Am Campus Westend entsteht ein besonderes Gebäude: Das „Center for Humanities“ soll nicht nur Raum für Forschung, Lehre und Kunst schaffen, sondern diese auch sichtbar machen. Wo heute noch Bauzäune stehen, soll bald ein lebendiger Ort des Austauschs eröffnen.

Bis Ende 2026 sollen die Bauarbeiten am neuen „Center for Humanities“ am Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt vollständig abgeschlossen sein. Nach etwa einem Jahr Bauzeit sind die Rohbauarbeiten nun abgeschlossen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Titelbild und Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT
Rund ein Jahr nach dem offiziellen Spatenstich schreitet der Bau des neuen „Center for Humanities“ auf dem Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt sichtbar voran. Direkt am nördlichen Eingang des Geländes entsteht derzeit das Gebäude, das Ende des Jahres 2026 seinen Betrieb aufnehmen soll.
Die Bauarbeiten verlaufen weiterhin nach Plan: Die Rohbauarbeiten sind abgeschlossen, das Dach ist aufgesetzt und bereits wetterfest. Am 26. Mai 2025 wurde das Richtfest gefeiert. Rund drei Monate später wirft ENTWICKLUNGSSTADT einen genaueren Blick auf den aktuellen Stand.
Neubau an der Goethe-Universität Frankfurt: Das entsteht im „Center for Humanities“
Das „Center for Humanities“ ist das erste Gebäude auf dem Campus Westend, dessen gesamte Objektplanung und Finanzierung die Goethe-Universität eigenverantwortlich übernommen hat. Entworfen wurde es von Architekt Esref Yavuz, dem Leiter der Abteilung Planung und Bauen der Universität.
Das neue Zentrum soll ein vielseitiger Ort für Lehre, Forschung und Präsentation werden. Herzstück des Gebäudes ist eine zweigeschossige Probebühne für die Theater-, Film- und Medienwissenschaften, direkt daneben entsteht eine großzügige Ausstellungsfläche für die bildende Kunst. Ergänzt wird das Raumprogramm durch vier Seminarräume, offene Lernbereiche für Studierende sowie rund 180 Büroarbeitsplätze in den oberen Etagen. Vorgesehen sind diese für drittmittelfinanzierte Projekte der Sprach-, Kultur- und Literaturwissenschaften sowie der Neueren Philologien.
„Center for Humanities“, Campus Westend: Neubau soll als „Schaufenster“ dienen
Auf rund 2.300 Quadratmetern soll mit dem „Center for Humanities“ ein offenes Schaufenster für Forschung, Lehre und Kunst entstehen. Der Neubau an der Ecke von Miquelallee und Hansaallee wird künftig das Erscheinungsbild des Campus Westend prägen. Großzügige Fenster im Erdgeschoss geben Einblicke in die Ausstellungsräume und machen die Universität repräsentativ für die ganze Stadtgesellschaft sichtbar.
Der Eingang erfolgt barrierefrei von Osten und Westen. Besucherinnen und Besucher betreten ein offenes Foyer mit Blick auf einen zweigeschossigen, verglasten Raum für Ausstellungen und Veranstaltungen. Gegenüber liegt die Probebühne, die sich über zwei Ebenen erstreckt und ebenfalls einsehbar ist. Sie dient vor allem den Theater-, Film- und Medienwissenschaften, soll jedoch auch dem Universitätsorchester und der Medientechnik offenstehen.
Baufortschritte am Campus Westend: So sieht das „Center for Humanities“ aktuell aus
Der Neubau am Campus Westend nimmt aktuell zunehmend Gestalt an. Zwar verhindern Bauzaun und Gerüst derzeit noch den freien Blick ins Gebäudeinnere, doch die Struktur des Rohbaus ist bereits gut erkennbar. Die Ausführungsplanung verantwortet das Architekturbüro ArGe Architekten. Das Dach wurde inzwischen aufgesetzt, die Installation der geplanten Photovoltaikanlage steht noch aus. Auch die Verbindungsbrücke zum benachbarten Institut für Sprach- und Kulturwissenschaften sowie zum Leibniz-Institut DIPF ist bereits fertiggestellt.
Trotz der laufenden Arbeiten verläuft das Bauprojekt planmäßig. „Das „Center for Humanities“ liegt bislang sowohl zeitlich als auch finanziell im Planungsrahmen“, betont Universitätspräsident Professor Enrico Schleiff beim Richtfest Ende Mai. Die veranschlagten Gesamtkosten für den Neubau betragen rund 20 Millionen Euro. Ob der ambitionierte Bau später auch inhaltlich hält, was seine Architektur verspricht, wird sich jedoch erst im universitären Alltag zeigen. Entscheidend wird sein, wie gut sich Forschung, Kunst und Öffentlichkeit tatsächlich miteinander verzahnen lassen.

Die Bauarbeiten am Campus Westend schreiten voran: Zwar versperren Bauzaun und Gerüst noch den Blick ins Innere des neuen „Center for Humanities“, doch die Rohbaustruktur ist bereits deutlich sichtbar. Auch die Verbindungsbrücke zum Nachbargebäude steht. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Quellen: Goethe Universität Frankfurt, Frankfurter Rundschau, das Wissen
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