Die BVG baut den Einsatz von E-Bussen in Berlin weiter aus. Ab 2030 sollen auch private Auftragnehmer elektrische Busse auf BVG-Linien einsetzen.

Eine Visualisierung zeigt, wie der Betriebshof für E-Busse der BVG in Treptow-Köpenick aussehen soll.

Die BVG baut ihre E-Bus-Flotte aus. In dem Zusammenhang entsteht auch ein neuer Betriebshof für E-Busse in Treptow-Köpenick. / © Visualisierung: BVG

© Titelbild: BVG / Oliver Lang

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Die Berliner Verkehrsbetriebe treiben den Ausbau ihrer E-Busse weiter voran. Neben der eigenen Flotte sollen künftig auch private Unternehmen, die im Auftrag der BVG fahren, elektrische Busse einsetzen.

  • Flotte: rund 280 E-Busse
  • Ziel: weiterer Ausbau elektrischer Busse
  • Private Linienleistungen: rund acht Prozent
  • Geplanter Start neuer Verträge: Anfang 2030
  • Weitere Beschaffung: 270 neue E-Gelenkbusse

Die BVG betreibt nach eigenen Angaben bereits rund 280 E-Busse und zählt damit zu den größten Betreibern elektrischer Busflotten in Deutschland. Nun soll der Ausbau auch jene Linien erreichen, die private Unternehmen im Auftrag der BVG fahren.

Diese Auftragnehmer übernehmen laut BVG rund acht Prozent der Linienleistungen. Für Fahrgäste ändert sich dadurch im Alltag zunächst wenig: Die Busse fahren weiter im gelben BVG-Design und bieten die üblichen Angebote wie Fahrgastinformation und Ticketkauf.

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BVG-Ausbau: E-Busse auch bei privaten Auftragnehmern

Die BVG schreibt die entsprechenden Leistungen turnusmäßig neu aus. Der Betriebsbeginn für die neuen Aufträge ist für Anfang 2030 geplant. Die Verträge sollen 15 Jahre laufen. Damit verbindet die BVG den Ausbau der eigenen E-Bus-Flotte mit langfristigen Verträgen mit Subunternehmern. Die elektrischen Fahrzeuge sollen auf derzeit rund 25 Linien zum Einsatz kommen, die private Firmen im Auftrag der BVG bedienen.

Parallel wächst die eigene E-Bus-Flotte weiter. Zuletzt gingen erste Fahrzeuge einer neuen Generation von E-Gelenkbussen in den Betrieb. Nach BVG-Angaben sollen 70 dieser Busse bis zum Sommer 2026 eingesetzt werden. Weitere 200 Fahrzeuge sollen 2026 und 2027 folgen. Die neuen Gelenkbusse bieten durch Änderungen im Innenraum sechs Sitzplätze mehr als das Vorgängermodell.

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Visualisierung E-Bus Betriebshof Säntisstraße

Ein neuer E-Bus-Betriebshof entsteht an der Säntisstraße in Marienfelde. / © Visualisierung: Sweco

Neue Betriebshöfe sichern den Ausbau der E-Busse

Für den Ausbau braucht die BVG zusätzliche Flächen, Ladepunkte und Werkstätten. In Marienfelde entsteht an der Säntisstraße ein neuer Betriebshof für rund 220 E-Busse. Der Standort soll 2027 fertig sein. Dort plant die BVG moderne Ladeinfrastruktur, zwei Werkstatthallen und ein Verwaltungsgebäude. Ein weiterer Neubau entsteht an der Köpenicker Landstraße in Schöneweide. Zusammen schaffen beide Standorte Platz für rund 440 zusätzliche Fahrzeuge.

Auch in Treptow-Köpenick entsteht an der Minna-Todenhagen-Brücke ein reiner E-Bus-Betriebshof der BVG. Der Standort soll ab 2027 in Betrieb gehen und Platz für rund 200 E-Busse bieten. Auf dem rund 44.000 Quadratmeter großen Gelände entstehen Lade- und Abstellflächen, eine Servicehalle, eine Waschanlage sowie ein Verwaltungsgebäude.

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Mit dem Ausbau der E-Busse verfolgt die BVG ihre langfristige Umstellung auf einen emissionsfreien Busverkehr in Berlin. Neben neuen Fahrzeugen investiert das Unternehmen deshalb auch in Betriebshöfe, Ladeinfrastruktur und Werkstätten. Künftig sollen nicht nur BVG-eigene Busse elektrisch fahren, sondern auch Fahrzeuge privater Auftragnehmer. Damit wächst der Anteil der E-Busse im Berliner Nahverkehr in den kommenden Jahren weiter.

Quellen: BVG, electrive.net, rbb24

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One Comment

  1. Busfahrer 13. Mai 2026 at 07:16 - Reply

    Tram statt Bus wäre schlauer. Nachhaltiger, schneller, leistungsstärker und weniger personalintensiv. Zudem komfortabler. Aber das blockt ja unser Autowahn-Senat.

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