Die Burchardstraße in Hamburg ist derzeit von einer großen Baustelle geprägt. Im Kontorhausviertel entsteht bis 2027 ein neuer Stadtraum mit weniger Autoverkehr, mehr Grün und besserer Aufenthaltsqualität.

So soll der Burchardplatz in Hamburg nach der „Neugestaltung des Kontorhausviertels“ aussehen: Mehr Grün, neue Aufenthaltsbereiche und weniger Flächen für den Autoverkehr prägen die Planung. / © Visualisierung: WES LandschaftsArchitektur
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
Die Burchardstraße in Hamburg ist derzeit von Absperrungen, Baumaschinen und aufgerissenen Flächen geprägt. Das Kontorhausviertel wird neugestaltet. Der Umbau betrifft nicht nur den Burchardplatz, sondern auch angrenzende Bereiche wie die Mohlenhofstraße, den Peter-Schulz-Platz und die Burchardstraße. Ziel ist ein besser nutzbarer Stadtraum im UNESCO-Welterbe „Speicherstadt und Kontorhausviertel“.
- Bezirk: Hamburg-Mitte
- Adresse: Burchardstraße, Burchardplatz, Kontorhausviertel
- Fertigstellung: Oktober 2027
- Kosten: voraussichtlich rund 13 Millionen Euro
Die Stadt Hamburg will mit der „Neugestaltung des Kontorhausviertels“ den öffentlichen Raum neu ordnen. Der Burchardplatz diente lange vor allem als Parkplatz und Durchgangsfläche. Nun soll daraus ein Fußgängerbereich mit Aufenthaltsqualität entstehen. Dabei müssen die Planer den Denkmalschutz beachten, weil das Viertel mit seinen Kontorhäusern zu den städtebaulich sensibelsten Orten der Innenstadt zählt.
Die Baustelle verändert auch die Verkehrsführung. Laut Bezirksamt bleiben Fuß- und Radverkehr während aller Bauphasen möglich. Für den motorisierten Verkehr gelten je nach Bauphase Einschränkungen.

Ein Radlader steht auf der Baustelle an der Burchardstraße in Hamburg, wo der öffentliche Raum neu gestaltet wird. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Burchardplatz: Mehr Grün, weniger Autos und neue Aufenthaltsflächen
Die Planungen gehen auf Untersuchungen aus dem Jahr 2021 zurück. Damals prüfte Hamburg im Rahmen eines Wettbewerbs, wie das Kontorhausviertel autoärmer werden kann. Im Fokus standen weniger Flächen für Autos, weniger Durchgangsverkehr und bessere Bedingungen für Fußgängerinnen, Fußgänger und Radfahrende.
Geplant wurden neue Bäume, Sitzgelegenheiten, ein Wasserspiel und ein Beleuchtungskonzept. Nach Kritik an zu wenig Grün wurde der Entwurf angepasst. Über 16 zusätzliche Bäume und eine neue Grüninsel sollen nun entstehen.

Am Burchardplatz in Hamburg zeigen Absperrungen und Baugeräte die laufende Baustelle zur „Neugestaltung des Kontorhausviertels“. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Burchardstraße als Teil einer neuen Innenstadt-Achse
Die Burchardstraße soll künftig stärker in eine Fußgängerachse eingebunden werden. Diese Verbindung reicht von der Mönckebergstraße über die Speicherstadt bis zur HafenCity. Damit zielt das Projekt nicht nur auf den Platz selbst, sondern auf eine bessere Verknüpfung der Innenstadt mit den südlich angrenzenden Stadträumen.
Finanziert wird die „Neugestaltung des Kontorhausviertels“ aus öffentlichen und privaten Mitteln. Neben der Stadt beteiligt sich das BID Burchardplatz, ein Zusammenschluss der Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer. Laut NDR liegen die erwarteten Gesamtkosten bei rund 13 Millionen Euro, davon übernimmt das BID rund 3,5 Millionen Euro.
Burchardplatz
Quellen: hamburg.de, NDR, NAG Hamburg
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