Mit dem Richtfest des Betriebshofs „Treptow“ baut die BVG ihre Lade- und Werkstattkapazitäten deutlich aus. Der neue Standort soll ab 2027 mehr als 250 Elektrobusse versorgen.

Beim Richtfest präsentierten sich unteranderem Senatorin Ute Bonde, Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner, BVG-Vorstand Henrik Falk und Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder gemeinsam auf der Baustelle des neuen BVG-Betriebshofs „Treptow“. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
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Der Neubau des BVG-Betriebshofs „Treptow“ hat am 10. Dezember 2025 Richtfest gefeiert. Schon während der Veranstaltung waren wesentliche Elemente der Ladeinfrastruktur im Rohbau sichtbar. Parallel dazu gingen die Arbeiten mit Kränen, Fahrzeugen und Bautrupps ununterbrochen weiter.
Der Standort entsteht auf einer Fläche von rund 6,6 Hektar beiderseits der Minna-Todenhagen-Brücke und bildet künftig einen zentralen Baustein der elektrischen Busflotte. Die Inbetriebnahme des neuen Busbetriebshofs ist für das Jahr 2027 vorgesehen. Der Bund unterstützt das Gesamtprojekt „BIG2025“ mit rund 160 Millionen Euro.
BVG-Betriebshof „Treptow“: Infrastruktur für mehr als 250 Elektrobusse
Auf der Seite der Köpenicker Landstraße entstehen Abstell- und Ladeflächen für rund 220 Busse, ergänzt durch ein Verwaltungsgebäude, Ladebrücken und eine Servicehalle mit Waschanlagen. Auf der gegenüberliegenden Uferseite ist der Werkstattstandort vorgesehen, der Platz für weitere 32 Fahrzeuge bietet. Insgesamt sollen am neuen Standort rund 700 Mitarbeitende arbeiten.
Die Ladeinfrastruktur erfolgt über Pantografen auf den Fahrzeugdächern, sodass Ladevorgänge automatisiert ablaufen. Zusätzlich setzt die BVG auf ein digitales Betriebshofmanagement, das Abstellung, Ladezyklen und Wartungsintervalle koordiniert und damit die betrieblichen Abläufe optimieren soll.
Politische Unterstützung für den Ausbau der E-Mobilität in Berlin
Beim Richtfest betonten Vertreter aus Politik und Verwaltung die Bedeutung des Projekts für die Mobilitätswende. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder erklärte, Elektrobusse seien ein zentraler Baustein eines klimafreundlichen ÖPNV. Der Umstieg stelle die Verkehrsunternehmen jedoch vor große Herausforderungen, die der Bund mit Förderprogrammen unterstütze.
Auch Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner lobte das Projekt. Er hob hervor, dass der Betriebshof ohne die Bundesmittel kaum realisierbar gewesen wäre. Senatorin Ute Bonde unterstrich dagegen, dass an diesem Standort Verkehr und Klimaschutz in besonderer Weise zusammengeführt würden.
Treptow-Köpenick: BVG setzt Ausbau der E-Busflotte fort
Für die BVG markiert der neue Betriebshof ein wichtiger Schritt in der Flottenmodernisierung. Vorstandsvorsitzender Henrik Falk erklärte beim Richtfest, das Unternehmen errichte erstmals seit sechs Jahrzehnten gleichzeitig zwei neue Betriebshöfe. Nur so könne das Bussystem langfristig stabil bleiben und der Anteil emissionsfreier Fahrzeuge stetig wachsen.
Bis 2027 sollen mindestens 500 E-Busse im Berliner Linienverkehr unterwegs sein. Neben dem Standort Treptow entstehen weitere Depots in Marienfelde und an der Rummelsburger Landstraße. Auch bestehende Betriebshöfe werden für den E-Bus-Betrieb umgerüstet.
Schlüsselprojekt der Mobilitätswende im Berliner Südosten
Mit dem Betriebshof „Treptow“, so der offizielle neue Name, entsteht ein zentraler Knotenpunkt für die elektrische Busflotte. Die Kombination aus Werkstatt, Ladeinfrastruktur, digitalem Management und großer Abstellkapazität soll den Betrieb stabilisieren und die Dekarbonisierung des Verkehrssektors beschleunigen. Wie schnell der Standort seine volle Wirkung entfalten kann, hängt nun von der weiteren Baufortschritten und der fortlaufenden Elektrifizierung der Flotte ab.
Quellen: BVG, Bezirksamt Treptow-Köpenick
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Zitat: „Schon heute betreibt die BVG mit rund 280 E-Bussen eine der größten Flotten Deutschlands. Bis 2027 soll etwa ein Drittel der rund 1.500 Fahrzeuge umfassenden Gesamtflotte elektrisch unterwegs sein – bis Anfang der 2030er-Jahre die gesamte Flotte emissionsfrei.
Neues Ladekonzept im Stadtgebiet
Um diese erfolgreich im Linienbetrieb einsetzen zu können, braucht es weitere Lademöglichkeiten im Stadtgebiet. 36 Endhaltestellen sollen mit einem neuen Ladekonzept umgebaut werden. Die E-Gelenkbusse werden künftig per Pantograf mit der sogenannten „Bottom-Up“-Technologie geladen. Dabei befindet sich der bewegliche Kontaktarm nicht am Lademast, sondern auf dem Dach des Busses.“ https://www.bvg.de/de/unternehmen/nachhaltige-mobilitaet/flotte/e-mobilitaet
Jeder E-Bus hilft die Luftqualität zu verbessern, weniger Schadstoffe die Hausfassaden zusetzen, weniger Abgase den man ausgeliefert wird, die man einatmen muß. Besonders gut für Kinder, die noch näher an den Abgasen sind, auch weil sie mehr auf Busse angewiesen sind.