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Ein Jahr nach dem Kurswechsel zu „Stabilität vor Wachstum“ zieht die BVG eine positive Zwischenbilanz. Busse und Bahnen fahren zuverlässiger, die Flottenerneuerung läuft schneller als geplant, und Fahrgäste profitieren von mehr Kapazität, Sicherheit und digitaler Information. Für 2026 sind weitere Modernisierungen und neue Angebote geplant.

JK-Züge U2

Mit den neuen J- und JK-Zügen erhält das U-Bahn-Netz schrittweise eine modernisierte Flotte, die für mehr Platz, Komfort und Zuverlässigkeit im täglichen Betrieb sorgen soll. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

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© Foto Titelbild: BVG

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Auch wenn sich der Unterschied für viele Pendelnde im Alltag nur graduell bemerkbar macht, zieht die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) ein Jahr nach dem Start ihres neuen Kurses „Stabilität vor Wachstum“ eine positive Zwischenbilanz. Die Zuverlässigkeit der U-Bahn liegt aktuell bei rund 97 Prozent, Ende Oktober wurden sogar Wochenwerte von bis zu 98 Prozent erreicht. Straßenbahn und Bus sind ebenfalls stabil auf hohem Niveau unterwegs.

BVG-Vorstandsvorsitzender Henrik Falk betonte, dass Stabilität mehr sei als ein Managementprinzip. Der Kurs solle ein Versprechen an die Stadt darstellen, die angestrebte Zuverlässigkeit von 99 Prozent kontinuierlich zu erreichen.

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Berliner ÖPNV: Flottenerneuerung und Infrastruktur im Fokus

Die Flottenerneuerung zeigt erste konkrete Auswirkungen auf den Fahrplan. Ab Mitte Januar soll die U2 wieder im regulären 4-Minuten-Takt fahren, die U3 profitiert bereits ab Dezember von einer Kapazitätssteigerung durch achtwagenlange Züge. Auch die breitere Baureihe J wird schneller als geplant eingeführt, sodass die ersten Wagen der Linie U5 bereits im Frühjahr 2026 einsatzbereit sein werden.

Neben den U-Bahnwagen werden auch Straßenbahn und Bus modernisiert. Bis zu 20 neue Urbanliner sollen 2026 auf die Gleise gehen, und insgesamt 270 zusätzliche E-Gelenkbusse sind für 2026 und 2027 vorgesehen. Gleichzeitig werden Betriebshöfe, Werkstätten und das Schienennetz modernisiert, unter anderem mit neuen Ladestationen und dem Zugsicherungssystem CBTC. Die Investitionen der BVG stiegen im Vergleich zu 2024 um 60 Prozent.

BVG zieht Bilanz: Sicherheitsrisiko ging zurück, Straftaten und Übergriffe auf Mitarbeitende nahmen ab

Für die Fahrgäste habe der Stabilitätskurs spürbare Verbesserungen gebracht, so die BVG. Neben Zuverlässigkeit stehen Sicherheit, Sauberkeit und verlässliche Informationen im Mittelpunkt. Seit Einführung des Kurses ging das Sicherheitsrisiko zurück, und Straftaten sowie Übergriffe auf Mitarbeitende nahmen ab.

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Digitale Informationsangebote wie die bereits aufgestellten 80 Digi-Kuben sollen weiter ausgebaut werden, Live-Ansagen im U-Bahn-Netz informieren über Störungen und alternative Verbindungen. Ziel sei ein verlässliches, digitales Informationsangebot, das auf die Bedürfnisse der Fahrgäste eingeht.

Personalaufbau als Grundlage: 1.400 Neueinstellungen ab 2026 geplant

Für den erfolgreichen Kurswechsel sei ein starkes Team entscheidend, erklärt Personalvorständin Jenny Zeller-Grothe. Bis Ende September wurden 1.220 neue Mitarbeitende eingestellt, davon 1.000 im operativen Bereich. Die Zahl der Fahrerinnen und Fahrer wuchs um acht Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auch die geplanten 1.400 Neueinstellungen 2026 sollen vor allem betriebsrelevante Berufe abdecken.

Zeller-Grothe betonte, dass die Erfolge auf dem schwierigen Arbeitsmarkt die Attraktivität der BVG als Arbeitgeberin unterstreichen. Mit motiviertem Personal will die BVG den Berlinerinnen und Berlinern weiterhin verlässliche Mobilität bieten.

„Stabilität vor Wachstum“ wird fortgesetzt: So geht es 2026 weiter

Mit der Fortsetzung des Kurses „Stabilität vor Wachstum“ plant die BVG 2026 die Einführung weiterer U-Bahnwagen der Baureihe J, zusätzliche Urbanliner und E-Gelenkbusse. Zugleich sollen autonome Mobilitätsangebote realisiert und interne Strukturen modernisiert werden. Ziel bleibt ein konsolidiertes, zuverlässiges und zukunftsfähiges Nahverkehrssystem für Berlin. Ob die neue Stabilität auch im Alltag der Berlinerinnen und Berliner spürbar wird, dürfte sich dann im kommenden Jahr zeigen.

Quellen: BVG

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One Comment

  1. Franz 10. November 2025 at 12:32 - Reply

    Auf der U1 bzw. U3 sind nach meiner Wahrnehmung weiterhin die Taktzeiten länger, daher ist die statistische Einhaltung besser. Im Ergebnis ist die Dienstleistung, um von Kreuzberg zum Wittenbergplatz zu kommen, nach meiner Wahrnehmung schlechter. Hat der Autor dieses Artikels dazu etwas bei der BVG nachgefragt? Oder wurde hier lediglich eine Pressemitteilung quasi wiederholt? Falls ich mich irren sollte, wüsste ich dies gern. Letzten Samstsg war meine Wahrnehmung jedenfalls entsprechend.

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