Der Abriss der Ruine an der Burgsdorfstraße in Wedding schreitet sichtbar voran. ENTWICKLUNGSSTADT erklärt, warum der Rückbau Jahre dauerte, wie der aktuelle Stand aussieht und was als Nächstes passiert.

Das Bild zeigt den aktuellen Stand beim Abriss an der Burgsdorfstraße in Berlin-Wedding. Ein großer Longfront-Abbruchbagger steht im Innenhof der Baustelle zwischen den verbliebenen Außenwänden der ehemaligen Wohnruine.

Der Abriss an der Burgsdorfstraße schreitet sichtbar voran. Ein Longfront-Abbruchbagger trägt die letzten Gebäudeteile der ehemaligen Problemimmobilie in Berlin-Wedding Stück für Stück ab. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT

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Der Abriss in der Burgsdorfstraße 1 in Wedding hat einen wichtigen Meilenstein erreicht. Von der einst einsturzgefährdeten Ruine stehen heute nur noch Teile der Außenwände. Wo über Jahre ein verfallenes Wohnhaus den Straßenzug prägte, arbeitet inzwischen schweres Abbruchgerät. Der Rückbau beendet damit ein Kapitel, das den Bezirk Mitte seit vielen Jahren beschäftigte.

  • Bezirk: Mitte
  • Adresse: Burgsdorfstraße 1, 13353 Berlin
  • Maßnahme: Rückbau einer einsturzgefährdeten Wohnruine
  • Beginn der Arbeiten: Sommer 2025
  • Zukünftige Nutzung: bisher nicht bekannt

Schon beim Blick auf die Baustelle wird deutlich, wie weit der Abriss an der Burgsdorfstraße inzwischen fortgeschritten ist. Das ehemalige Wohnhaus existiert praktisch nicht mehr. Lediglich Teile der straßenseitigen und seitlichen Außenwände ragen noch zwischen den Nachbargebäuden empor. Die früheren Geschosse lassen sich nur noch anhand einzelner Türöffnungen, Wandreste und freigelegter Innenwände erahnen. Wo einst Wohnungen lagen, öffnet sich heute ein großer, geschotterter Innenbereich.

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Das Bild zeigt den Abriss an der Burgsdorfstraße hinter einem Bauzaun. Zu sehen sind die verbliebenen Gebäudereste, Baumaschinen und die freigelegten Brandwände der Nachbarhäuser.

Vom Gehweg aus wird sichtbar, wie weit der Abriss an der Burgsdorfstraße bereits fortgeschritten ist. Hinter dem Bauzaun stehen nur noch einzelne Mauerreste. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Abriss in der Burgsdorfstraße verändert das Straßenbild

Ein Abbruchbagger hat in den letzten Monaten ganze Arbeit geleistet. Mit seinem langen Ausleger erreicht die Maschine auch die oberen Mauerreste problemlos. Daneben steht ein kleinerer Kettenbagger für die Räumungsarbeiten bereit. Beide Maschinen arbeiten innerhalb eines vollständig eingezäunten Grundstücks. Die angrenzenden Gebäude stehen unmittelbar neben der ehemaligen Ruine. Deshalb erfolgt der Rückbau abschnittsweise und mit besonderer Vorsicht.

Auffällig sind außerdem die freigelegten Brandwände der Nachbarhäuser. Erst durch den Abriss wird sichtbar, wie dicht die Gebäude ursprünglich miteinander verbunden waren. An mehreren Stellen zeichnen sich noch ehemalige Treppenanschlüsse, Wanddurchbrüche und unterschiedliche Putzschichten ab.

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Das Foto zeigt den aktuellen Stand beim Abriss an der Burgsdorfstraße mit einem großen Bagger, einem kleinen Kettenbagger sowie den verbliebenen Außenwänden der Ruine.

Der geschotterte Innenhof zeigt den aktuellen Stand beim Abriss an der Burgsdorfstraße. Neben dem Abbruchbagger sind freigelegte Brandwände und erhaltene Bäume zu sehen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Burgsdorfstraße in Wedding: Lange Vorgeschichte vor dem Abriss

Dass der Abriss in der Burgsdorfstraße überhaupt begonnen werden konnte, war das Ergebnis eines jahrelangen Verwaltungs- und Gerichtsverfahrens. Das Gebäude stand bereits seit vielen Jahren leer, der baulichen Zustand verschlechterte sich kontinuierlich. Nachdem Gutachter eine akute Einsturzgefahr festgestellt hatten, sperrte das Bezirksamt die Burgsdorfstraße bereits 2017 für den Durchgangsverkehr. Seitdem prägten Bauzäune und Absperrungen den Bereich.

Der eigentliche Rückbau verzögerte sich aber durch den Artenschutz. In dem leerstehenden Gebäude hatten unter anderem Haussperlinge, Mauersegler und Fledermäuse Lebensräume gefunden. Deshalb mussten die Arbeiten zeitweise ruhen, bis die gesetzlichen Vorgaben erfüllt waren. Erst anschließend konnte die beauftragte Fachfirma den Abbruch fortsetzen.

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Wie es nach dem Abriss an der Burgsdorfstraße weitergeht

Mit dem weit fortgeschrittenen Rückbau verändert sich das Grundstück grundlegend. Statt einer geschlossenen Blockrandbebauung öffnet sich derzeit eine große Baulücke mitten im Quartier. Von der früheren Problemimmobilie bleiben nur noch wenige Mauerteile zurück, die in den nächsten Bauabschnitten ebenfalls verschwinden dürften.

Welche Nutzung das Grundstück künftig erhalten soll, ist bislang öffentlich nicht bekannt. Das Bezirksamt hatte mehrfach betont, dass sich die Maßnahme ausschließlich auf die Beseitigung der Gefahrenlage bezieht. Über eine spätere Neubebauung entscheidet der Eigentümer.

Burgsdorfstraße

 

Quellen: Bezirksamt Mitte von Berlin, rbb24, Tagesspiegel

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One Comment

  1. Alex 22. Juni 2026 at 12:17 - Reply

    „Über eine spätere Neubebauung entscheidet der Eigentümer.“

    Moment — Da wird seit fast einem Jahrzehnt eine öffentliche Straße gesperrt, der Allgemeinheit Wohnraum entzogen und das Haus dann auf Staatskosten abgerissen; und dieser offensichtlich völlig unfähige Eigentümer hat hier überhaupt noch ein Wörtchen mitzureden?

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