Auf dem Gelände der ehemaligen Geyer-Werke an der Harzer Straße entsteht mit „BUWOG SET 44“ ein neues Wohnensemble. Die BUWOG setzt dabei auf eine Mischung aus Wohnen, sozialer Infrastruktur und Freiräumen und bindet zugleich die denkmalgeschützte Filmgeschichte des Standorts ein.

Das geplanten Wohnensembles „BUWOG SET 44“ an der Harzer Straße in Berlin Neukölln. Auf dem ehemaligen Gelände der Geyer Werke entstehen bis 2028 insgesamt 173 Wohnungen, eine Kita sowie Gewerbeflächen. Die Architektur mit Klinkerfassaden greift bewusst die Geschichte des Standorts auf. / © Visualisierung: BUWOG
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
In Berlin-Neukölln plant die BUWOG mit „BUWOG SET 44“ ein neues Wohnprojekt auf dem historischen Gelände der ehemaligen Geyer-Werke. Ziel ist es, dringend benötigten Wohnraum zu schaffen und zugleich die Identität des Ortes zu bewahren. Deshalb bleiben die denkmalgeschützten Bestandsgebäude erhalten und fließen in das Gesamtkonzept ein.
Auf dem rund 6.000 Quadratmeter großen Grundstück sollen insgesamt 173 Wohnungen entstehen. Ergänzt wird das Angebot durch eine Kita sowie durch drei Gewerbeeinheiten. Nach Angaben des Projektentwicklers richtet sich das Quartier an unterschiedliche Zielgruppen und soll langfristig einen stabilen Baustein im Stadtgefüge zwischen Neukölln und Treptow-Köpenick bilden.
Aktueller Baufortschritt an der Harzer Straße: Erste Baugrube ausgehoben und Arbeiten sichtbar
Der Blick auf die Baustelle zeigt, dass das Projekt inzwischen in der Umsetzungsphase angekommen ist. Auf dem Grundstück wurde eine großflächige Baugrube ausgehoben, die den künftigen Baukörper klar erkennen lässt. Zudem sind erste Sicherungsmaßnahmen entlang der Baugrubenränder umgesetzt, wodurch sich die Dimension des Vorhabens gut ablesen lässt.
Innerhalb der Baugrube sind vorbereitende Arbeiten für die weiteren Bauabschnitte sichtbar. Dazu zählen unter anderem Bewehrungen sowie erste Fundamentbereiche. Auch wenn der Hochbau noch nicht begonnen hat, markieren diese Schritte einen wichtigen Meilenstein, da sie den Übergang von der Planung zur Realisierung deutlich machen.
Flächennutzung im geplanten „BUWOG SET 44“ in Neukölln: Innenhof, Begrünung und gemeinschaftliche Freiräume
Ein zentrales Element des Projekts ist die Gestaltung der Freiflächen. Zwischen den Gebäuden entsteht ein begrünter Innenhof, der sowohl Aufenthaltsqualität als auch Spielflächen bieten soll. Damit reagiert die Planung auf die dichte Bebauung im Umfeld und schafft zugleich Rückzugsorte für die zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner.
Darüber hinaus setzt das Konzept auf Dachbegrünungen. Zwei Dächer werden intensiv bepflanzt und als Gemeinschaftsterrassen nutzbar gemacht. Diese Flächen sollen nicht nur der Erholung dienen, sondern auch einen Beitrag zum Mikroklima leisten. Durch die Kombination aus Grünflächen und gemeinschaftlicher Nutzung entsteht ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Bebauung und Freiraum.
23 öffentlich geförderte Wohnungen zwischen Neukölln und Treptow-Köpenick: Nutzungsmix, Architektur und Zeitplan
Von den 173 geplanten Wohnungen entfallen 150 Einheiten auf Eigentumswohnungen, während 23 Wohnungen öffentlich gefördert sind. Die Wohnungsgrößen reichen von etwa 36 bis 131 Quadratmetern. Viele Wohnungen sind barrierefrei geplant und verfügen über Balkon, Loggia oder Terrasse. Zusätzlich ergänzen drei Gewerbeeinheiten, eine Kita mit 27 Plätzen sowie eine Tiefgarage das Ensemble.
Architektonisch knüpfen die Neubauten an die industrielle Geschichte des Standorts an. Klinkerfassaden greifen die Sprache der historischen Filmstudios auf und verbinden Alt und Neu zu einem geschlossenen Quartier. Die Fertigstellung soll ab Herbst 2028 erfolgen. Damit erhält Neukölln nicht nur neue Wohnungen, sondern auch eine behutsame Weiterentwicklung eines geschichtsträchtigen Areals.

Auf dem Grundstück an der Harzer Straße wurde bereits eine großflächige Baugrube ausgehoben und gesichert. Die vorbereitenden Arbeiten markieren den Start der Realisierungsphase des neuen Wohnquartiers. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Auf dem Areal der ehemaligen Geyer Werke entsteht ein gemischt genutztes Quartier. Geplant sind Eigentumswohnungen und öffentlich geförderte Mietwohnungen, ergänzt durch eine Kita mit 27 Plätzen, kleinere Gewerbeeinheiten sowie einen begrünten Innenhof mit Aufenthalts und Spielflächen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Quellen: BUWOG SET44, Presseportal
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