Der Büromarkt in Berlin startet stark ins Jahr 2026. Vor allem Premiumflächen in zentralen Quartieren treiben die Nachfrage und prägen die Entwicklung.
© Titelbild: Markus Löffelhardt
Der Büromarkt in Berlin erholt sich langsam. Im ersten Quartal wurden rund 148.100 Quadratmeter Bürofläche vermietet, wie JLL Berlin berichtet. JLL ist ein renommiertes Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen für Gewerbeimmobilien in der Hauptstadt.
Die aktuelle Entwicklung in Berlin entspricht einem Plus von 43 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit nähert sich der Markt wieder dem Niveau der letzten fünf Jahre an, bleibt aber unter dem langfristigen Durchschnitt. Im Vergleich zu Metropolen wie Hamburg und Frankfurt gibt es eine deutlich positive Entwicklung.
Auch die Zahl der Abschlüsse zeigt nach oben. Insgesamt wurden demnach 200 neue Mietverträge registriert. Das ist der höchste Wert für ein erstes Quartal seit 2022. Vor allem größere und mittlere Anmietungen haben den Markt belebt.
Erstes Quartal 2026: Mehr Abschlüsse bei großen Büros in Berlin
Besonders auffällig ist die Entwicklung bei Flächen zwischen 5.000 und 10.000 Quadratmetern. In diesem Segment wurden fünf Abschlüsse gezählt, deutlich mehr als im Vorjahr. Der größte Einzeldeal liegt bei rund 12.000 Quadratmetern. Dabei handelt es sich um die Anmietung von Strabag im Projekt „B’Ella Berlin“ in Schöneberg.
Auch im kleineren Segment bleibt die Nachfrage stabil. Gleichzeitig zeigt sich ein klares Muster: Unternehmen suchen gezielt nach hochwertigen Büros. Flächen in einfachen Lagen oder mit geringerer Qualität stehen weniger im Fokus.
Hohe Nachfrage: Premiumflächen prägen den Berliner Büromarkt
Die Nachfrage konzentriert sich stark auf zentrale Quartiere. Besonders gefragt ist Berlin-Mitte mit einem Marktanteil von rund 19 Prozent. Dahinter folgen die Europacity in Moabit und Schöneberg. Diese Lagen bieten moderne Gebäude, gute Infrastruktur und flexible Flächen.
Branchen wie unternehmensbezogene Dienstleistungen und IT treiben die Nachfrage. Die öffentliche Verwaltung spielt bisher eine kleinere Rolle, zeigt aber erste Anzeichen von mehr Aktivität. Insgesamt bleibt der Markt selektiv und richtet sich klar auf hochwertige Büros aus.
Büro-Mieten steigen in Toplagen in Berlin weiter
Die Spitzenmiete liegt aktuell bei 47,50 Euro pro Quadratmeter und ist leicht gestiegen. Für den weiteren Jahresverlauf wird ein weiterer Anstieg erwartet. In besonders gefragten Lagen liegen die tatsächlichen Höchstmieten teilweise deutlich darüber.
Gleichzeitig reagieren Vermieter flexibler. Sie bieten häufiger Anreize wie mietfreie Zeiten oder Zuschüsse für den Ausbau. Damit versuchen sie, Flächen schneller zu vermieten und neue Mieter zu gewinnen.
Die aktuelle Entwicklung zeigt eine klare Trennung im Markt. Premiumflächen in guten Lagen profitieren vom Aufschwung. Ältere oder weniger gut angebundene Büros haben es schwerer.
Quelle: JLL Berlin
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Mich würde interessieren ob sich ein Mieter für das Projekt AREA auf der Mierendorffinsel findet. Das Projekt ist seit 1-2 Jahren fertig und hatte mit dem Tiny Forest auf dem Dach für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Augenscheinlich steht es jedoch seit dem leer.