Für das Büroprojekt Central Parx im Frankfurter Bankenviertel wurde am 10. Juni 2026 Richtfest gefeiert. Das ehemalige BHF-Bankgebäude wird derzeit umfassend revitalisiert und für neue Nutzungen umgebaut. Das Projekt gilt als Beispiel dafür, wie bedeutende Bestandsgebäude durch Transformation statt Abriss in die Zukunft geführt werden können.

Zum Richtfest kamen Vertreter aus Politik, Immobilienwirtschaft und Planung zusammen. Zu den Gästen zählten unter anderem Frankfurts Oberbürgermeister Mike Josef, ABG-Real-Estate-Geschäftsführer Ulrich Höller sowie der ehemalige hessische Ministerpräsident Roland Koch. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
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Am 10. Juni 2026 wurde auf der Baustelle von Central Parx Richtfest gefeiert. Vertreter aus Politik, Immobilienwirtschaft, Planung und Bauwesen kamen zusammen, um den Fortschritt eines Projekts zu würdigen, das weit über eine klassische Bürosanierung hinausgeht. Zu den Gästen zählten unter anderem Frankfurts Oberbürgermeister Mike Josef, der ehemalige hessische Ministerpräsident Roland Koch sowie zahlreiche Projektbeteiligte.
Das Projekt befindet sich an einer der prominentesten Adressen der Stadt zwischen Bankenviertel, Alter Oper und Rothschildpark. Hier wird derzeit das ehemalige BHF-Bankgebäude umfassend modernisiert und für eine neue Nutzungsgeneration vorbereitet. Entwickelt wird das Projekt von der ABG Real Estate, die das Ensemble im Jahr 2020 mit dem Ziel übernommen hatte, die architektonisch wertvolle Bestandsimmobilie langfristig zu erhalten und weiterzuentwickeln.
Central Parx verbindet Denkmalschutz und moderne Büronutzung
Der Architekt Sep Ruf entwarf das Gebäudeensemble in den 1960er Jahren. Bis heute zählt es zu den prägenden Beispielen der deutschen Nachkriegsmoderne. Über rund sechs Jahrzehnte nutzte die BHF-Bank den Komplex als Unternehmenssitz und prägte damit die Geschichte des Standorts. Nach dem Auszug des langjährigen Nutzers stand die Zukunft des Gebäudes jedoch erneut zur Diskussion.
Die Projektbeteiligten entschieden sich bewusst gegen einen Abriss und setzen stattdessen auf die Weiterentwicklung des Bestands. Beim Richtfest sprach ABG-Real-Estate-Geschäftsführer Ulrich Höller von einem „Musterprojekt für die Transformation hochwertiger Büroimmobilien“. Gerade in Frankfurt, aber auch in vielen anderen deutschen Städten, dürften ähnliche Gebäude in den kommenden Jahren vor vergleichbaren Herausforderungen stehen. Das Projekt soll deshalb zeigen, wie sich architektonisch wertvolle Bestände in eine neue Nutzungsphase überführen lassen.

Der markante Hochhausteil von Central Parx hat inzwischen seine endgültige Höhe erreicht. Mit dem Richtfest wurde am 10. Juni 2026 ein wichtiger Meilenstein bei der Revitalisierung des ehemaligen BHF-Bankgebäudes gefeiert. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
BHF-Bankgebäude: Revitalisierung statt Neubau als Leitidee
Im Mittelpunkt des Projekts steht der behutsame Umgang mit der bestehenden Architektur. Architekt Christoph Mäckler erklärte beim Richtfest, dass sein Team die ursprünglichen Entwürfe und historischen Pläne intensiv ausgewertet habe. Ziel sei es gewesen, die architektonischen Qualitäten des Hauses wieder stärker sichtbar zu machen und gleichzeitig die technischen Anforderungen eines modernen Bürogebäudes zu erfüllen. Besonders interessant ist dabei ein zusätzliches Geschoss, das auf ursprünglichen Planungen aus der Entstehungszeit des Gebäudes basiert. Gleichzeitig entfällt ein großer technischer Dachaufbau, wodurch sich die Silhouette wieder stärker am ursprünglichen Entwurf orientiert.
Mehrfach hoben die Redner beim Richtfest außerdem die Bedeutung von Revitalisierungen für eine nachhaltige Stadtentwicklung hervor. Eine der zentralen Botschaften lautete, dass die nachhaltigste Immobilie nicht zwangsläufig die neueste sein müsse. Statt bestehende Gebäude abzureißen, rückt zunehmend die Frage in den Vordergrund, wie sich vorhandene Bausubstanz ressourcenschonend weiterentwickeln lässt. Genau diesen Ansatz wollen die Projektbeteiligten mit Central Parx beispielhaft vorführen.

Neben den offiziellen Ansprachen sorgte auch ein kleines Konzert für eine festliche Atmosphäre auf der Baustelle. Vor dem Richtkranz wurde der Fortschritt des Projekts gemeinsam mit Gästen und Projektbeteiligten gefeiert. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Erste Nutzer für Central Parx stehen bereits fest
Dass das Konzept auch am Markt auf Interesse stößt, zeigt die Vermietung. Wie beim Richtfest bekannt wurde, konnten bereits zwei Anwaltskanzleien als künftige Nutzer gewonnen werden. Die Kombination aus denkmalgeschützter Architektur, modernen Büroflächen und zentraler Lage scheint damit schon vor Fertigstellung auf Nachfrage zu treffen.
Mit Central Parx entsteht somit nicht nur ein modernisiertes Bürogebäude. Das Projekt will zugleich für einen Wandel im Umgang mit hochwertigem Gebäudebestand stehen. Statt bestehende Strukturen zu ersetzen, soll deren architektonische Qualität bewahrt und für kommende Generationen nutzbar gemacht werden. Gerade für Frankfurt, wo viele Bürogebäude der Nachkriegszeit in die Jahre gekommen sind, könnte das Projekt damit beispielhaft für künftige Entwicklungen sein.

Im Inneren von Central Parx treffen historische Bausubstanz und neue Gestaltungselemente aufeinander. Die markante Wendeltreppe gehört zu den Blickfängen des revitalisierten Gebäudes, das die Architektur der Nachkriegsmoderne in eine neue Nutzungsgeneration überführen soll. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
CENTRAL PARX
Quellen: Skyline Atlas, ABG Real Estate Group, central-parx.de
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