Wie soll der künftige Universitätscampus auf dem Brauhausberg aussehen? Nach der öffentlichen Vorstellung von drei Varianten sind mehr als 180 Hinweise aus der Stadtgesellschaft eingegangen. Nun hat die erste Werkstattphase begonnen, mit vielen offenen Fragen zu Denkmal, Verkehr und Naturraum.

Brauhausberg Visualisierungen

Das Büro Hilmer Sattler Architekten stellte drei unterschiedliche städtebauliche Varianten für die Entwicklung des Universitätscampus am Brauhausberg vor. / © Hilmer Sattler Architekten

© Titelbild: Landeshauptstadt Potsdam / Robert Schnabel

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Die Entwicklung des neuen Universitätscampus auf dem Brauhausberg in Potsdam geht in die nächste Phase. Nachdem Ende Januar drei städtebauliche Varianten öffentlich präsentiert wurden, sind insgesamt 182 Rückmeldungen eingegangen – 103 online, 79 im Rahmen der Veranstaltung vor Ort. Rund 400 Interessierte verfolgten die Vorstellung am Campus Griebnitzsee, weitere 200 im Livestream. Die Aufzeichnung wurde inzwischen mehrere Tausend Mal abgerufen.

Die Hinweise aus der Bürgerschaft lassen sich fünf Themenfeldern zuordnen: Städtebau und Denkmalschutz, Verkehr und Baustellenlogistik, Umwelt- und Artenschutz, soziale Aspekte sowie Fragen zum Verfahren selbst. Besonders häufig ging es um das Zusammenspiel von historischem Bestand und Neubauten, um Gebäudehöhen und Sichtachsen sowie um die künftige Verkehrserschließung; nicht zuletzt mit Blick auf den Baustellenverkehr. Auch die Lage im Trinkwasserschutzgebiet und der Umgang mit Flora und Fauna wurden intensiv diskutiert.

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Universitätscampus Brauhausberg: Forderungen nach Offenheit und Wohnraum

Mehrfach betont wurde der Bedarf an zusätzlichem Studierendenwohnen. Darüber hinaus äußerten Teilnehmende den Wunsch nach öffentlich zugänglichen Angeboten auf dem Campus, etwa einem Café oder der Öffnung des Denkmalturms als Aussichtspunkt. Angeregt wurde zudem eine dauerhafte Ausstellung zur Bau- und Zeitgeschichte des Brauhausbergs. Neben funktionalen Fragen standen damit auch Aspekte der stadträumlichen Integration im Fokus.

Die Auswertung der Rückmeldungen bildet nun die Grundlage für das laufende Qualifizierungsverfahren. Am 27. Februar fand das erste nicht-öffentliche Werkstatttreffen statt. Rund 50 Vertreterinnen und Vertreter der Universität, der Studierendenschaft, des Studierendenwerks, aus Politik und Verwaltung sowie externe Fachleute arbeiteten an der Weiterentwicklung der Entwürfe des Büros Hilmer Sattler Architekten. Ergänzend flossen Anregungen des Gestaltungsrats der Stadt ein.

Planungswerkstatt mit offenem Ausgang: Vorzugsvariante soll im Frühjahr vorgestellt werden

In Arbeitsgruppen wurden die Varianten aus unterschiedlichen Perspektiven geprüft und vertieft. Diskutiert wurden unter anderem funktionale Anforderungen der Hochschule, der Versiegelungsgrad, die Qualität der Freiräume sowie das Verhältnis von Bestand und Neubau. Erste gutachterliche Einschätzungen zu Natur- und Wasserschutzthemen dienten dabei als zusätzliche Grundlage.

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Die Ergebnisse des Auftakttreffens werden nun in Untervarianten überführt und im April erneut beraten. Noch im Frühjahr soll eine Vorzugsvariante öffentlich vorgestellt werden. Sie bildet die Basis für den Bebauungsplan und leitet die Phase der frühzeitigen Beteiligung ein. Damit bleibt der Brauhausberg ein Projekt, bei dem planerische Präzision und öffentliche Debatte eng miteinander verknüpft sind.

Quellen: Landeshauptstadt Potsdam

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