Frankfurts Skyline bekommt derzeit einen neuen markanten Hochpunkt. An der Neuen Mainzer Straße wächst der „Central Business Tower“ in die Höhe, während direkt darunter historische Bausubstanz erhalten und in das neue Ensemble integriert wird.

Hochhausrohbau zwischen Bäumen, unten mit montierter Glasfassade, oben mit sichtbarer Betonkonstruktion und Kran, im Hintergrund weitere Frankfurter Hochhäuser.

Fertigstellen will die Helaba den Turm im ersten Quartal 2028, anschließend soll die Commerzbank im Laufe des Jahres 2028 einziehen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT

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Der „Central Business Tower“ an der Neuen Mainzer Straße wächst weiter in die Höhe. Im Mai 2026 hatte der Rohbau mit der fertigen Decke über dem 25. Obergeschoss offiziell die 100-Meter-Marke erreicht. Seither ist der Turm erneut um einige Etagen weitergewachsen ist. Auffällig ist dabei, dass auch die Fassade bereits in den oberen Geschossen montiert ist und mit dem Rohbau in die Höhe wächst. Schlussendlich soll der Büroturm 205 Meter hoch werden und 52 Obergeschosse sowie fünf Untergeschosse umfassen.

  • Lage: Frankfurt Innenstadt
  • Adresse: Neue Mainzer Straße 57–59
  • Höhe: 205 Meter
  • Geschosse: 52 Obergeschosse, 5 Untergeschosse
  • Nutzung: Büro, Gastronomie, Kultur, öffentliche Bereiche
  • Fertigstellung: Anfang 2028

Möglich wird dieses Bautempo durch ein Verfahren, das die Projektbeteiligten als „Dreitakt“ bezeichnen. Dabei arbeitet das Bauteam gleichzeitig an drei übereinanderliegenden Geschossen: Im untersten wird die Decke fertigbetoniert, eine Etage darüber montiert das Team bereits die Fertigteile für die nächste Decke, und ganz oben beginnen die Vorbereitungen für die übernächste Etage. Der Gebäudekern wächst dabei im Wochentakt in die Höhe und gibt den Rhythmus für den gesamten Rohbau vor.

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Historischer Sockel im Bankenviertel: Fassade und Rotunde bleiben erhalten

Straßenkreuzung in Frankfurt mit einem teilweise eingerüsteten historischen Gebäude, dahinter ein Baukran und der Rohbau des Central Business Tower, im Hintergrund die Zwillingstürme der Deutschen Bank.

Die historische Fassade des Bankgebäudes von 1891 bleibt erhalten und steht unter Denkmalschutz. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Während der Turm in die Höhe wächst, bleibt am Fuß des Hochhauses ein Stück Stadtgeschichte erhalten. Der Neubau entsteht hinter der Fassade eines Bankgebäudes aus dem Jahr 1891, das unter Denkmalschutz steht. Laut Züblin sicherte das Bauunternehmen die historische Kassenhalle im Inneren, die sogenannte „Rotunde“, während der Abbrucharbeiten Stein für Stein und lagerte sie zwischen, um sie später wieder in den Neubau zu integrieren.

Die Fassade selbst blieb stehen und wurde über eine massive Stahlkonstruktion gesichert. Inzwischen scheint auch der Rohbau hinter der historischen Fassade fertiggestellt zu sein. Wer aus der Junghofstraße auf den historischen Sockel blickt, sieht, wie weit der Bau fortgeschritten ist. Ein Teil der hellen Natursteinfassade steht bereits ohne Gerüst und schließt an die Glasfassade des neuen Turms an. Wenige Meter weiter verdeckt hingegen noch ein Gerüst einen historischen Abschnitt der Fassade, während darüber bereits die Montage der neuen Fassade vorbereitet wird und der Rohbau über die historische Traufhöhe hinausgewachsen ist.

