Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher und Bundeskanzler Friedrich Merz haben eine neue politische Vereinbarung zur deutschen Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele unterzeichnet. Die Bundesregierung stellt damit erstmals verbindliche Mittel für die nationale und internationale Bewerbungsphase bereit. Der Schritt gilt als wichtiger Meilenstein im aktuellen Prozess.

Visualisierung Olympia Hamburg

Hamburg träumt von Olympia: Auf der Binnenalster könnten schwimmende Plattformen in Form der Olympischen Ringe entstehen und eine zentrale Rolle bei einer möglichen Eröffnungsfeier im Herzen Hamburgs spielen. / © Visualisierung: Neuland Concerts GmbH

© Visualisierung Titelbild: Neuland Concerts GmbH

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Mit der Unterzeichnung einer aktualisierten politischen Vereinbarung haben Hamburg, der Bund, der Deutsche Olympische Sportbund und die weiteren Bewerberregionen Berlin, München und Rhein-Ruhr eine neue Grundlage für die deutsche Olympiabewerbung geschaffen. Die Bundesregierung stellt rund sechs Millionen Euro für die nationale Bewerbungsphase sowie zusätzliche Mittel für die internationale Phase bis 2027 bereit. Die Vereinbarung ersetzt eine Fassung aus dem Jahr 2023 und verankert die Olympia-Bewerbung als sportpolitisches Schwerpunktprojekt der kommenden Jahre.

Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher betonte bei der Unterzeichnung, dass die Hansestadt über bewährte Strukturen für internationale Sportveranstaltungen verfüge. Er machte deutlich, dass die Unterstützung des Bundes ein zentraler Schritt sei, der dem gesamten Prozess zusätzlichen Rückhalt gebe, insbesondere mit Blick auf das geplante Referendum in Hamburg im kommenden Jahr.

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Neue Verbindlichkeit im Verhältnis zwischen Bund und Austragungsorten

Sportsenator Andy Grote wies auf einen entscheidenden Unterschied zu früheren Bewerbungen hin. Aus seiner Sicht zeigt das klare Bekenntnis des Bundes, dass nicht nur politische, sondern auch finanzielle Mitverantwortung für die Spiele übernommen wird. Dies werte die deutsche Bewerbung insgesamt auf und stärke zugleich Hamburgs Position im nationalen Verfahren.

Der Leiter der Hamburger Bewerbung, Steffen Rülke, sprach von einem engen Schulterschluss zwischen Bund, DOSB und den Bewerberregionen. Dieser gemeinsame Ansatz solle verdeutlichen, dass man nicht isoliert arbeite, sondern als Gesamtprojekt agiere, das den Anspruch habe, die Spiele wieder nach Deutschland zu holen.

Weitere Schritte im nationalen Auswahlprozess, Hamburg setzt auf Beteiligung und städtische Integration

Der DOSB hatte bereits zuvor bestätigt, dass Hamburgs erstes Grobkonzept die Anforderungen erfüllt. Die Stadt arbeitet ihr Konzept nun weiter aus, bevor im Jahr 2026 eine nationale Entscheidung fällt. Das finale Dokument soll zum 1. Juni 2026 beim DOSB eingereicht werden, unmittelbar nach dem geplanten Hamburger Referendum am 31. Mai 2026. Danach bewertet eine Evaluierungskommission die Konzepte aller vier Bewerberregionen, bevor im Herbst 2026 die Entscheidung über den deutschen Kandidaten getroffen wird.

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Ergänzend zur politischen Vereinbarung führt Hamburg umfangreiche Beteiligungsformate durch, die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig einbinden sollen. Informationsveranstaltungen in allen Bezirken und digitale Angebote begleiten die inhaltliche Ausarbeitung. Grundlage bleibt das Konzept „HAMBURG+“, das auf bestehende Sportstätten, kurze Wege und städtische Integration setzt. Auch das geplante Olympische Dorf in der Science City Bahrenfeld und zwei zentrale Veranstaltungsbereiche in City und Altona sind Teil dieser übergeordneten strategischen Ausrichtung.

 

Quellen: Hamburg Pressestelle des Senats, Hamburg Behörde für Inneres und Sport, Der Deutsche Olympische Sportbund

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