In der Hamburger HafenCity startet der Bau eines der größten Schulbauprojekte der Stadt. Der Campus am Lohsepark soll nicht nur modernen Unterricht ermöglichen, sondern auch als offener Ort ins Quartier wirken. Nachhaltige Bauweise, eine Kita und großzügige Freiflächen gehören zum Konzept.

An der rot markierten Stelle im Dreieck zwischen Versmannstraße, Bahnlinie und der Straße Am Hannoverschen Bahnhof liegt das im Bebauungsplan HafenCity 17 vorgesehene 11.000 Quadratmeter große Grundstück für eine weiterführende Clusterschule aus Gymnasium und Stadtteilschule. / © Foto: Frizz
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Mit der Vertragsunterzeichnung zwischen dem städtischen Landesbetrieb Schulbau Hamburg (SBH) und dem Generalunternehmer ZECH Hochbau ist der Startschuss gefallen: Ab August 2025 rollen am Lohsepark die Bagger. Bis 2027 entsteht auf rund 21.000 Quadratmetern ein neuer Campus für eine Stadtteilschule mit gymnasialem Zweig. Geplant sind drei Sporthallen in unterschiedlicher Größe, eine Kita mit 100 Plätzen sowie 84 Klassen-, Fach- und Gruppenräume.
Laut Finanzsenator Andreas Dressel setzt das Projekt die umfangreichen Investitionen Hamburgs in den Schulbau fort. Seit 2011 seien über fünf Milliarden Euro in Sanierungen, Modernisierungen und Neubauten geflossen, weitere 2,8 Milliarden Euro sollen bis 2029 folgen.
Nachhaltige Bauweise und offene Nutzungskonzepte für den Schulcampus Lohsepark
Das Architekturbüro haas cook zemmrich Studio 2050 entwarf eine Gebäudestruktur aus zwei verbundenen Baukörpern mit bis zu sechs Geschossen. Die Holzhybridbauweise kombiniert Recycling-Beton in den Kernen mit wiederaufbereiteten Klinkerziegeln im Erdgeschoss und Lärchenholz in den oberen Etagen.
Der Campus soll sich bewusst zum Quartier öffnen. Offene Freiflächen, eine Aula und Räume für Musik oder Theater sind so geplant, dass sie auch außerhalb des Schulbetriebs genutzt werden können. Die Kita bietet zudem zusätzliche Betreuungsplätze für den Stadtteil.
Zentral gelegenes Schulgrundstück an der HafenCity mit großzügigen, multifunktionalen Freiflächen
Das rund 11.000 Quadratmeter große Grundstück liegt zentral in der HafenCity, direkt neben der U4-Station und der Buslinie 111. Neben dem angrenzenden Lohsepark stehen 5.700 Quadratmeter Bewegungsfläche zur Verfügung, davon 3.700 Quadratmeter ebenerdig. Der Schulhof im Innenbereich ist verkehrsgeschützt, bleibt aber zum öffentlichen Raum hin offen.
Für Sport und Pausen gibt es mehrere Freianlagen, die multifunktional nutzbar sind. Der Standort soll so nicht nur für Schülerinnen und Schüler, sondern auch für Anwohnerinnen und Anwohner einen Mehrwert bieten.
Erfahrener Generalunternehmer setzt auf nachhaltige Bauweise und klare Zeitplanung
ZECH Hochbau bringt Erfahrung aus anderen Großprojekten in der HafenCity mit. Das Unternehmen betont die Verbindung aus nachhaltiger Bauweise, termingerechter Umsetzung und hoher Qualität. Der Einsatz des Cree-Holzhybridsystems soll den ökologischen Fußabdruck reduzieren und gleichzeitig eine lange Lebensdauer sichern.
Der Bauablauf beginnt mit Erd- und Gründungsarbeiten. Die Fertigstellung ist für das dritte Quartal 2027 geplant. Bis dahin bleibt der Unterrichtsbetrieb am Interimsstandort in Containern bestehen.
Neuer Schulcampus als Bildungs- und Begegnungsort für HafenCity und Nachbarstadtteile
Bereits heute besuchen über 1.000 Kinder und Jugendliche Schulen in der HafenCity. Der neue Campus soll die wachsende Nachfrage abdecken und auch Schülerinnen und Schüler aus den angrenzenden Stadtteilen Rothenburgsort und Veddel aufnehmen. Für Gründungsschulleiterin Meike Ludzay ist der Neubau ein wichtiger Schritt: Das pädagogische Konzept könne hier optimal umgesetzt werden.
Neben seiner Bildungsfunktion soll der Campus als offener Treffpunkt und Ort der Begegnung wirken. Damit schließt er an die Idee an, Bildungsbauten als Teil einer integrativen Stadtentwicklung zu begreifen.
Quellen: Hamburg.de, Initiative Schulcampus Lohsepark
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