Am Eichborndamm in Reinickendorf nimmt das „Chamäleonhaus III“ Gestalt an. Der Holz-Hybrid-Neubau verbindet Büros, Wohnungen und eine Kantine.

Die Visualisierung zeigt das geplante „Chamäleonhaus III“ an der Ecke Eichborndamm und Pannwitzstraße in Reinickendorf. Die Fassade kombiniert helle Ziegel, große Fensterflächen und vertikale Holzelemente. / © Visualisierung: Lasse Rode für Pott Architects
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
An der Ecke Eichborndamm und Pannwitzstraße hat sich das Straßenbild deutlich verändert. Das Gerüst steht noch, doch der Neubau dahinter zeigt bereits seine endgültigen Proportionen. Beim „Chamäleonhaus III“ sind inzwischen große Teile der Fassade, die Fenster und die gestaffelten Gebäudeteile erkennbar.
- Bezirk: Reinickendorf
- Adresse: Eichborndamm 106–110 / Pannwitzstraße 5, 13403 Berlin
- Projektstatus: Im Bau
- Nutzung: Büro- und Wohngebäude

An der Kreuzung Eichborndamm und Pannwitzstraße laufen die Bauarbeiten am „Chamäleonhaus III“ weiter. Der Holz-Hybrid-Neubau verbindet künftig Büro- und Wohnflächen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Der Rohbau des „Chamäleonhaus III“ steht vollständig. Die zurückspringenden Gebäudeteile und das obere Staffelgeschoss lassen sich inzwischen klar ablesen. Entlang der Pannwitzstraße laufen zugleich Arbeiten an den Außenanlagen und den Anschlüssen des Gebäudes.
Besonders auffällig ist die dunkle Ziegelfassade. Sie verbindet den Neubau gestalterisch mit den älteren Backsteinbauten in der Umgebung. Nach den Planungsangaben sollten dafür wiederverwendete Ziegelsteine zum Einsatz kommen. Teilflächen aus Holz ergänzen die Gebäudehülle.

Das eingerüstete „Chamäleonhaus III“ am Eichborndamm in Reinickendorf hat seine endgültige Gebäudehöhe erreicht. Große Teile der Ziegelfassade und der Fenster sind bereits montiert. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
„Chamäleonhaus III“ verbindet Holzbau und massive Bauteile
Das Berliner Büro Pott Architects plante das „Chamäleonhaus III“ zunächst weitgehend als Holzbau. Das oberirdische Tragwerk sollte aus vorgefertigten Holzrahmenelementen, Massivholzdecken und Holzrahmenaußenwänden bestehen. Im Verlauf der Umsetzung entwickelte sich daraus jedoch eine Hybridkonstruktion. Der zentrale Kern, die Gründung und weitere tragende Bereiche bestehen aus Stahlbeton, während in den oberen Geschossen weiterhin umfangreiche Holzbauteile eingesetzt werden.
Das Gebäude umfasst nach Angaben der Fachplaner rund 1.300 Quadratmeter Bruttogrundfläche. Geplant sind drei oberirdische Vollgeschosse, ein zurückgesetztes Staffelgeschoss und ein teilweise in das Gelände eingelassenes Gartengeschoss. Damit reagiert der Entwurf auf den Höhenunterschied zwischen Eichborndamm und Hofseite.

Aus der erhöhten Perspektive wird die gestaffelte Bauform des „Chamäleonhaus III“ sichtbar. Der Holz-Hybrid-Neubau ergänzt den bestehenden Unternehmensstandort am Eichborndamm in Reinickendorf./ © Visualisierung: Lasse Rode für Pott Architects
Büros, Wohnungen und Kantine am Eichborndamm
Das Nutzungskonzept kombiniert Arbeits- und Wohnräume. Im Gartengeschoss ist zudem eine Kantine vorgesehen, die über einen Lichthof Tageslicht erhalten soll. Große Fensterflächen öffnen die Räume zur Straße und zum Hof. Terrassen entstehen dort, wo die einzelnen Gebäudeteile zurückspringen. Die innere Erschließung bündelt ein zentraler Treppenhauskern.
Bauherr ist das Umfeld des Reinickendorfer Reiseveranstalters Chamäleon Reisen, dessen Sitz sich an der Pannwitzstraße befindet. Der Neubau ergänzt den bestehenden Standort. Ein verlässlicher Fertigstellungstermin wurde bisher nicht veröffentlicht. Der aktuelle Stand zeigt jedoch, dass der Ausbau und die Arbeiten an Fassade und Außenflächen weit vorangeschritten sind.
„Chamäleonhaus III“
Quellen: brand+, Hartwich Bernhardt Ingenieure, Pott Architects
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