Seit der Sperrung und dem Abriss der alten Brücken kommt es regelmäßig zu Staus im Umfeld.
Kabelarbeiten bremsen Neubau der Westendbrücke in Charlottenburg
Die Verzögerung hängt direkt mit den verschobenen Leitungsarbeiten zusammen. Bereits im Februar zeigte sich, wie stark der Winter den Neubau der Westendbrücke in Charlottenburg beeinflusst. Abbrucharbeiten verzögerten sich am südlichen Widerlager und an den Pfeilerfundamenten. Frost, Schnee und gefrorener Boden erschwerten den Bauablauf erheblich.
Trotz schwieriger Bedingungen liefen die Vorbereitungen weiter. Im Baufeld wurden Bohrungen durchgeführt und anschließend Spundwände zur Sicherung der Baugrube eingebracht. In der letzten Februarwoche begann zudem die Umverlegung von Kabeln, die voraussichtlich noch bis April 2026 beendet werden können.
Parallel beginnt der Bau der ersten Pfeiler dort, wo bereits Baufreiheit besteht. Um den Zeitverlust auszugleichen, plant die Deges zusätzliche Maßnahmen. Dazu gehören mehr Personal sowie ein erweiterter Schichtbetrieb bei besonders kritischen Bauphasen.
Mehr Sperrungen für Westendbrücke in Charlottenburg möglich
Die geplanten Beschleunigungsmaßnahmen haben direkte Folgen für den Bahnverkehr. Zusätzliche und verschobene Sperrpausen sind nicht ausgeschlossen. Das betrifft vor allem die stark genutzten Ringbahnlinien in Berlin.
Für Anwohner und Pendler bedeutet das weitere Einschränkungen. Gleichzeitig soll die enge Abstimmung mit den Baufirmen helfen, den Zeitplan stabil zu halten. Die Deges überarbeitet aktuell den gesamten Bauablauf, um die Verzögerung beim Neubau der Westendbrücke möglichst gering zu halten.
Ringbahnbrücke im Vorteil: Neubau ohne Verzögerung
Anders entwickelt sich die Situation bei der benachbarten Ringbahnbrücke. Dort starteten die Bauarbeiten bereits im Oktober und damit vor Beginn der Frostperiode. Die notwendigen Leitungsarbeiten waren rechtzeitig abgeschlossen, sodass keine Verzögerung entstand.
Der Neubau der Westendbrücke erfolgt an der ursprünglichen Stelle. Eine alternative Bauweise neben dem Bestand ließ sich nach kurzfristigen Sperrungen beider Brücken nicht umsetzen. Die Bauzeit beträgt rund 22 Monate. Beide Brückenprojekte sollen möglichst gleichzeitig abgeschlossen werden.
Westendbrücke (Charlottenburg)
Quellen: Berliner Morgenpost, Deges
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