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Entwurf von KSP Engel: Zwei Neubauten, durch eine gläserne Fuge verbunden

Straßenszene mit fahrenden Autos vor einem Gebäudekomplex, links eine moderne Glasfassade, rechts der historische Bestand.

Zwischen dem Hochhaus und dem historischen Sockelbau soll eine mehrgeschossige Glashalle entstehen, die beide Baukörper miteinander verbindet. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Das Nebeneinander von Alt und Neu ist kein Zufall, sondern Teil des architektonischen Konzepts. Der Entwurf des Frankfurter Büros KSP Engel sieht den Turm als zweiteilige, leicht versetzte Struktur vor, deren beide Hälften durch eine gläserne Fuge voneinander getrennt sind. Der historische Sockelbau steht dabei nicht isoliert vor dem Neubau, sondern ist über eine mehrgeschossige Glashalle direkt an den Turm angeschlossen.

Die Helaba beschreibt das Ensemble entsprechend in zwei benannten Teilen: Der 205 Meter hohe Neubau firmiert intern als „The Tower“, der historische Sockel mit der Rotunde als „The Bank“.

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Vermietungserfolg des „Central Business Tower“: Commerzbank sichert sich Büroflächen

Auch die künftige Nutzung des Hochhauses steht bereits fest. Die Commerzbank hat die gesamte verfügbare Bürofläche des „Central Business Towers“ angemietet. Mehr als 73.000 Quadratmeter werden künftig von der Bank genutzt. Der Mietvertrag läuft über 15 Jahre. Rund 3.200 Arbeitsplätze sollen in dem Hochhaus entstehen.

Der neue Standort ergänzt dabei den bestehenden Commerzbank Tower wenige Gehminuten entfernt. Mit dem „Central Business Tower“ sollen zentrale Funktionen der Bank stärker im Frankfurter Bankenviertel gebündelt werden. Der Einzug ist nach der Fertigstellung des Gebäudes im Laufe des Jahres 2028 vorgesehen.

Blick über eine Grünanlage mit Hecken und Bäumen auf ein niedrigeres, hell verputztes Gebäude mit Fensterreihen, dahinter ragt ein hoher Glasturm auf.

Blick aus der Taunusanlage auf den niedrigeren Sockelbau des Ensembles. Hier soll künftig unter anderem das Weltkulturen Museum eine rund 500 Quadratmeter große Ausstellungsfläche erhalten. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Öffentliche Nutzung im Sockelbereich: Museum und Passage ergänzen die Büroflächen

Der Büroturm wird allerdings nicht ausschließlich von der Commerzbank genutzt. Im Sockelbereich sind neben Gastronomie weitere öffentlich zugängliche Bereiche geplant, auch eine kulturelle Nutzung ist vorgesehen. Das Weltkulturen Museum soll dort eine rund 500 Quadratmeter große Ausstellungsfläche erhalten. Über eine Passage soll das Ensemble zudem mit der Taunusanlage verbunden werden.

Damit entsteht an der Neuen Mainzer Straße ein Hochhaus, das zwei unterschiedliche Ebenen miteinander verbindet: Während sich über dem historischen Sockel der neue Büroturm bis auf 205 Meter erhebt, soll auf Straßenniveau ein öffentlich zugänglicher Bereich entstehen. Bis zur geplanten Fertigstellung Anfang 2028 muss der Rohbau dafür allerdings noch weiter wachsen.

Quellen: Central Business Tower (central-business-tower.de), Helaba, Ed. Züblin AG, KSP Engel, Commerzbank, Weltkulturen Museum

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2 Kommentare

  1. Helmut Poledniok 4. September 2026 at 16:42 - Reply

    Die englischsprachigen Bezeichnungen finde ich sehr ärgerlich. In Deutschland wird Deutsch gesprochen. Das schreibt jemand, der mehrere Sprachen spricht aber seine Muttersprache nicht von Viertelkosmopoliten versauen lassen will.
    Gute Besserung.

    • Böhme 16. September 2026 at 05:16 - Reply

      Danke!!!

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