Auf dem Campus Virchow-Klinikum in Berlin-Wedding wächst derzeit eines der größten Klinikprojekte Europas. Der Neubau des Deutschen Herzzentrums der Charité befindet sich in der Phase der Tiefbauarbeiten und wird das Gesicht des Areals in den kommenden Jahren deutlich verändern. Bis 2028 soll das Gebäude fertiggestellt sein, 2029 ist die Inbetriebnahme geplant.

Bauarbeiten Virchow Klinikum Wedding

Der Bau des Deutschen Herzzentrums der Charité am Virchow-Campus schreitet sichtbar voran. Auf dem Gelände sind bereits große Baugruben, Fundamente und Kräne zu erkennen. Die laufenden Tiefbauarbeiten bereiten den Hochbau vor, der das künftige Klinikgebäude bis 2028 entstehen lässt. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT
© Visualisierung Titelbild: wörner traxler richter planungsgesellschaft mbH

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Auf dem Gelände des Campus Virchow-Klinikum laufen derzeit die Arbeiten für den Neubau des Deutschen Herzzentrums der Charité (DHZC). Zwischen Baugruben, Kränen und schweren Maschinen werden die Grundlagen für den späteren Hochbau geschaffen. Das Projekt gilt als eines der größten und modernsten Klinikvorhaben in Europa und soll die Herzmedizin am Standort Berlin entscheidend prägen.

Das neue Gebäude wird rund 70 Meter hoch und umfasst insgesamt 17 Geschosse. Auf einer Nutzungsfläche von knapp 30.000 Quadratmetern entstehen 20 Operationssäle, darunter Hybrid-OPs und Herzkatheter-Labore, sowie 320 Bettenplätze. Auch eine zentrale Notaufnahme und die Sterilgutversorgung des gesamten Campus werden in den Neubau integriert.

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Tiefbauarbeiten und Baukräne markieren den Start des Herzzentrums am Virchow-Campus

Aktuell bestimmen Baugruben und Betonarbeiten das Bild der Baustelle. Der Schwerpunkt liegt auf dem Fundament und der Leitungsinfrastruktur, die für ein Hochhaus dieser Größe notwendig sind. Mehrere Baukräne ragen bereits in die Höhe und markieren den künftigen Standort des Gebäudes im südlichen Bereich des Campus.

Die Planungen sehen vor, dass bis Ende 2028 die bauliche Fertigstellung erreicht wird. Im Sommer 2029 soll das Herzzentrum dann seinen Betrieb aufnehmen. Für die Finanzierung stellt das Land Berlin 421 Millionen Euro bereit, ergänzt durch 100 Millionen Euro Bundesmittel.

Architektur des neuen Herzzentrums setzt auf Healing Architecture und städtebauliche Signalwirkung

Der Neubau ist nicht nur ein Klinikprojekt, sondern auch ein städtebauliches Signal. Mit seinem turmartigen Baukörper und einer markanten Fassade bildet das „DHZC“ künftig einen neuen Hochpunkt am Rand des Campus. Begrünte Dachflächen und Aufenthaltsbereiche sind Teil des architektonischen Konzepts, das unter dem Begriff „Healing Architecture“ entwickelt wurde.

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Die Architekten von wörner traxler richter sprechen von „gebauter Wertschätzung“. Damit sei gemeint, dass das Gebäude gleichermaßen auf die Bedürfnisse von Patientinnen, Patienten und Beschäftigten eingeht. Tageslicht in OP-Sälen, Rückzugsräume für das Personal und eine funktionale Anordnung der Stationen sollen diese Idee umsetzen.

Neubau des Herzzentrums verbindet medizinische Versorgung, Forschung und Lehre in Berlin

Das Deutsche Herzzentrum der Charité ist bereits jetzt eine der größten herzmedizinischen Einrichtungen Europas. Es ging 2023 aus dem Zusammenschluss des Deutschen Herzzentrums Berlin mit den herzmedizinischen Kliniken der Charité hervor. Im Neubau sollen medizinische Versorgung, Forschung und Lehre stärker verzahnt werden.

Dazu gehören Flächen für Seminare und praktische Ausbildung sowie Räume für patientennahe Forschung. Mit dieser Struktur will die Charité ihre Position als international führender Standort der Herzmedizin festigen. Auch Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger hatte den Einsatz neuer Technologien wie Künstlicher Intelligenz als wesentlichen Schwerpunkt hervorgehoben.

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Charité investiert in Herzmedizin der Zukunft: Baufortschritt am Campus Virchow

Der Bau des „DHZC“ stellt eine Investition in die Zukunft der Berliner Gesundheitslandschaft dar. Rund 2.100 Beschäftigte werden hier arbeiten, ergänzt durch ein modernes Forschungs- und Ausbildungsumfeld. Der Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach verdeutlicht den Anspruch, die Versorgung in Notfällen zu verbessern und zugleich die Infrastruktur des gesamten Campus zu stärken.

Noch ist der Bauplatz von Baugruben und Rohren geprägt, doch in den kommenden Jahren wird sich hier einer der modernsten Klinikbauten Europas erheben. Mit der Fertigstellung des „DHZC“ rückt Berlin seinem Ziel näher, ein führender Standort für Herzmedizin und biomedizinische Forschung in Europa zu bleiben.

Baugrube Deutsches Herzzentrum

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Deutsches Herzzentrum aktuelles Bestandsgebäude im Virchow Klinikum in Wedding.

Das aktuelle Bestandsgebäude des Deutschen Herzzentrums befindet sich auf dem Gelände des Virchow-Klinikums in Wedding. Der Bau stammt aus früheren Jahrzehnten und prägt noch heute den Standort, bis der Neubau in den kommenden Jahren fertiggestellt wird. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Visualisierung Dachterrasse Virchow Klinikum Wedding.

© Visualisierung: wörner traxler richter planungsgesellschaft mbH

Quellen: Deutsches Herzzentrum Berlin, Die Charité, Bezirksamt Mitte, wörner traxler richter planungsgesellschaft mbH, Luftfahrtbehörde Berlin-Brandenburg

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